Diese Auswirkungen hat die Bomben-Evakuierung am 12. Januar auf den Zugverkehr

Blindgänger-Entschärfung

Wenn am 12. Januar Teile der Dortmunder Innenstadt wegen der Suche nach Bombenblindgängern evakuiert werden, ist auch der Hauptbahnhof betroffen. Infos für Zugreisende sind noch spärlich.

Dortmund

, 04.01.2020, 04:30 Uhr / Lesedauer: 2 min
Diese Auswirkungen hat die Bomben-Evakuierung am 12. Januar auf den Zugverkehr

Auch der Dortmunder Hauptbahnhof ist von der Evakuierungsaktion am 12. Januar betroffen. © Hans Blossey

Voraussichtlich am 8. Januar (Mittwoch) will die Stadt Dortmund über weitere Details zur Bombenentschärfung und Evakuierung am 12. Januar (Sonntag) in der Dortmunder Innenstadt informieren. Für Menschen, die für diesen Tag eine Zugreise planen, ist das sehr kurzfristig. Deshalb hagelt es jetzt schon Anfragen an die Bahn mit Fragen, ob und wann Züge noch fahren. Das ist das, was wir bislang wissen.

„Ab 13 Uhr geht hier am 12. Januar nichts mehr.“ Diese Auskunft bekommt man am Infoschalter im Hauptbahnhof, wenn man sich nach Zugverbindungen am 12. Januar erkundigt.

Noch keine zeitliche Festlegung

Bei der Pressestelle der Bahn in Düsseldorf gibt man sich da ein wenig unverbindlicher: „Über einen konkreten Zeitpunkt für Sperrungen können wir noch nichts sagen. Wir sind da auf die Anweisungen der Behörden vor Ort angewiesen“, erklärt ein Sprecher auf Anfrage.

Klar ist: Teile des Hauptbahnhofs und fast das komplette Gleisbett im Westen des Bahnhofs liegen im Evakuierungsradius, den die Stadt um die Bombenverdachtspunkte gezogen hat. Der nächstgelegene Punkt, an dem nach den Sondierungen eine Bombe liegen könnte, ist am Hohen Wall nahe Westentor.

Diese Auswirkungen hat die Bomben-Evakuierung am 12. Januar auf den Zugverkehr

In diesem Radius werden am 12. Januar 2020 alle Häuser evakuiert. Auch die westliche Bahnzufahrt am Hauptbahnhof (oben) liegt im Sperrgebiet. © Stadt Dortmund

Fest steht deshalb, dass der Haupteingang des Hauptbahnhofs am Königswall bereits ab Sonntagmorgen (12.1.) gesperrt ist. Erreichbar sind die Bahnsteige dann nur über den Nordeingang.

Fernverkehr wird umgeleitet

Spätestens mit Beginn der weiteren Sondierung und möglichen Entschärfung der Bombenblindgänger muss dann auch der Zugverkehr am Hauptbahnhof eingestellt werden. „Es wird zu Halt-Ausfällen und Verspätungen kommen“, erklärt der Bahnsprecher. Auch der Fernverkehr werde zeitweise umgeleitet. Weil der konkrete Zeitpunkt vom Verlauf der Evakuierung in der Innenstadt abhängt, gibt es dafür allerdings keinen konkreten Zeitpunkt.

Reisen möglichst früh antreten

Der Tipp lautet: Zugreisen ab Dortmund-Hauptbahnhof sollte man am 12. Januar möglichst früh – also am Morgen oder frühen Vormittag – antreten.

Um 8 Uhr beginnt an diesem Sonntag die Evakuierung aller Gebäude im Klinikviertel, Teilen der City, des Union-Viertels und des Kreuzviertels. Bis dahin sollen möglichst alle Anwohner ihre Wohnungen verlassen zu haben.

Erfahrungsgemäß dauert es aber einige Stunden, bis das der Fall ist und die Kontrollen durch städtische Mitarbeiter in den betroffenen Straßen abgeschlossen sind. Wann die Sperrungen am Nachmittag oder Abend aufgehoben werden, ist ebenfalls noch nicht absehbar.

Betroffen von den Sperrungen ist auch die S-Bahn-Linie 4, deren Strecke mit dem Halt an der Möllerbrücke mitten durch das Evakuierungsgebiet verläuft.

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