Schlechter Handyempfang: Das sind die Funklöcher in Dortmund

dzNetzabdeckung

Langsames Internet, unzuverlässiger Empfang: Eine App zeigt, wo Dortmunds Funklöcher liegen. So verlässlich sind die Daten – und das wird gegen langsames Internet getan.

Dortmund

, 04.12.2019, 05:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Schnell mal vom Smartphone die Bahnverbindung checken oder googeln, wie lange die Lieblingskneipe noch geöffnet hat – das kann länger dauern, wenn man gerade auf der Otto-Hahn-Straße in Barop steht. Oder auf der Baroper Straße. Oder auf der Ellinghauser Straße.

Denn häufig kommt man hier mit dem Handy nicht über eine Internetgeschwindigkeit von 2G hinaus. 2G steht für die zweite Generation von Mobilfunkverbindungen – und ist hinter 3G und 4G die langsamste Verbindung.

Mieses Netz ist in Dortmund die Ausnahme

Zugegeben, Bereiche mit derart miserabler Netzabdeckung sind in Dortmund die Ausnahme. Das lässt sich der Funkloch-Karte der Bundesnetzagentur entnehmen. Orte, an denen der Handy-Empfang völlig fehlt, gibt es demnach noch weniger. Ein Luxus, wenn man beispielsweise auf Städte im Sauerland schaut.

Zwar gibt es in Dortmund auch Ecken, an denen sich die Nutzer mit einer 3G-Verbindung zufriedengeben müssen – beispielsweise in Eving oder am Phoenix-See. Zu großen Teilen ist in Dortmund jedoch Standard, was die Bundesregierung in den nächsten Jahren bundesweit erreichen möchte: eine flächendeckende Versorgung mit 4G-Handynetz.

Schlechter Handyempfang: Das sind die Funklöcher in Dortmund

Die Netzabdeckung in Dortmund ist gut. Zumindest laut einer Karte der Bundesnetzagentur. Die hat jedoch ihre Schwächen. © Quelle: Bundesnetzagentur, Grafik: Martin Klose

So sagt es zumindest die Karte der Bundesnetzagentur. Das Problem: die Karte ist nicht repräsentativ. Sie speist sich aus den Informationen, die Nutzer hinterlassen. Sie kommen also von Leuten, die die zugehörige Funkloch-App auf ihrem Handy installiert haben und sich die Zeit nehmen, ihre aktuelle Netzqualität aktiv an die App zu melden.

An viel besuchten Orten, beispielsweise in der City, kommen so auch mal mehrere hundert Meldungen zusammen. In Randbezirken beruht die Beurteilung der Netzabdeckung hingegen oft nur auf einer Handvoll Meldungen – von ein oder zwei Personen gemacht.

Schlechter Handyempfang: Das sind die Funklöcher in Dortmund

An der Hansastraße haben Nutzer der Funkloch-App über 500 Mal ihre aktuelle Netzqualität gemeldet. Für andere Stellen der Stadt liegen nur eine Handvoll Meldungen vor. Das macht die App-Daten wenig repräsentativ. © Ahlers, Marie

Verlässliche Daten fehlen

Die kleinen Waben auf der Karte können also höchstens einen Eindruck vermitteln, wie die Netzabdeckung an einem Ort funktioniert. Zumindest, solange nicht mehr Dortmunder ihre Infos per App an die Bundesnetzagentur weitergeben.

Dass die Angaben der Karte nicht repräsentativ sind, gesteht auch die Bundesnetzagentur selbst auf ihrer Website. Verlässliche Daten, welche Orte in Dortmund von den Mobilfunkmasten nicht ausreichend versorgt werden, gibt es nicht.

Bedarf haben Netzbetreiber jedoch offenbar im Dortmunder Westen festgestellt: Hier sollen zwei Sendemasten aufgestellt werden, sobald die städtische Bauaufsicht dies genehmigt: Sie sollen in Wischlingen und Dorstfeld aufgestellt werden. Das gibt der Branchenverband Bitkom auf seiner Website bekannt.

Und auch unter der Erde tut sich was: Anfang 2020 will Netzbetreiber Telefónica die Technik in den Tunneln und Stationen der Stadtbahn erneuern. Dann soll auch hier das Internet flotter werden.

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