Mehr als 100 Aktivisten demonstrieren gegen neues Thor-Steinar-Geschäft

Bei Neonazis beliebte Marke

Wie schon im vergangenen Jahr haben Aktivisten am Donnerstagabend (30.7.) dagegen protestiert, dass ein Geschäft der Marke Thor Steinar in der City Fuß fasst.

Dortmund

, 30.07.2020, 13:54 Uhr / Lesedauer: 2 min
Am Donnerstagabend läuft die Demo gegen das Thor-Steinar-Geschäft.

Am Donnerstagabend läuft die Demo gegen das Thor-Steinar-Geschäft. © Oliver Schaper

Das Wichtigste in Kürze:

  • Deutlich mehr als 100 Aktivisten haben am Donnerstagabend in der Dortmunder City demonstriert
  • Die Demonstration richtete sich gegen das neue Geschäft der Bekleidungsmarke Thor Steinar am Alten Burgwall
  • Das Bündnis „Blockado“ hatte im Spätsommer und Herbst 2019 wöchentlich vor dem damaligen Thor-Steinar-Geschäft am Brüderweg demonstriert, dass mittlerweile geschlossen wurde


Update, 30.7., 18.25 Uhr: Kundgebung verläuft ohne große Zwischenfälle
Auch im Nachgang ist alles ruhig geblieben. Die Kundgebung an der Kuckelke verlief ohne große Zwischenfälle. Mittlerweile sind die Aktivisten wieder weg. Wir beenden an dieser Stelle die Live-Berichterstattung.

Update, 30.7., 18.10 Uhr: Demonstration löst sich auf
Gegen 18.10 Uhr ist die Demonstration schon wieder vorbei und das Ganze löst sich langsam auf. Aus Polizeisicht sei alles ruhig gewesen, sagt eine Sprecherin vor Ort.

Auch im Sinne der Corona-Schutzverordnung gab es vor Ort keine Auffälligkeiten.

Auch im Sinne der Corona-Schutzverordnung gab es vor Ort keine Auffälligkeiten. © Oliver Schaper

Update, 30.7., 18.05 Uhr: Deutlich über 100 Aktivisten
Mittlerweile sind es deutlich über 100 Aktivisten, die sich vor dem Durchgang zum Geschäft versammelt haben. Reden werden gehalten und bislang ist alles ruhig. Vertreten sind hier unter anderem die Autonome Antifa, die Linksjugend, die SPD, die Grünen und der Verein Train of Hope.

Update, 30.7., 17.52 Uhr: Bleibt bei Standkundgebung
Die Kundgebung läuft. Zunächst hatte es geheißen, dass die Veranstalter vom Treffpunkt vor das Ladenlokal am alten Burgwall ziehen wollen. Die Polizei geht hingegen erstmal von einer Standkundgebung aus. Bislang hat sich die Masse nicht bewegt.

Update, 30.7., 17.40 Uhr: Circa 100 Demonstranten

Circa 100 Demonstranten tummeln sich am Treffpunkt an der Kuckelke. Dazu kommen etwa eine handvoll Polizeiwagen, wie unsere Reporterin vor Ort berichtet. Alle Demonstranten tragen demnach Masken und die allermeisten halten Abstand. Gegen-Demonstranten sind bislang noch nicht gesichtet worden. Jeden Moment soll die Kundgebung losgehen.

Vor dem Durchgang zum Geschäft am Alten Burgwall versammelten sich die Demonstranten.

Vor dem Durchgang zum Geschäft am Alten Burgwall versammelten sich die Demonstranten. © Oliver Schaper

So hatten wir ursprünglich berichtet:

Das Bündnis „Blockado“ hat für Donnerstag, 30. Juli, zu einer Demonstration gegen das neue Geschäft der Marke „Thor Steinar“ aufgerufen. Um 17.30 Uhr beginnt der Protest vor dem Ladenlokal am Alten Burgwall Ecke Kuckelke.

Damit setzt das Bündnis fast schon eine Tradition fort. Im Spätsommer und Herbst 2019 fanden wöchentlich Demonstrationen vor dem damaligen Thor-Steinar-Geschäft am Brüderweg statt. Das Geschäft wurde im November von der Stadt Dortmund aus Brandschutzgründen geschlossen.

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„Wir haben jetzt Übung“, sagte Blockado-Sprecherin Iris Bernert-Leushacke am Dienstag, 28. Juli, im Gespräch mit der Redaktion. „Mal sehen, ob es wieder zwölf Wochen dauert, bis er schließt.“

Rund 50 Teilnehmer zur Demo erwartet

Kleidung der Marke Thor Steinar ist nicht nur bei Neonazis beliebt, sie bedient sich auch häufig rechtsradikaler und völkischer Symbolik, die dann als Erkennungsmerkmal in der rechten Szene gilt.

Blockado hat für die Demonstration am Donnerstag 50 Teilnehmer angemeldet - ob es mehr oder weniger werden, sei aber mit Blick auf die Corona-Pandemie und die aktuelle Urlaubszeit noch völlig offen, erklärt Bernert-Leushacke. Teilnehmer sind aufgefordert, Mund-Nasen-Schutz zu tragen und Abstand zu halten.

Wir berichten am Donnerstagabend aktuell auf rn.de/dortmund von der Demo.

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