Dortmunder Kultureinrichtungen bieten großes Angebot für zu Hause

Coronavirus

Ob ein virtueller Museumsrundgang, Vorlesestunden oder spannende Talks: Dortmunder Kultureinrichtungen gehen kreativ mit der aktuellen Schließzeit um – und bieten einiges für zu Hause.

Dortmund

26.03.2020, 17:50 Uhr / Lesedauer: 2 min
Viele Dortmunder Kultureinrichtungen bieten ein Angebot für zu Hause.

Viele Dortmunder Kultureinrichtungen bieten ein Angebot für zu Hause. © Archiv/Menne

Sämtliche Kultureinrichtungen in Dortmund sind wegen des Coronavirus momentan geschlossen. Das heißt aber nicht, dass Dortmunder auf ein ausgedehntes kulturelles Angebot verzichten müssen: Denn die Angebote kommen einfach nach Hause.

So können in der Stadt- und Landesbibliothek weiter einige Medien ausgeliehen werden – neben E-Books auch Musik oder Filme. Den Service können sogar Dortmunder ohne Büchereiausweis nutzen.

Vorlesestunden und YouTube-Tutorials

Zudem bietet die Bibliothek eine digitale Vorlesestunde bei Facebook, bei welcher Kinderbücher vorgelesen werden. Bei YouTube gibt's außerdem Tutorials zu den Online-Angeboten der Bibliothek. Dazu gehören das Statistik-Portal "Statista" oder auch der PressReader, mit dem Zeitungen und Zeitschriften online gelesen werden können.

Sowohl das Museum Ostwall im Dortmunder U als auch das Museum für Kunst und Kulturgeschichte (MKK) stellen auf Facebook und Instagram regelmäßig Ausstellungsstücke vor. Das MKK postet unter dem Hashtag #MeinDortmund Exponate aus seiner aktuellen Ausstellung "Mein Dortmund" – dazu gibt es die Geschichten der Leihgeber, die "ihr Stück Dortmund" ins Museum gebracht haben.

Das Museum Ostwall nutzt den Hashtag #moathome, um Werke aus der Ausstellung "Body & Soul. Denken, Fühlen, Zähneputzen" vorzustellen. Follower sollen zudem unter dem selben Hashtag ihre eigenen Bilder aus der Ausstellung posten.

Auch das musikalische Leben kommt nicht zum Erliegen: Die Musikschule Dortmund unterrichtet weiter, allerdings verständigen sich Schüler und Lehrer über Skype, YouTube, Mail oder andere Wege.

Virtuelle Resonanz

Und auch die erarbeitete Stücke bleiben nicht hinter verschlossenen Türen verborgen: Über den YouTube-Kanal "Klassik-Resonanzen" können Schüler der Musikschule ihr Können einem virtuellen Publikum präsentieren. Wer will, kann dort ein Video von sich beim Musizieren hochladen. Applaus und Rückmeldung gibt es dann in Form eines würdigenden Kommentars.

Auch in der Städtischen Galerie Torhaus im Rombergpark sollte am 3. Mail die nächste Ausstellung eröffnen – eine internationale Schau, die die 50 Jahre währende Städtepartnerschaft zwischen Dortmund und Leeds feiert. Zumindest virtuell wird sie dann definitiv unter www.DortmundLeeds50.de zu sehen sein, begleitet von Videos und einem Blog.

Spannende Mitschnitte vergangener Talks aus dem Dietrich-Keuning-Haus sind auch auf YouTube verfügbar – unter anderem mit Politiker Robert Habeck oder mit Prof. Naika Foroutan zum Thema "Und woher kommst du wirklich?".

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