Dortmund hat bei der Impfquote im Vergleich zu anderen Städten ein wenig aufgeholt. © Oliver Schaper (Archiv)
Corona-Pandemie

Dortmund hinkt bei der Impfquote im Vergleich weiter hinterher

Dortmund zählt bei der Impfquote noch immer zu den Schlusslichtern unter den 27 Städten und Kreisen im Bereich des Kassenärztlichen Vereinigung, hat aber etwas aufgeholt.

Die Impfungen in Dortmund nehmen Fahrt auf, nachdem zusätzliche Impfdosen von Astrazeneca in die Westfalenmetropole geliefert wurden und auch die Hausärzte mit in die Impfungen eingestiegen sind. Doch auf der Impftabelle der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) liegt Dortmund noch immer weit unten.

Anfang März dieses Jahres bildete Dortmund unter den 27 Städten und Kreisen das Schlusslicht mit einer Impfquote von 3,27 Prozent. Der Durchschnitt lag damals bei 4,37 Prozent.

Inzwischen hat Dortmund zwei Kreise überflügelt. Aktuell beträgt die Dortmunder Impfquote, Stand 9. April, 12,62 Prozent (die erste Impfung), dahinter reihen sich der Kreis Siegen Wittgenstein mit 12,58 Prozent und der Ennepe-Ruhr-Kreis mit sogar nur 12,42 Prozent ein.

Hagen liegt an der Spitze

Dagegen ist bereits fast jeder fünfte Einwohner von Hagen geimpft. Dort beträgt die Impfquote 18,65 Prozent. Gut dabei sind auch der Kreis Olpe mit 17,82 Prozent und die Stadt Münster mit 17,74 Prozent.

In konkreten Zahlen waren bis Freitag 76.205 Menschen in Dortmund zumindest einmal geimpft, davon war etwa jeder Zehnte Beschäftigter von Grund- und Förderschulen sowie Kindertageseinrichtungen und Jugendhilfeeinrichtungen.

Sicher weiß die Stadt, dass rund 7000 aus dieser Gruppe, darunter fällt neben Lehr- und Betreuungs- auch Küchenpersonal, allein bis zum 22. März geimpft wurden. „Das wurde an zwei Wochenenden abgewickelt“, teilte Stadtsprecherin Katrin Pinetzki auf Anfrage mit.

Es gab mehr Termine als Anspruchsberechtigte

Danach geht die Übersicht verloren; denn seit dem 22. März sollten die Beschäftigten der oben genannten Einrichtungen sich selbst Termine über Eventim organisieren. Dabei werde nicht erhoben, welcher Berufsgruppe die Person angehört. Arbeitgeberbescheinigungen würden im Impfzentrum nicht ausgewertet, so die Stadtsprecherin: „Daher wissen wir nicht, wie viele Personen seit 22.3. einen Termin vereinbart haben.“

Grundsätzlich hätten aber mehr Termine zur Verfügung gestanden, als es Anspruchsberechtigte in dem Bereich gebe. Deshalb hätte jeder einen Termin erhalten können, der sich schnell darum bemüht habe.

Aktuell aber stehen für diese Personengruppe nur wenige Termine zur Verfügung. Grund sei der 15. Erlass des Landes NRW zur Impfung der Bevölkerung gegen Covid-19. Danach seien nur noch 10 Prozent der Erstimpfungen für weitere priorisierte Personengruppen vorzusehen, erläuterte Pinetzki.

Über die Autorin
Redaktion Dortmund
Stellvertretende Leiterin der Dortmunder Stadtredaktion - Seit April 1983 Redakteurin in der Dortmunder Stadtredaktion der Ruhr Nachrichten. Dort zuständig unter anderem für Kommunalpolitik. 1981 Magisterabschluss an der Universität Bochum (Anglistik, Amerikanistik, Romanistik).
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Gaby Kolle
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