„Der letzte Bulle“ jagt Verbrecher im Dortmunder Hafen - Sperrungen an der Speicherstraße

Dreharbeiten

Schüsse werden fallen im Hafen. Doch die Anwohner sollten sich nicht beunruhigen. Und nicht die Polizei rufen. Denn die ist sozusagen schon da. Es laufen Dreharbeiten für „Der letzte Bulle“.

Dortmund

, 19.10.2018, 18:59 Uhr / Lesedauer: 2 min
„Der letzte Bulle“ jagt Verbrecher im Dortmunder Hafen - Sperrungen an der Speicherstraße

Schauspieler Henning Baum alias Mick Brisgau - hier beim Dreh in Köln - wird auch in der Speicherstraße im Dortmunder Hafen ermitteln. © dpa

Nachdem bereits Dortmund-Tatort-Kommissar Faber und sein Team in der Folge „Hundstage“ an der Speicherstraße auf Spurensuche gegangen sind, hat nun auch die Westside Filmproduktion den rauen Charme des Dortmunder Hafen als Kulisse entdeckt. Von Montag, 22. Oktober, bis einschließlich Mittwoch, 24. Oktober, wird gedreht: Henning Baum schlüpft wieder in die Rolle des Mick Brisgau und jagt als „Der letzte Bulle“ Verbrechern hinterher. So, wie er es in mehr als 60 Folgen in der gleichnamigen TV-Serie bei Sat.1 gemacht hat.

Diesmal geht es auf die ganz große Leinwand: „Der letzte Bulle“ wird als Kinofilm gedreht, der 2019 seine Premiere haben soll.

Flugblätter für die Anwohner im Hafen

Drehorte sind das Raiffeisen-Gelände und das Gebäude Speicherstraße 56. Früher saßen dort mal Mitarbeiter von Rhenus, die sich vermutlich nur mit sehr viel Phantasie hätten vorstellen können, dass ihre Büros jemals als Kulisse für ein Bordell herhalten könnten, in dem auch noch jemand umgebracht wird. Filmer schaffen Welten, in denen Menschen aus dem Fenster springen, Gute und Böse miteinander kämpfen und sich gegenseitig beschießen.

Wohl ahnend, dass Geräusche dieser Art verstörend auf manche Anwohner wirken könnten, hat die Westside Filmproduktion vorbeugend Flugblätter im Umfeld des Dortmunder Hafens verteilen lassen. Darin ist zu lesen, dass ein „Schusswechsel“ geplant sei, von dessen „Knall- und Schussgeräuschen“ sich aber bitte niemand beunruhigen lassen solle. Es handele sich um „kontrollierte Spezialeffeke“, für die Sicherheitsvorkehrungen getroffen würden.

Halteverbote und Sperrungen an der Speicherstraße

Es werden Halteverbotszonen eingerichtet, die von Sonntagabend 18 bis Donnerstagnacht um 2 Uhr dauern. Und es wird während der Dreharbeiten auf dem Abschnitt Speicherstraße 40 und Speicherstraße 100 zu Sperrungen für Autos, Radfahrer und Fußgänger kommen. Kurzzeitig sollen sie sein, jeweils maximal zehn Minuten „Action“, dann soll der Verkehr wieder fließen.

Wer innerhalb dieser zehn Minuten vor der Absperrung steht, kann vielleicht einen Blick auf die erhaschen, die man sonst nur vom Fernsehen kennt: Neben dem „letzten Bullen“ Mick Brisgau alias Henning Baum steht unter anderem Muskelmann Ralf Möller vor der Kamera. Hergestellt wird der Kinofilm, der weitere Drehorte in Nordrhein-Westfalen hat, von Westside Filmproduktion in Zusammenarbeit mit Seven Pictures und Warner Bros.

Die Regie führt Peter Thorwarth („Bang Boom Bang“, „Die Welle“). Irgendwann in der Nacht zu Donnerstag (25. Oktober) packt der rund 70 Köpfe große Tross ein, und die Speicherstraße gerät wieder aus dem Rampenlicht. Schüsse sollten dann nicht mehr zu hören sein.

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