Mysteriöses blutverschmiertes Tablet führt zu Ärger mit der Bundespolizei

Bundespolizei-Einsatz

Am Dortmunder Hauptbahnhof fand ein Bahnmitarbeiter ein blutverschmiertes Tablet am Sonntagabend (15.3.) auf. Ein blutender 18-Jähriger sorgt danach für Ärger auf der Bundespolizeiwache.

Dortmund

von Nick Kaspers

, 17.03.2020, 18:05 Uhr / Lesedauer: 1 min
Ein mysteriöses Tablett mit Blutspuren sorgte für Aufsehen und einen Einsatz der Bundespolizei.

Ein mysteriöses Tablett mit Blutspuren sorgte für Aufsehen und einen Einsatz der Bundespolizei. © Polizei Dortmund

Am Sonntagabend (15.3.) stellte die Bundespolizei ein blutverschmiertes Tablet sicher, das zuvor ein Bahnmitarbeiter am Nordausgang des Dortmunder Hauptbahnhofs gefunden hatte. Ein Test ergab, dass es sich um menschliches Blut handelte.

Kurz darauf erhielt die Bundespolizei Meldung darüber, dass sich eine blutende Person in einem Thalys-Zug in der Abstellgruppe an der Werkmeisterstraße in Dortmund befinden würde. Es handelte sich um einen stark alkoholisierten 18-Jährigen aus Kempen.

Nachdem er in eine Dortmunder Klinik gebracht worden war, leiteten ihn die Bundespolizisten am Montag (16.3.) zur Bundespolizeiwache. Dort gab der Mann an, der Besitzer des Tablets zu sein. Das Gerät blieb aufgrund fehlenden Nachweises sichergestellt.

Mann wird aggressiv und handgreiflich

Der 18-Jährige reagierte aggressiv auf die Maßnahmen der Bundespolizei und störte dadurch den Wachenbetrieb. Nachdem er der Wache verwiesen und von den Bundespolizisten hinausgeschoben wurde, wurde der Kempener handgreiflich und stellte sich den Beamten in Kampfstellung entgegen.

Die Bundespolizisten stoppten ihn durch den Einsatz von Pfefferspray und nahmen ihn fest. Gegen ihn wurde ein Strafverfahren wegen Beleidigung, Körperverletzung, Bedrohung und tätlichen Angriffs auf Polizeibeamte eingeleitet.

Lesen Sie jetzt
Hellweger Anzeiger Verstoß gegen Infektionsschutz
Polizei stoppt Supermarkt-Eröffnung mit 200 Menschen in der Nordstadt