Die B1-Initiative hat weiter Dialog-Bedarf in puncto Stadtbahn-Stationen

B1-Umbau

Im Gegensatz zur Stadtverwaltung sieht die B1-Initiative die Ergebnisse des Dialogverfahrens zum Umbau der Stadtbahn-Stationen an der B1 weiter kritisch. Sie erneuert ihre Forderungen.

Dortmund

, 11.12.2018 / Lesedauer: 2 min
Die B1-Initiative hat weiter Dialog-Bedarf in puncto Stadtbahn-Stationen

Die Umgestaltung der Stadtbahnstationen an der B1 und der Umgang mit der B1-Allee sorgt weiter für Diskussionen. © Dieter Menne

Als erfolgreich wertet die Verwaltung den Dialog mit Anwohnern der Gartenstadt zum geplanten barrierefreien Umbau der Stadtbahn-Stationen auf der Bundesstraße 1. Die Abgas-Schutzgemeinschaft B1 sieht das deutlich kritischer. „Wesentliche Sachfragen konnten aufgrund des von außen aufgebauten Zeitdrucks im Dialogverfahren nicht geklärt werden“, bilanziert der Vorsitzende der Initiative, Gerd Schubert.

Vor allem bei einer zentralen Forderung der Anwohner hat die Verwaltung kein Entgegenkommen gezeigt. Eine Mehrheit der Bürger vor Ort wünscht sich ebenerdige Zugänge zu den Stadtbahn-Haltestellen statt Brücken und störanfällige Aufzüge, wie auch die Rückmeldungen bei der letzten Infomesse zu den Ergebnissen des Dialogverfahrens in der Gesamtschule Gartenstadt zeigten. Doch die Politik hatte schon im Vorfeld die Überlegung, zusätzliche Ampeln dafür an der B1 einzurichten, ausgeschlossen.

Ein weiteres Gutachten zur Rettung der B1-Allee

Als Teilerfolg können die am Dialogverfahren beteiligten Initiativen für sich verbuchen, dass die Verwaltung weitere Gutachten vergeben will. So sollen Fachleute prüfen, ob und auf welche Weise so viele Platanen und Linden wie möglich entlang der B1 erhalten werden können – etwa durch Aufständerung der Bahnsteige oder durch Verpflanzen von Bäumen. Außerdem wird eine Neuordnung des Knotenpunktes B1/Semerteichstraße/Voßkuhle untersucht, wie sie Experten der Initiative „B1 Dortmundplus“ vorgeschlagen haben.

Vorab soll der Rat aber am Donnerstag schon einmal den aktuellen Verfahrensstand festschreiben. Die Schutzgemeinschaft hat sich deshalb in einem Brief an alle Ratsvertreter gewandt, in dem sie ihre Forderungen erneuert. Dazu gehören auch ein ganztägiges Durchfahrtsverbot für Lkw und ein umfassendes städtebauliches Konzept für die B1 hin zu einer Stadtstraße. „Die Politik darf sich nicht als Anwalt des Durchgangsverkehrs durch die Stadt verstehen“, erklärt Schubert.

Sein Fazit: „Für die B1-Initiative ist der Dialog noch nicht beendet, sie wird in den kommenden Monaten das Planungsverfahren weiterhin kritisch begleiten.“

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