Dortmunder CDU: Hansaplatz ist für Baupläne tabu

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Die Pläne für eine teilweise Bebauung des Hansaplatzes sind vorerst auf Eis gelegt. Für drei bis vier Jahre, heißt es. Die CDU bezieht aber schon jetzt grundsätzlich Position.

Dortmund

, 02.10.2019, 11:52 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Begeisterung hielt sich in Grenzen, dass die mehr als 20 Jahre alten Überlegungen für eine teilweise Bebauung des Hansaplatzes mit einer gläsernen Halle Anfang dieses Jahres wieder aktuell geworden sind – zumal aus der anfangs geplanten Markthalle nun ein Gastronomie-Pavillon geworden ist.

Nicht nur Schausteller und Markthändler äußerten sich ablehnend. Bei einem Bürgerforum zur Zukunft der City-Plätze gab es auch von den Bürgern überwiegend Kritik an dem Vorhaben.

Entscheidung fällt erst, wenn der Boulevard Kampstraße fertig ist

Die Stadtplaner zogen daraus die Konsequenzen. Man habe sich mit allen Beteiligten darauf verständigt, „eine Entscheidung zur Teilbebauung des Hansaplatzes nicht jetzt, sondern erst in etwa drei bis vier Jahren zu treffen, also nach der Fertigstellung des Boulevards Kampstraße“, teilte die Verwaltung Mitte September mit.

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Trotzdem hat sich die CDU im Rat jetzt noch einmal positioniert – und zwar so klar, dass die Entscheidung wohl auch in einigen Jahren bei einer möglichen Wiedervorlage der Pläne nicht anders ausfallen dürfte. Denn die Bedenken gegen die Bebauung sind grundätzlicher Art.

„Der Hansaplatz ist eines der Herzstücke im Innenstadtbereich, auf dem regelmäßig verschiedenste Großveranstaltungen stattfinden“, erklärt der planungspolitische Sprecher der CDU-Fraktion, Uwe Waßmann.

Der Hansaplatz ist der größte Platz in der City

Als Beispiele nennt er den Weihnachtsmarkt, BVB-Feiern, Public Viewing oder auch Großveranstaltungen wie den Evangelischen Kirchentag. Dafür sei der Hansaplatz unverzichtbar, weil er mit etwa 10.000 Quadratmetern der flächenmäßig größte Platz in der City sei. Die „Planspiele einer Bebauung“ würden dazu führen, dass derartige Großveranstaltungen in der City nicht mehr möglich wären. „Das wollen wir nicht“, erklärt Waßmann.

Hintergrund für die Bedenken, die vor allem von den Schaustellern vorgetragen werden, seien Sicherheitsbedenken, erläutert die CDU in einer Erklärung. Der Weihnachtsmarkt mit dem größten Weihnachtsbaum der Welt bekäme ebenso Probleme wie die Schlager-Weihnacht des WDR. „Die CDU hat daher großes Verständnis für die ablehnende Haltung der Schausteller. Wir würden eine der großen Attraktionen der Stadt ohne Not gefährden“, erklärt Waßmann.

Sorge um den Weihnachtsmarkt

Skeptisch zeigt sich die CDU auch bei dem Verweis der Verwaltung auf die Neugestaltung des Boulevard Kampstraße, mit dem neue Möglichkeiten für den Weihnachtsmarkt entstehen würden.

Dortmunder CDU: Hansaplatz ist für Baupläne tabu

Die CDU sorgt sich auch um den Weihnachtsmarkt mit dem größten Weihnachtsbaum der Welt auf dem Hansaplatz. © Stephan Schütze

„Wenn der Weihnachtsmarkt auch zukünftig attraktive Angebote unterbreiten soll, wird das bei der aktuellen Planung des Boulevards nicht einfacher, sondern eher schwieriger“, meint Uwe Waßmann. Daher lehne man als CDU-Fraktion eine Bebauung des Hansaplatzes ab - „im Interesse der Stadt Dortmund“.

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