Die „Super-Radwege“ am Wallring kommen - Viele Parkplätze fallen weg

dz„Radwall“-Pläne

In der Politik gibt es eine breite Mehrheit für die Pläne, komfortable Radwege und Fahrradstraßen am Wall zu schaffen. Nun gibt es auch einen konkreten Zeitplan.

Dortmund

, 08.11.2019, 04:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Von einem Meilenstein für den Radverkehr in Dortmund sprach Planungsdezernent Ludger Wilde. Und die Politik bewertet die Pläne für die „Super-Radwege“ am Ostwall und Schwanenwall ebenfalls positiv.

Dort, wo es bislang nur verschlungene schmale Radwege vorbei an parkenden Autos gibt, soll es bald auf beiden Seiten des Walls komfortable Radwege und Fahrradstraßen geben, die über die bisherigen Nebenfahrbahnen beziehungsweise Parkstreifen des Walls führen.

Neue Qualität

Von einer Qualität, „die wir so in Dortmund noch nicht haben und auch noch nicht kennen“, sprach Verkehrsplaner Andreas Meißner im Ausschuss für Umwelt und Stadtentwicklung. Und die Politik sieht das genauso.

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Die Radwege würden deutlich attraktiver. Dazu bringe die Neugestaltung auch Verbesserungen für Fußgänger, zeigte sich SPD-Sprecherin Monika Lührs in der Ausschusssitzung überzeugt. Da sei es auch zu verschmerzen, dass 180 der 780 Parkplätze in diesem Bereich des Walls wegfallen, ergänzte CDU-Sprecher Uwe Waßmann.

Matthias Dudde von den Grünen mahnte aber auch eine Lösung für die Durchquerung der City per Rad an. Dort werde es allerdings keine Vorzugstraße für Radfahrer, sondern Mischverkehrsflächen geben, deutete Ludger Wilde an. Das gilt vor allem für die Umgestaltung auf dem zentralen Abschnitt der Kampstraße, die im April nächsten Jahres beginnen soll.

Gesamter Wall im Blick

Generell machten die Verkehrsplaner aber deutlich, dass der „Radwall“ nur der Beginn für eine deutliche Verbesserung der Radverkehrsbedingungen in der Innenstadt ist. Langfristig soll der gesamte Wallring untersucht und umgestaltet werden.

Die größten Probleme dürfte es dabei am Königswall geben, wo der Platz zwischen Burgtor und Hauptbahnhof durch die Bebauung besonders eng ist.

Am Ostwall und Schwanenwall soll es nun aber möglichst schnell gehen.

Der Radwall sei eine von 16 Maßnahmen aus dem Landes-Förderprojekt Emissionsfreie Innenstadt, das auf drei Jahre befristet sei, erklärte Andreas Meißner. Das bedeutet, dass der Umbau bis 2022 nicht nur erledigt, sondern auch abgerechnet sein muss. Bis Mitte 2020 soll die Ausführungsplanung stehen und der Baubeschluss gefasst werden. Gebaut werden soll dann von März bis November 2021.

Infoveranstaltung für Bürger

Vorher kommen aber auch noch die Bürger, insbesondere die betroffenen Anlieger zu Wort. Am 26. November um 18 Uhr soll dazu eine Bürgerinfo-Veranstaltung im Gartensaal des Baukunstarchivs am Ostwall stattfinden, kündigte Andreas Meißner an.

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