Diese mutigen Dortmunder retteten Leben und stellten Verbrecher

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Zerstörte Lkw, Kinder in Not, Verfolgungsjagden: Es waren filmreife Geschichten, in denen zwölf Bürger mutige Dinge taten. Nun wurden sie von Dortmunds Polizeipräsident ausgezeichnet.

Dortmund

, 03.12.2019, 12:29 Uhr / Lesedauer: 2 min

Manche Bürger hätten zwar das Gefühl, dass anständiges Verhalten in unserer Gesellschaft immer weniger vorkomme, sagte Polizeipräsident Gregor Lange. Jedoch gebe es auch zahlreiche Beispiele, in denen die Bürger füreinander einstehen und sich auch in echten Extremsituationen untereinander helfen.

„Nicht wegzugucken, wenn jemand in Not ist, ist aber nicht selbstverständlich“, so der Behördenleiter. Deshalb freue er sich über seine Lieblingsveranstaltung im Jahr: die Ehrung derer Menschen, die andere gerettet oder Straftaten vereitelt haben.

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Zwei Fälle spielten auf den Autobahnen rund um Dortmund: Sylvia Oberste-Berghaus und Philipp Hacker haben bei einem schweren Unfall Erste Hilfe geleistet und Rettungskräfte entlastet. Allein dass sie den Hund eines Verletzten trotz 30-Kilometer-Umwegs nach Hause brachten, half dem Rettungsdienst sehr.

Herbert Hartwig kletterte zu einem schwer verletzten Lkw-Fahrer ins zerstörte Führerhaus – mit der Absicht, ihm „nur noch ein paar Minuten Zuspruch zu geben. Der war voll mit Blut, wie ein Zombie“. Mit der Hilfe eines Sanitäters setzte er dem Mann Spritzen, saß eineinhalb Stunden lang neben ihm und rettete ihm schließlich das Leben.

Vierjähriger wurde aus einem heißen Auto gerettet

Regina Weber bekam schon im Sommer viel Aufmerksamkeit, als sie an einem heißen Tag an der Hochofenstraße ein Auto entdeckte, in dem ein Vierjähriger regungslos lag. Nachdem sie den Notruf wählte, wurde das Kind aus dem heißen Wagen befreit.

Zu Festnahmen führte das mutige Verhalten von Nathalie Salamon und Daniel Fiedler. An der Semerteichstraße sah Fiedler drei junge Frauen, die Geld aus einem Portemonnaie nahm und die Geldbörse danach ins Gebüsch warf.

Festnahmen in Hörde und Scharnhorst

Als die Frauen weggingen, nahm er das Portemonnaie und sah anhand von Karten darin, dass der rechtmäßige Besitzer nicht zu der Gruppe passte. Fiedler informierte die Polizei und fuhr den Frauen im Auto hinterher, um sie im Blick zu behalten, bis die Beamten eintrafen.

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Nathalie Salamon war in Scharnhorst im Auto unterwegs, als ihr drei Männer auffielen, die sich verdächtig verhielten. Einer hatte eine Brechstange in der Hand. Nathalie Salamon rief die Polizei und ging den Männern zu Fuß hinterher, bis die Polizisten eintrafen.

„Sie sind durch eine Wohnsiedlung gelaufen und haben sich Kellertüren angesehen“, erzählt die 34-Jährige. Da dachte sie sich, das müssen Einbrecher sein. Bei der Kontrolle stieß die Polizei tatsächlich auf ein Auto, in dem Diebesgut gefunden wurde.

Serie

Zivilcourage

Polizeipräsident Gregor Lange zeichnet jedes Jahr Dortmunder aus, die mit besonderer Zivilcourage zur Vereitelung von Straftaten oder zur Festnahme von Kriminellen beigetragen haben. Einige ihrer Geschichten erzählen wir in einer Serie.
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