Im Dortmunder Westpark herrscht nach neusten städtischen Verordnungen Samstags, Sonntags sowie Feiertags eine Maskenpflicht von 12 bis 18 Uhr. © Daniel Reiners
Videoumfrage

Dortmunder zur verschärften Maskenpflicht: „Das ist der Gipfel der Zumutung”

Ab Samstag (27.02.) soll an vielen öffentlichen Orten in Dortmund eine verschärfte Maskenpflicht greifen. Wir haben ein aktuelles Stimmungsbild der Dortmunder zu den Regelungen eingefangen.

Die Stadt Dortmund zieht Konsequenzen aus den zahlreichen Menschenansammlungen an öffentlichen Plätzen in den zurückliegenden Tagen. Für die Wochenenden soll die bestehende Maskenpflicht deshalb ausgeweitet werden.

Betroffen sein werden besonders viel frequentierte Freizeit- und Parkanlagen, wie die Stadt am Donnerstag (25.2.) mitteilte. An solchen Orten soll ab Samstag (27.2.) an sämtlichen Feiertagen sowie Samstags und Sonntags auf allen Wegen eine Maskenpflicht von 12 bis 18 Uhr gelten. So wird etwa der Rundweg um den Phoenix-See ähnlich dem Dortmunder Westpark von der neuen Regelung betroffen sein.

Dortmunderin: „Angesichts der steigenden Zahlen ist die Verschärfung ein muss”

In einer Video-Umfrage haben sich einige Dortmunder gegenüber dieser Redaktion zu den neuen Bestimmungen geäußert. Dabei reichen die Reaktionen von bedingungsloser Zustimmung bis zu teilweise frustrierter Verärgerung über die erneuten Einschränkungen.

Iris Barra aus Dortmund gehört zu den Befürwortern einer Verschärfung der Maskenpflicht. „Ich erinnere mich an das Bild von hunderten Menschen, die sich am Wochenende überall dicht an dicht gedrängelt haben”, so die Dortmunderin. Einer Verschärfung der Maskenpflicht stehe sie besonders angesichts der jüngsten steigenden Zahlen absolut positiv gegenüber.

Ähnlich sehen das Nele und Lukas. Besonders in der zurückliegenden Woche sei den beiden immer wieder mulmig gewesen, sich in so große Menschenmassen begeben zu müssen. Zumindest eine einheitliche Maskenregelung könne hier für eine gewisse Entspannung beim Spazierengehen sorgen.

Anders sieht das etwa der Radfahrer Günther. „Ich kann mir nicht vorstellen, dass an weitläufigen Plätzen wie dem Phoenix-See eine Ansteckung überhaupt möglich sein soll”, so der Dortmunder. In den vergangenen Tagen habe er zudem nur wenige Menschenansammlungen beobachtet, vielmehr habe genügend Platz geherrscht, um einander aus dem Weg zu gehen.

Dortmunder: „Endlich konnte man wieder fröhliche Gesichter sehen.”

„Ich kann nicht nachvollziehen, warum gerade ab 12 Uhr eine Maskenpflicht herrschen soll. Ist das Infektionsrisiko zu früherer Stunde etwa geringer?”, stellt die Dortmunderin Heike zur Debatte. Insgesamt betrachte sie die neuen Verordnungen als absolut negativ, es handele sich um einen regelrechten Einschnitt in die persönliche Freiheit, wenn an der frischen Luft eine Maske aufgesetzt werden müsse.

Die deutlichsten Worte fand am Freitag (26.2.) der Dortmunder Manfred. „Ich halte die neuen Einschränkungen für den Gipfel der Zumutung”, so der Dortmunder. Er habe in den zurückliegenden Tagen erstmals wieder in fröhliche Gesichter schauen können. Eine Freude, die ihm nun wieder verwehrt sein sollte.

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