Gespenstisch leer ist es nachts in der Dortmunder Innenstadt – die Ausgangssperre gilt seit dem 24.4. © Oliver Schaper

Dortmunder Inzidenz unter 200: Sind jetzt Corona-Lockerungen möglich?

Die Inzidenz in Dortmund liegt wieder unter 200. Was bedeutet das für die Corona-Regeln wie Ausgangssperre oder die Notbetreuung in Schulen oder Kitas? Welche Regeln gelten wann?

Die Inzidenz in Dortmund liegt seit Donnerstag (29.4.) wieder unter der Marke von 200. Und auch mit den aktuellen Corona-Zahlen von Donnerstag wird sie nach der Berechnung der Stadtverwaltung weiter unter 200 liegen.

Noch Mitte April war dieser Wert entscheidend für die Frage, ob an Schulen Distanz- oder Präsenzunterricht stattfindet. Aber wie ist es aktuell – hat die 200er-Grenze noch eine Bedeutung für die geltenden Corona-Regelungen? Welche Grenzwerte gelten für welche Maßnahmen?

Grundlage für die aktuell geltenden Regeln ist das Infektionsschutzgesetz, die sogenannte „Bundes-Notbremse“, deren Verbote und Einschränkungen seit dem 24. April gelten.

Wann greift die Bundes-Notbremse in Dortmund überhaupt?

Das Gesetz greift dann, wenn die 7-Tage-Inzidenz in einer Stadt/einem Kreis an drei Tagen in Folge über 100 liegt. Die Maßnahmen gelten dann ab dem übernächsten Tag. Die Inzidenz liegt in Dortmund seit der letzten März-Woche über der 100 – mit einer Ausnahme am 6. April.

Welche Grenzwerte legt die Notbremse fest?

Die in der Bundes-Notbremse festgelegten Schwellenwerte liegen bei 100, 150 und 165. Das Erreichen der 200er-Marke bringt Dortmund daher keine Lockerungen.

Die nächste mögliche Lockerungsschritt wäre also erst bei einer Inzidenz von unter 165 möglich. Und dann auch erst, wenn der Wert an fünf aufeinanderfolgenden Werktagen unterschritten ist.

Welche Verbote sind an welche Werte geknüpft?

Ab einer Inzidenz von 100 gilt die Ausgangssperre zwischen 22 und 5 Uhr. Zwischen 22 und 24 Uhr ist allerdings die „körperliche Betätigung im Freien“ erlaubt, also Spazierengehen, Joggen etc. Ausnahmen gelten beispielsweise für berufliche Tätigkeiten oder medizinische Notfälle.

Ab einer Inzidenz von 150 dürfen nur noch bestimmte Geschäfte geöffnet sein: Lebensmittelgeschäfte und Läden für den täglichen Bedarf, zum Beispiel Apotheken, Waschsalons, Gartenmärkte. In geschlossenen Läden bleibt aber die Abholung bestellter Waren („Click and Collect“) möglich.

Ab einer Inzidenz von 165 müssen Schulen von Wechsel- auf den Distanzunterricht umsteigen. Für Kitas bedeutet diese Marke den Umstieg vom „eingeschränkte Regelbetrieb“ auf „bedarfsorientierte Notbetreuung“. Um diese Notbetreuung zu nutzen, müssen sich Eltern selbst bescheinigen, dass sie die Betreuung nicht anders leisten können.

Alle Regeln im Überblick

Welche Branchen sind bei welcher Inzidenz betroffen?

Das Land NRW hat auf seiner Internetseite einen ausführlichen Fragenkatalog zu den Regelungen im Detail veröffentlicht. Zu finden unter www.land.nrw/de/wichtige-fragen-und-antworten-zum-corona-virus. Hier werden auch die Regeln für den Öffentlichen Nahverkehr, Sport, Kultur- und Freizeiteinrichtungen oder die Gastronomie erklärt.

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Jessica Will

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