Günna ist ein Dortmunder Original. © Dieter Menne
Glosse: Wenn Sie Günna fragen...

Dortmunder sind keine Nach-dem-Wind-Kreuzchen-Macher

Wenn Sie Günna fragen, hat Günna immer eine ganz eigene Sicht auf die Dinge. Immer ehrlich, immer direkt, immer Dortmund. Thema diesmal: die Oberbürgermeister-Stichwahl.

Hömma, Fritz, ab Montach gilt in Doatmund die altbekannte Lebensweisheit „Wie gewählt – so bekommen“ denn dann hat die Stichwahl fürn neuen OB hoffentlich klare Verhältnisse gebracht.

Doch diesma scheint dat irgendwie anders zu sein denn die Bürgerschaft hier im Städtchen hat sich im Laufe der Zeit mehr und mehr vergrünt und nich wenige meinen dat dat inne Jahre gekommene Tremonia reif iss für die Wechseljahre. Die Altparteien scheinen sich strategisch sowat wie inne Sackgasse verlaufen zu ham denn sie verlieren nach und nach jede Menge Wähler wat einmal daran liegt dat die CDU und SPD Wähler im Alters-Schnitt zwischen übba 50 und unta 100 Jahre liegen und die Grünen als fast-auch-schon-Alt-Partei sich wie auch imma sie dat geschafft ham ein wirksam hipperen Anstrich verpassen konnten.

Grüne für viele Menschen interessant

Auf eima sindse für die vielen Menschen interessant geworden die sich wegen Klima und Wertewandel möglichst umweltbewusst verhalten wolln odda wenichstens nach außen hin so tun und trotzdem mit ihren SUV zum Flughafen düsen und watte nich unterschätzen darfs iss dat die Fridays for Future Bewegung die Grünen zur Top-Adresse für reihenweise Jung und Erstwähler machte.

Hömma, Fritz, ich glaub wir Doatmunda brauchen keine Wahl-Empfehlung egal von wem und egal für wen denn wir ham eigene Köppe und sind keine Abnick-Wähler und erst recht keine nach-dem Wind-Kreuzchen-Macher. Für wählen wie auf Autopilot hammwa vielleicht noch nich zu tief ins vegane Glas geschaut. Prost.

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