Dortmund gedenkt mit Demo gegen Rassismus der Opfer von Hanau

Kundgebungen in der City

Auch in Dortmund ist die Betroffenheit über den rassistischen Anschlag in Hanau mit elf Toten groß. Am Donnerstag fanden gleich mehrere Kundgebungen statt. Am Freitag geht es weiter.

Dortmund

, 20.02.2020, 19:54 Uhr / Lesedauer: 1 min
Knapp 600 Menschen kamen am Donnerstagabend zu einer Solidaritätskundgebung für die Opfer von Hanau auf dem Friedensplatz zusammen.

Knapp 600 Menschen kamen am Donnerstagabend zu einer Solidaritätskundgebung für die Opfer von Hanau auf dem Friedensplatz zusammen. © Oliver Volmerich

Am frühen Donnerstagabend hatte es zunächst eine kleinere Kundgebung der Linksjugend an der Katharinenstraße gegeben.

„Hanau ist überall. Gegen rassistische Hetze und ihre mörderischen Konsequenzen“ war dann das Motto der Kungebung, zu der am Donnerstagabend knapp 600 Menschen zunächst auf dem Friedensplatz zusammenkamen. Von dort aus zogen sie durch Teile der City und die Nordstadt bis zum Nordmarkt.

In Redebeiträgen machten die Teilnehmer ihre Betroffenheit über den rassistischen Anschlag in Hanau mit elf Toten deutlich. „Dieser erneute rechte Anschlag macht uns traurig und betroffen“, erklärte eine Rednerin. „Wir sind hier mit Wut im Bauch, mit erhobener Faust und mit lauter Stimme.“

Beklagt wurde bei der Demo, die stark von Antifa-Gruppen geprägt wurde, der Alltagsrassismus, der mitverantwortlich für die Morde von Hanau sei.

Die Solidaritätskundgebungen mit den Opfern von Hanau gehen weiter. Eine größere Veranstaltergemeinschaft steht hinter dem Aufruf für eine Veranstaltung, die an diesem Freitag (21.2.) ab 17 Uhr an der Kampstraße/Ecke Katharinenstraße stattfinden soll. Veranstalter ist das Bündnis „Tag der Solidarität“, das sich schon in den vergangenen Jahren zur Erinnerung an die NSU-Morde zusammengefunden hatte. Der Reigen der Unterstützer reicht von der AWO über das Bündnis Dortmund gegen Rechts bis zum Schauspiel Dortmund.

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