Ein Dortmunder Veranstalter zieht wegen der Corona-Situation die Reißleine. (Symbolbild) © Lukas Wittland
Nachtleben

Dortmunder Veranstalter sagt wegen Corona-Lage vorerst alle Termine ab

Mit Sorge blickt die Dortmunder Veranstaltungs-Branche auf die aktuelle Corona-Situation. Ein beliebter Veranstaltungsort zieht jetzt die Reißleine und sagt vorerst alle Termine ab.

Die Corona-Lage besorgt die Dortmunder Veranstaltungsbranche. Das Junkyard in der Nordstadt hat am Samstag (27.11.) in einem Instagram-Post angekündigt aufgrund der aktuellen Situation, alle bis zum Jahresende geplanten Veranstaltungen abzusagen.

Die Absage gilt ab sofort, damit auch für das am Samstagabend geplante Event „Bingolinchen“ und die Party „Dance Division #4“. Das Junkyard-Team begründet diese Entscheidung mit der „besonderen Dynamik der Situation“ und entschuldigt sich für die kurzfristige Absage.

„Entscheidung soll dem Schutz aller dienen

Weiter heißt es: „Wir möchten niemandem der erhöhten Gefahr einer Infektion aussetzen. Die Entscheidung soll daher dem Schutz aller Besucherinnen und Besucher, unseres Teams und derer Familien dienen.“

Das Junkyard hatte zuletzt die 2G-Regel angewendet. Mit der neuen Corona-Schutzverordnung, die am Mittwoch in Nordrhein-Westfalen in Kraft getreten ist, gilt für Diskotheken und Tanzveranstaltungen die 2G-Plus-Regelung.

Geimpfte und Genesene müssen also zusätzlich zu ihrem Nachweis einen negativen Corona-Test vorlegen. Ein Verbot von Tanzveranstaltungen wurde von der Landesregierung nicht ausgesprochen.

„Ein klares Zeichen für Solidarität, Wissenschaft und Humanität“

„Obwohl es gesetzlich noch möglich gewesen wäre, möchten wir damit ein klares Zeichen für Solidarität, Wissenschaft und Humanität setzen“, schreibt das Junkyard auf seiner Internetseite: „Wir alle sind nicht nur für uns, sondern auch für unsere Umwelt und Mitmenschen verantwortlich“, schreibt das Team und appelliert daran, sich impfen zu lassen.

Seit Wochen beobachte man das Infektionsgeschehen in Deutschland mit großer Sorge. Warnungen und Forderungen der Wissenschaft, die Lautstark nach Kontaktbeschränkungen ruft, seien aktuell unüberhörbar, heißt es in dem Social-Media-Post. Die Entscheidung, die Veranstaltungen abzusagen, seien in Absprache mit den Künstlerinnen und Künstlern getroffen worden.

Kosten für gekaufte Tickets werden zurückerstattet

Die Kosten für bereits gekaufte Tickets würden automatisch zurückerstattetet. In den kommenden Tagen würden dazu E-Mails verschickt, kündigte das Junkyard an.

Für den Schritt, die Veranstaltungen abzusagen, erhält das Junkyard in den Kommentaren unter dem Beitrag überwiegend Zustimmung. Ein Nutzer schreibt etwa: „War bestimmt ein schwieriger Schritt für euch, aber großen Respekt für diese verantwortungsvolle Entscheidung.

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Als gebürtiger Dortmunder bin ich großer Fan der ehrlich-direkten Ruhrpott-Mentalität. Nach meinem journalistischen Start in der Dortmunder Stadtredaktion, schreibe ich mich gerade als Volontär durch die Redaktionen in der Region.
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Lukas Wittland

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