Der Trödelmarkt im Westpark geht in die zweite Corona-Runde

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„Immer noch eine Herausforderung“: Trödelmarkt in Zeiten von Corona. Nach dem Testversuch im Juli wird der Trödelmarkt im Westpark nun fortgesetzt. Es gibt aber einige Änderungen.

von Sophie Conrad

Dortmund

, 19.08.2020, 04:10 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der „Westpark-Trödel“ gehört zu den beliebtesten kleinen Märkten in Dortmund. Dementsprechend hoch war der Ansturm im Juli bei dem ersten Testversuch in Corona-Zeiten. Veränderungen sollen die zunächst mittelmäßige Resonanz beim zweiten Markt am Sonntag (23.8.) verbessern.

„Völlig neues Herantasten an das Thema Trödelmarkt“

Eintrittspreise, lange Wartezeiten und Besucherschlangen - das soll es beim nächsten Mal nicht mehr geben. Die Erfahrungen des ersten Marktes zeigen: Es sind doch noch einige Verbesserungen notwendig, sowohl für Besucher, als auch Veranstalter.

So ausgelassen wie beim Westend-Sommer in vergangenen Jahren darf jetzt nicht mehr gewühlt werden.

So unbedarft wie beim Westend-Sommer in vergangenen Jahren darf jetzt nicht mehr gewühlt werden. © Oliver Schaper (Archiv)

Für die Besucher bedeutet das zu allererst: Keine Eintrittspreise mehr! Mit Empörung hatten viele Dortmunder im Juli reagiert, als sie erstmalig Eintritt zahlen mussten. Für diese Neuerung wurde sich aber bewusst entschieden, um den Besucherandrang zu reduzieren, wie im Nachhinein erklärt wurde. Diesmal soll das anders gelöst werden.

Steigende Infektionszahlen - Höhere Besucherzahlen?

Trotz wieder ansteigender Infektionszahlen in den vergangenen Wochen wurde die zugelassene Besucherzahl erhöht. Diesmal dürfen fast 200 Besucher mehr auf das Gelände, insgesamt 550 Besucher gleichzeitig sind jetzt erlaubt. Die Fläche von sieben Quadratmetern pro Person soll aber beibehalten werden, indem die gesamte Fläche des Trödelmarktes vergrößert wird.

Außerdem sind für den nächsten Trödelmarkt vier weitere Ein- und Ausgänge geplant, somit sind es dann sieben Stück. An jedem dieser Zugänge stehe ein Desinfektionsmittelständer bereit. „Das wird genau wie im Einzelhandel gehandhabt“, teilt der Veranstalter mit. Gezählt wird mit einer Handy-App, um Irrtümer zu vermeiden und die Sicherheit zu gewährleisten.

„Kein erhöhtes Risiko im Vergleich zu Juli“

Zwar dürfe man das Gebiet des Trödelmarktes bis auf die Grünflächen erweitern, wenn man das Hygiene-Konzept der Stadt Dortmund betrachtet. Das ist aber bisher nicht geplant, um die großen Abstände zwischen Besuchern und Verkäufern beizubehalten. „Dabei würden wir uns nicht wohlfühlen“, so Tobias Klotz, Veranstalter der AIG Westend.

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Zudem wurde die Maskenpflicht erweitert. Zuvor waren nur die Besucher verpflichtet einen Mund- und Nasenschutz zu tragen - die Verkäufer lediglich im Verkaufsgespräch. Laut Beschwerden einiger Besucher wurde sich daran nicht immer gehalten, was zu einer Verschärfung für die Verkäufer geführt hat.

„Befindet sich der Verkäufer nicht eindeutig in einer Ruheposition, muss eine Maske getragen werden“, erklärt Klotz. In diesem Fall bedeutet das, der Verkäufer müsse sitzen, damit er die Maske abnehmen dürfe.

Klotz ist sich sicher: Mit der Erweiterung der Maskenpflicht, zusätzlichen Ein- und Ausgängen, der Vergrößerung der Fläche sowie der permanenten frischen Luft bestünde sowohl für die Besucher als auch für die Verkäufer kein erhöhtes Risiko im Vergleich zum Juli - trotz wieder steigender Infektionszahlen.

Hoher Besucherandrang wird erwartet

„Wir sind in freudiger Erwartung auf den nächsten Markt, die Angst vor Besucherandrang bleibt jedoch immer eine Befürchtung. Wir können nicht einschätzen, wie viele Besucher kommen werden“, erklärt Klotz.

Die Standplätze sind schon zu 80 Prozent vergeben. Mit dem Wegfall der Eintrittspreise und dem Ende der Sommerferien werden noch mehr Besucher erwartet als im Juli. Da waren insgesamt 2000 Besucher über den Tag verteilt vor Ort. Diesmal wird mit einer Besucherzahl zwischen 2000 und 2500 Besuchern gerechnet.

Deshalb wird, trotz vergrößerter Fläche, vonseiten der Veranstalter empfohlen, nicht zu den Stoßzeiten zwischen 11 und 14 Uhr zu kommen, sondern den Westpark-Trödel eher zu den Randzeiten zu besuchen. So könne man ohne Wartezeit in Ruhe über den Markt schlendern.

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