Die Dreharbeiten für die TV-Reihe fanden während der laufenden Einsätze der DRK-Rettungskräfte statt. © DRK Kreisverband Dortmund
Sat1-Serie „Lebensretter hautnah“

Dortmunder Rettungswagen-Team kommt groß raus in TV-Doku

Eine Rettungswagen-Besatzung aus Dortmund hat am Montag zur Primetime einen großen Auftritt im Fernsehen. Die Sat1-Doku-Serie „Lebensretter hautnah“ hat das Team drei Monate lang begleitet.

Am vergangenen Montag startete die dritte Staffel der Doku-Reihe „Lebensretter hautnah“ im Programm von Sat1. In der zweiten Folge, die am Montag (11.1.) um 20.15 Uhr ausgestrahlt wird, steht ein Einsatz-Team des DRK Dortmund im Mittelpunkt.

„n insgesamt neun Tagen in den vergangenen drei Monaten begleitete ein 16-köpfiges TV-Team der Produktionsfirma „Good Times“ die Arbeit der hauptamtlichen Rotkreuzler Max Teipel und Rosi Ackermann.

Für die Aufnahmen agierte das DRK-Duo nicht etwa nach Drehbüchern, wie Max Teipel erklärt, sondern war in echten Einsätzen im Dortmunder Stadtgebiet unterwegs. Das TV-Team begleitete allenfalls die Einsätze des Rettungsassistenten und der Notfallsanitäterin im Dienst mit der Kamera.

Kleines Casting

Im vergangenen Herbst hatte die Produktionsfirma beim DRK Dortmund angefragt, ob Interesse daran bestände, den echten Berufsalltag der Lebensretter dokumentarisch darzustellen. Im Anschluss daran habe ein kleines Casting stattgefunden, wie Max Teipel erzählt.

„Insgesamt hatten drei Zweier-Teams des DRK kleine Videos mit dem Handy aufgenommen, um sich als mögliche Protagonisten für die Serie zu empfehlen. Ausgewählt wurden dann Rosi Ackermann und ich“, sagt Teipel.

Ende November habe dann der erste Dreh stattgefunden – mit genügend Abstand zu den Protagonisten und zu den Menschen, die ihre Hilfe brauchten. Möglich war das unter anderem dadurch, dass die DRK-Mitarbeiter von den TV-Leuten mit Bodycams ausgestattet worden waren.

Brand im Klinikviertel im TV

Im TV zu sehen sein wird am Montag dann ein Querschnitt aus dem Arbeitsalltag der Rettungskräfte: Es sind internistische Notfälle dabei, Erste Hilfe bei einem Verdacht auf einen Herzinfarkt und der Einsatz bei dem Wohnhausbrand in der Beurhausstraße, der am 26. November das Klinikviertel in Atem hielt.

„Anfangs war es etwas ungewohnt, dass man quasi unter Beobachtung durch das TV-Team stand, aber das hatte sich dann recht schnell normalisiert. Wir sind natürlich auch auf das Ergebnis sehr gespannt, denn schließlich repräsentieren wir vor der Kamera unseren Berufsstand“, sagt Rosi Ackermann.

Dass die Akteure des DRK beim Sichten des Endschnitts der Folge böse Überraschungen erleben könnten, schließt Max Teipel aus: „Man hat uns durchweg bei der Produktion mit ins Boot geholt, fertiges Material vorgelegt und durch uns absegnen lassen.” Trotzdem sei man sehr gespannt auf die Folge, die am Montag im TV ausgestrahlt wird.

Über den Autor
Freier Mitarbeiter
Fabian Paffendorf, Jahrgang 1978, kam 2003 zum Journalismus. Ursprünglich als Berichterstatter im Bereich Film und Fernsehen unterwegs, drehte er kleinere Dokumentationen und Making-Of-Berichte für DVD-Firmen. In diesem Zusammenhang erschienen seine Kritiken, Interviews und Berichte in verschiedenen Fachmagazinen und bei Online-Filmseiten. Seit 2004 ist der gebürtige Sauerländer im Lokaljournalismus unterwegs. Für die Ruhr Nachrichten schreibt er seit Herbst 2013.
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