Busse und Bahnen werden wieder voller - Was ist mit dem Mindestabstand?

dzDSW21

Die Zahl der Fahrgäste in Bussen und Bahnen von DSW21 steigt wieder. Dennoch ist die Auslastung weitaus geringer als vor Beginn der Pandemie. Trotzdem sind zusätzliche Busse und Bahnen im Einsatz.

Dortmund

, 04.06.2020, 05:05 Uhr / Lesedauer: 2 min

Lange Zeit waren Busse und Bahnen ziemlich leer. Der Schulbetrieb lag brach und viele Menschen konnten sich durch das Homeoffice den Weg zur Arbeit sparen. Doch nachdem auch die letzten Jahrgänge in ihre Schulen zurückgekehrt sind und durch die Corona-Lockerungen wieder mehr in den Städten los ist, wird der ÖPNV wieder stärker genutzt – auch in Dortmund.

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„Die Fahrgastzahlen sind während des Lockdowns um etwa 66 bis 70 Prozent zurückgegangen und steigen seitdem wieder sukzessive an“, heißt es auf Anfrage unserer Redaktion bei der DSW21. Vor allem seit Ende Mai bemerke man einen starken Anstieg. Schätzungsweise seien aktuell im Durchschnitt wieder „40 bis 50 Prozent des normalen Fahrgastaufkommens in den Bussen und Bahnen“ zu beobachten.

Wieder höheres Fahrgastaufkommen in Bus und Bahn

DSW21 habe das Angebot sowohl im Bus- als auch im Stadtbahnbereich bereits auf mehr als 100 Prozent im Vergleich zu den Leistungen vor der Corona-Krise erhöht: Die Stadtwerke hätten Takte verdichtet, Kapazitäten erweitert und zusätzliche Einsatzbusse und -bahnen eingesetzt.

Aber auch die Kapazitäten der Stadtwerke, also Anzahl an Einsatzwagen und Auslastung der Mitarbeiter, haben ihre Grenzen. Verkehrsvorstand Hubert Jung teilt in einer Pressemitteilung mit: „Je mehr der Schulbetrieb wieder hochgefahren wird und der Berufs- und Einkaufsverkehr zunimmt, desto höher wird die Auslastung unserer Fahrzeuge sein - und desto geringer die Möglichkeit, in Bussen und Bahnen Abstand einzuhalten.“

Über die Frage, wie der Mindestabstand in vollen Bussen und Bahnen eingehalten werden soll, muss sich DSW21 auch nicht zwingend Gedanken machen. Der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) weist darauf hin, dass der „ÖPNV von der Verpflichtung zur Einhaltung des Mindestabstandes von 1,50 Metern ausgenommen“ sei.

Der Grund laut VDV: Wenn Verkehrsunternehmen das Abstandsgebot einhalten wollen würden, würden sie in Deutschland „die fünffache Menge an Fahrzeugen und Fahrpersonal benötigen“.

Maskenpflicht in letzter Zeit oft vernachlässigt

Was jedoch gilt ist die Maskenpflicht. Hier hat man bei DSW21 durchaus „Nachlässigkeiten“ beim Tragen der Maske in Bus und Bahn bemerkt und von „Fahrgästen einige entsprechende Hinweise erhalten“. Deshalb will man die Gäste künftig häufiger auf die Einhaltung der Maskenpflicht hinweisen.

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