Rosins Fettkampf: „Ich fresse und fresse, ich bin ein körperliches Wrack!“

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Bei „Rosins Fettkampf“ auf Kabel eins wollen Kandidaten abspecken. In jeder Sendung muss einer gehen. Mit dabei: Mark aus Dortmund und Tanja aus Castrop. So schlagen sie sich beim Abspecken.

Dortmund

, 10.01.2020, 13:26 Uhr / Lesedauer: 2 min

Ballermann-Barde Willi Herren ist der Mann für die markigen Ansagen. Er ist zwar nicht der Dickste im Feld der Übergewichtigen, haut aber die „dicksten“ Sprüche raus: „Ich fresse und fresse, ich bin ein körperliches Wrack!“ Später ringt er sich noch ein „ekelhaft“ ab, was seinen Körper angeht.

Das klingt schön griffig, das klingt nach Qual und beschreibt die Misere von acht Kandidaten und zwei Promis, die mit Hilfe von TV-Koch Frank Rosin ihre Speckrollen loswerden wollen. „Rosins Fettkampf“ heißt die Show, deren zweite Folge am Donnerstag von Kabel eins ausgestrahlt wurde.

Rosins Fettkampf: „Ich fresse und fresse, ich bin ein körperliches Wrack!“

Willi Herren (links) ist bekannt für markige Sprüche. TV-Koch Frank Rosin und Rebecca Simoneit Barum, wie Herren ein Lindenstraßen-Star, wollen ebenfalls Gewicht verlieren. © pa/obs Kabel Eins/Willi Weber

Die große Frage: Wer wird wieviel abnehmen?

Wer wird wieviel abnehmen, wer schwächelt und warum? Kreiste Folge eins eher um die physischen Aspekte, so rückt in der Fortsetzung mehr das Psychologische in den Vordergrund. Oder das, was Dramaturgen dafür halten.

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Auch bei Mark (25) aus Dortmund und Tanja (50) aus Castrop-Rauxel wird Frank Rosin auf Hausbesuch gehen - die Kandidaten leihen der Sendung nicht bloß ihren Körper, sondern auch ihr Leben und ihre Geschichte, soviel ist klar.

Satte Portion Seifenoper

Homestory und Portraits sorgen für eine satte Portion Seifenoper, viel größer als die Mini-Burger, die später verzehrt werden. Bei Rosins Stippvisite in Marks Haus in Dortmund-Kirchlinde kippt die Sendung fast in ein anderes Format, „Einsatz in vier Wänden“, wo desolate Wohnungen von TV-Samaritern auf Vordermann gebracht werden.

Seit Mark abnimmt (zehn Kilo in Folge eins) schnarcht er - so erbärmlich, dass seine Frau Christine das Ehebett räumte und auf den Dachboden zog. Die Kamera wackelt eine schmale Stiege hoch und filmt ein spartanisches Kabäuschen, wo auf dem Holzboden eine einsame Matratze liegt, daneben Wasserflaschen.

Arme Christine. Im eigenen Haus lebt sie wie ein Flüchtling. Rosin gibt sich entsetzt: „Wie kann man die Frau, die man liebt, so betten?“

Neben Fettkampf gibt‘s auch Lebenshilfe

Geht gar nicht. Weil Frank Rosin und die Redaktion des „Fettkampfes“ sich als Lebenshelfer profilieren wollen, verspricht der Koch Mark und seiner Frau eine Lösung gegen das Campieren auf dem Dachboden.

Wie die aussieht, wird eine spätere Folge zeigen, deutlich wird aber, dass Rosin den jungen Mark offenbar unter seine Fittiche nehmen wird. Bei einem Abstecher ins Schwimmbad - den der Dortmunder jahrelang vermieden hat, weil er fremde Blicke scheut - sagt Mark dann auch, Frank rede mit ihm wie ein Vater.

Ach, der gute Frank. „Human touch“ vom Allerfeinsten. Dass so mancher Satz aus Kandidatenmund nach Papierdialog und vorgestanzter „scripted reality“ klingt, ist allerdings unüberhörbar.

Bei Tanja ist alles paletti, eigentlich

Welche Dramen wird Frank Rosin im Leben von Tanja aus Castrop entdecken? Eigentlich ist alles paletti bei Tanja, bis auf ihr Gewicht: Ihr Lebensgefährte Marc (15 Jahre jünger als Tanja und schlank) hält zu ihr und stärkt ihr den Rücken, hören wir.

Rosins Fettkampf: „Ich fresse und fresse, ich bin ein körperliches Wrack!“

Tanja aus Castrop-Rauxel kämpft ebenso wie TV-Koch Frank Rosin gegen ihre Pfunde. © Willi Weber

Auf Besuch in Castrop will der TV-Koch wissen, wo die Grunde für Tanjas Frustfresserei liegen. Das kam nach der Schwangerschaft, steigerte sich nach dem Tod ihres Vaters und in der Ehe mit einem bösen Mann, erzählt die 50-Jährige.

„Betrogen worden? Geschlagen worden?“, bohrt Küchenpsychologe Rosin nach, setzt seine einfühlsamste Miene auf, geht aber bis an Tanjas Schmerzgrenze. Okay, Schnee von gestern. Heute hat Tanja zum Glück nur noch ein Gewichtsproblem, dem kann abgeholfen werden. Mit Bewegung etwa.

Höhepunkt jeder Sendung ist das Wiegen. Tanja hat 3,3 Kilo verloren, „Marky Mark“ (wie Rosin scherzt) weitere 6,2 Kilo. Beide dürfen bleiben und sind auch nächsten Donnerstag wieder im Fernsehen.

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