Dortmunder Vereine wollen Mitmenschen durch die Corona-Krise helfen

Hilfsangebote

Das Coronavirus bedeutet für viele Menschen große Einbußen. Für einige sind die jedoch so groß, dass es ohne Hilfe eigentlich nicht mehr geht – diverse Initiativen aus Dortmund wollen helfen.

Dortmund

23.03.2020, 15:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Soziale Kontakte vermeiden, so gut es geht zuhause bleiben – eigentlich keine großen Herausforderungen. Doch es gibt auch Menschen, für die diese Einschränkungen problematisch werden: Menschen mit Vorerkrankungen, Senioren, Risikopatienten. Ein Einkauf wird zur Hürde, mit dem Hund rausgehen scheint unmöglich. Die Gefahr einer Infektion ist zu groß.

Hier setzen verschiedene solidarische Hilfsangebote an, die gerade in ganz Dortmund entstanden sind und noch immer neu entstehen.

Hilfe für Bedürftige statt Ganztagsschule

Eines dieser Angebote kommt vom Dortmunder Verein „Kinder Lernen Clever“ (KLC). Der Verein organisiert normalerweise Angebote für Schüler in Ganztagsschulen – die jedoch wegen des Coronavirus vorerst geschlossen sind.

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Die überwiegend jungen Kursleiter, die sich in dem Verein engagieren, haben deshalb Kapazitäten. Und wollen diese nutzen, um anderen zu helfen. Denn „nur wenige von uns müssen den Coronavirus wirklich fürchten“, schreibt der Verein in einer Pressemitteilung.

Die Kursleiter wollen beispielsweise Menschen mit Vorerkrankungen oder aus der Risikogruppe bei Einkäufen unterstützen. Aber auch Dortmunder, die sich momentan in Quarantäne befinden. Eltern, die momentan mit der Kinderbetreuung und Arbeit jonglieren müssen, da Kitas und Schulen geschlossen sind, können sich auch beim KLC melden – entweder via E-Mail, oder über die Webseite des KLC.

Verein vermittelt Hilfen

Die Freiwilligenagentur Dortmund will ebenfalls Menschen helfen. Der Verein setzt dabei auf Vermittlung: In einer Liste auf der Webseite der Freiwilligenagentur werden verschiedenste Angebote gesammelt und laufend aktualisiert, beispielsweise vom DRK, Train Of Hope oder dem Verein Südtribühne.

Dort findet sich auch die Nachbarschaftshilfe „Dortmund hilft“ unserer Redaktion. Nach einem Aufruf haben sich viele, viele Dortmunder bei uns gemeldet, die anderen Dortmundern helfen möchten.

Quer durch die Stadtteile bieten Dortmunder, teilweise sogar mehrsprachig, Unterstützung beim Gassi gehen von Hunden oder beim Einkaufen an. Wir aktualisieren die Liste ständig – hier geht es zur Übersicht.

Bei der Freiwilligenagentur gibt es außerdem noch praktische Vordrucke für Unterstützer: Auf denen kann man angeben, wie man helfen kann und wie man zu erreichen ist. Die Zettel werden dann im eigenen Wohnhaus ans Schwarze Brett gehängt und die Nachbarn wissen Bescheid, dass man helfen möchte. Informationen zur Hygiene, um weitere Infektionen zu vermeiden, gibt es dazu. Hier gibt es die Vordrucke.


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