In Dortmund soll niemand mehr als 500 Meter bis zum nächsten Lebensmittelladen laufen müssen. Das ist das Ziel. Davon können Tausende Menschen im Stadtgebiet nur träumen.

Dortmund

, 05.07.2018, 13:34 Uhr / Lesedauer: 7 min

Noch gar nicht lange her, da kam sich Christa Sperlhof vor wie vom Rest der Welt abgeschnitten. Die 80-Jährige wohnt im Hochhaus am Langeloh in Löttringhausen. Als Aldi in dem kleinen Einkaufszentrum unten zu Füßen des Hochhauses 2015 Knall auf Fall die Türen schloss, war das ein Schock für die älteren Anwohner. Weit und breit kein einziger Lebensmittelladen. Nicht mal ein Kiosk.

„Hier ist doch sonst nichts“, sagt Christa Sperlhoff. Und mit dem Bus ins rund vier Kilometer entfernte Hombruch zu fahren, sei ihr mit dem Rollator schwergefallen „Das wollte ich nicht.“ Also hat ihr Sohn, der in Kirchhörde wohnt, sie regelmäßig zum Einkaufen gebracht. Es kam auch häufiger vor, dass sich die Mitbewohner gegenseitig Bestellungen aufgaben.

Weil auch Nachbarin Jutta Hanke (82) ungern allein mit dem Bus nach Hombruch fährt, haben sie sich organisiert, sind oft in Gruppen von vier, fünf Leuten eingestiegen und haben ihren Mitbewohnern das Notwendigste mitgebracht. So sind die Einkaufstaschen mit der Zeit immer etwas schwerer geworden. „Es war mühsam“, sagt Jutta Hanke.

Der lange Weg zum Supermarkt

Jutta Hanke (82) und Christa Sperlhof (80) (v.l.) fanden das Einkaufen schwierig und mühsam. „Wir sind froh, dass es in Löttringhausen endlich wieder ein Lebensmittelgeschäft gibt.“ © Schaper

Und wie sie es gehasst habe, beim Nachbarn anzuklopfen, wenn am Ende doch wieder Eier, Mehl und Zucker gefehlt haben. „Wie in den 50er Jahren“, sagt sie ein bisschen verächtlich. Rund drei Jahre ging das so. Mitte Mai - endlich - hat nun der Vollsortimenter Edeka einen neuen Lebensmittelladen eröffnet. Was Jutta Hanke und Christa Sperlhof als „ungeheure Erleichterung“ empfinden. Es sei kein schönes Gefühl gewesen, ständig auf andere Menschen angewiesen zu sein, sagen die beiden Seniorinnen.

„Die Wege für die Kunden werden länger“

Dabei geben Fachleute Dortmund bei der Nahversorgung mit Lebensmittelgeschäften gute Noten. „Wir sind bestens aufgestellt“, findet Thomas Schäfer, Hauptgeschäftsführer des Einzelhandelsverbandes Westfalen-Münsterland. Natürlich gebe es auch Bereiche im Stadtgebiet, in denen Lebensmittelläden rar seien. „Die Anbieter argumentieren damit, dass es sich für sie nicht lohne“, sagt Schäfer.

Ulf Wollrath, Handelsexperte der IHK, hat eine Tendenz ausgemacht: „Die Knoten im Versorgungsnetz werden dicker, aber die Maschen weiter.“ Anbieter wie Aldi, Lidl & Co. seien auf Expansionskurs. Gut laufende Standorte würden ausgebaut und vergrößert, kleinere Geschäfte hingegen geschlossen. „Die Wege für den Kunden werden länger“, resümiert Wollrath.

Das, so der IHK-Geschäftsführer, sei ein rein marktwirtschaftlicher Prozess. Das Nachsehen haben die Kunden. Vor allem Ältere und Menschen, die wenig mobil sind. Denn rund 80 Prozent der Lebensmittel, weiß Wollrath, würden eigentlich direkt am Wohnort gekauft.

Laden am Borsigplatz steht seit sechs Jahren leer

Das würde auch Annachristina Klitzke gern tun. Die 33-jährige Mutter dreier Kinder ist am Borsigplatz aufgewachsen. Sie hat erlebt, wie die Edeka-Filale 2012 dicht gemacht wurde - und sich bis heute kein Nachfolger gefunden hat. Also macht sie sich zwei- bis dreimal wöchentlich zu Fuß auf den Weg zu den Lebensmittelgeschäften an der Borsigstraße. „20 bis 30 Minuten bin ich dann unterwegs“, sagt sie. Die Kinder nimmt sie meistens mit. „Die helfen mir beim Tragen.“

Sicher, Kleinigkeiten wie Öl, Margarine, Butter, die könne sie am Borsigplatz in einem der vielen ausländischen Spezialitätenläden kaufen. „Das ist dann aber auch entsprechend teurer“, sagt Klitzke. „Ich kann nicht verstehen, warum sich in dem früheren Edeka-Laden kein neuer Supermarkt oder zumindest ein Discounter ansiedeln lässt.“ Schwierig sei das, heißt es bei der Stadt. Weil das Grundstück gleich mehreren Eigentümern gehöre, unter denen das Interesse an einer Belebung offenbar unterschiedlich stark ausgeprägt sei.

Stadt strebt neuen Ladenstandort an

Annachristina Klitzke wird sich gedulden müssen: Die Stadt will das Borsigplatz-Quartier in den Südwesten des Westfalenhütten-Areals erweitern und ein neues Wohngebiet entwickeln. Der Bebauungsplan ist in Vorbereitung – und schafft an der Ecke Stahlwerkstraße/Dürener Straße den Platz für einen neuen Lebensmittelladen im Vollsortiment. Ungefähr drei Jahre soll das dauern. Bis dahin heißt es für Annachristina Klitzke und ihre Kinder: laufen und schleppen.

Der lange Weg zum Supermarkt

Weiße Flecken: Im Büro von Stadtplaner Stefan Thabe hängt eine Karte, die die Situation der Lebensmittelversorgung in Dortmund aufzeigt. © Beushausen

Stefan Thabe ist Bereichsleiter der Stadtentwicklung in der Verwaltung. Er legt einen Wälzer auf seinen Schreibtisch. „Masterplan Einzelhandel“ steht drauf. 540 Seiten in DIN A4-Format. Analysen und Grafiken und Tabellen und Zahlen, schier endlose Kolonnen. Es ist ein Regelwerk, das die Stadt sich selbst und den Investoren auferlegt hat. Es beschreibt bis ins Detail, welche Art von Einzelhandelsbetrieb mit welchem Sortiment sich wo niederlassen darf.

Ein Anbieter, der sein Geschäft in einem Wohnquartier eröffnen möchte, darf beispielsweise nicht mehr als 50 Stellplätze für seine Kunden vorhalten. So soll verhindert werden, dass die Strahlkraft seines Ladens über das Quartier hinausreicht und er anderen, weiter entfernten Geschäften in zentralen Einkaufsmeilen die Kunden abwirbt.

Die Stadt will den Wettbewerb über Bauleitpläne lenken: Sie kann eine Ansiedlung fördern; sie kann sie aber auch verhindern, wenn sie sich schädlich auf die Zentren auswirken. So soll vermieden werden, dass sich Standorte gegenseitig solange Konkurrenz machen, bis einer in die Knie geht. Deshalb hat die Verwaltung auch den Vorstoß eines Anbieters abgelehnt, einen Lebensmittelmarkt auf der „Grünen Wiese“ im ehemaligen Herde's Gartencenter an der Bornstraße zu eröffnen. Ein anderer Investor holte sich an der Zillestraße eine Abfuhr – das sei zu große Konkurrenz für die Läden im Ortskern von Wellinghofen.

Dortmund liegt im Mittelfeld

Der Masterplan Einzelhandel setzt Leitplanken und gibt Orientierung. Nach Berechnungen von Experten aus dem Jahr 2011 hat beispielsweise der Stadtbezirk Huckarde die geringste Verkaufsfläche für Lebensmittel: 0,31 Quadratmeter pro Einwohner. Und Lütgendortmund die größte: 0,50 Quadratmeter pro Einwohner.

Man liest, dass der „gesamtstädtische Durchschnitt bei rund 0,40 Quadratmeter pro Einwohner“ liegt. Und Dortmund damit insgesamt einen Platz im bundesweiten Mittelfeld einnimmt. Aber was fangen Menschen wie Christa Sperlhoff und Jutta Hanke aus Löttringhausen und Annachristina Klitzke vom Borsigplatz mit solchen Zahlen an?

Jeder soll höchstens 500 Meter laufen müssen

Als gebürtiger Dortmunder kennt Thabe die Stadt in- und auswendig. Er ist Realist. Und weiß, dass sich die Wirklichkeit nicht immer nach der Vision der Planer richtet. Die hatte bei der Verabschiedung des Masterplans im Rat der Stadt 2013 einen ehernen Grundsatz aufgestellt: Keiner soll mehr als 500 Meter bis zum nächsten Lebensmittelladen laufen müssen, das ist das Ziel.

Davon können mehrere Tausend Menschen in Dortmund nur träumen. Während sich die Anbieter an manchen Standorten ballen und die Kunden zwischen einem Vollsortimenter und einem Discounter mit eingeschränktem Angebot wählen können, gucken Bürger in anderen Ortsteilen in die Röhre. Thabe drückt das so aus: „Der 500 Meter-Radius wird sich in manchen Gebieten nur schwer oder vielleicht auch gar nicht umsetzen lassen.“

Der lange Weg zum Supermarkt

Das war einmal, dass die Schürener in ihrem Ladenzentrum einkaufen konnten. Bis die geplanten Neubauten stehen, müssen die Bürger ihre Lebensmittel in Aplerbeck besorgen. © Beushausen

Das gilt nicht nur für die Außenbereiche wie Sommerberg, Buchholz, Schanze und Schnee im südlichen Stadtgebiet. Auch, wer in Wichlinghofen wohnt, in Kirchderne oder in Kley südlich der S-Bahnlinie, muss für seinen Einkauf motorisiert sein. Seit dem Abriss der alten Ladenzeile gilt das auch für rund 10.000 Menschen in Schüren, denen nichts anderes übrig bleibt, als sich ins Auto oder in den Bus ins gut drei Kilometer entfernte Aplerbeck zu setzen.

„Vor allem für Ältere ist Einkaufen ein großes Problem“, sagt Ernst Lahme (81), ehemaliger Aplerbecker Bezirksvorsteher. Vor rund zehn Jahren hat er einen Bringdienst organisiert, bei dem ehrenamtliche Helfer der Caritas Bürger aus dem gesamten Stadtbezirk per Kombi kostenlos ins Rodenberg Center fahren, sie bei Einkäufen begleiten und nach einer Stunde wieder nach Hause bringen. Zweimal im Monat sind sie unterwegs, jeweils donnerstags und freitags. „Der Wagen ist voll“, sagt Lahme. Was ihn nicht weiter wundert. „In Sölderholz und Lichtendorf gibt es ja nichts, und ältere Menschen kommen dort ganz schlecht weg.“

Ein Kiosk bildet das geschäftliche Epizentrum von Deusen

Die Brötchen von Ismet Ilgün (51) gehen gut. Vor einem Jahr hat er den 30 Quadratmeter großen Kiosk an der Deusener Straße übernommen und ihn zum geschäftlichen Epizentrum des Ortes aufgebaut. Links neben dem Eingang stapeln sich die Bierkästen. Rechter Hand die Regale mit allerlei Kleinwaren: Eier, Kaffee, Sahne und Dosenmilch. Würstchen, Spargel im Glas, Zahnpasta, Toilettenpapier. „Was man halt so braucht“, sagt Ilgün. Fragt jemand nach Käse, besorgt er ihn aus der Pizzeria nebenan, die er ebenfalls betreibt.

Der lange Weg zum Supermarkt

Mit Ehefrau Hülya führt Ismet Ilgün seinen "Mini-Markt" in Deusen. Er hat eine Art Monopolstellung: Weitere Einkaufsmöglichkeiten gibt es in dem kleinen Ort nicht. © Beushausen

Früher war das ein Ladenlokal von Schlecker. Eine Tür weiter gab es einen Bäcker, jetzt hat dort ein Glastechniker sein Geschäft. „Wer einkaufen will, muss nach Huckarde“, sagt Ismet Ilgün, der mit seinem „Mini-Markt“ quasi eine Monopolstellung in Deusen hat. „Hier gibt es ja sonst nichts.“ Rund 2000 Menschen leben in dem Ortsteil – alles potenzielle Kunden für Rewe, Lidl, Aldi & Co. Doch die Chance ist gering, dass einer der Anbieter jemals einen Lebensmittelmarkt in Deusen eröffnet. Und sei es auch nur als Selbstbedienungsladen mit kleinem Sortiment.

Anbieter suchen sich die besten Lagen aus

Die Akteure der großen Lebensmittelketten prüfen genau, welche Standorte für sie infrage kommen. „Die Rahmenbedingungen müssen stimmen“, weiß Stadtplaner Thabe. Davon gibt es ein ganzes Bündel: Die Läden müssen gut erreichbar sein. Am besten sowohl mit dem Auto als auch mit Bus und Bahn.

Raum für Parkplätze muss vorhanden sein. Die finanziellen Vorstellungen des Grundstückseigentümers müssen passen. Und vor allem: Im Umkreis des Geschäftes sollen möglichst viele Menschen mit möglichst hoher Kaufkraft leben. Branchenkenner sagen, ein Anbieter wie beispielsweise Edeka Rhein-Ruhr kalkuliere für einen 1.500 Quadratmeter großen Laden mit mindestens 6000 Menschen im näheren Einzugsgebiet. Ab 2500 Quadratmeter Verkaufsfläche müssten es schon 10.000 Menschen sein.

Der lange Weg zum Supermarkt

In manchen Gebieten gibt es kein einziges Geschäft. An vielen anderen Standorten hingegen, wie etwa in Sölde, haben die Kunden die Wahl zwischen mehreren Anbietern. © Beushausen

Der Konkurrenzkampf im Lebensmittelhandel ist hart, die Gewinnspanne gering. „Wir entwickeln unser Filialnetz qualitativ und quantitativ dauerhaft weiter“, lässt etwa Lidl-Immobilienleiter Christian Staszak aus Bönen wissen. „Wir sind immer an neuen Standorten interessiert.“ Ebenso an der Erweiterung bestehender Läden, und das neuerdings auch in Kombination mit Wohnungen oder Geschäftsräumen, die der Discounter oberhalb seiner Filialen bauen will. Dafür werden zurzeit auch in Dortmund zwei mögliche Standorte intensiv geprüft.

Fahrende Supermärkte als Notlösung

Wenn Thomas Pilger, Betriebsleiter der Firma „M&B Landfrisch“ aus Schwerte seinen rollenden Supermarkt durch die Wohngebiete in Brackel, Neuasseln, Kirchderne oder durch die Bittermark steuert, dann sieht er all die Ladenlokale, in denen sich die Menschen früher vor der Haustür bequem mit frischen Lebensmitteln eindecken konnten. Jetzt aber sieht er „Leerstände und Discounter mit Billig-Angeboten“, wie sagt er. Vier Wagen sind in Dortmund unterwegs, jeweils mittwochs und donnerstags. Seine Fahrer haben Stammkunden, die sie mit Namen kennen, weil sie teilweise seit 20 Jahren zu festgelegten Zeiten am Wagen einkaufen.

Der lange Weg zum Supermarkt

Essen auf Rädern: Die rollenden Supermärkte, vier Stück an der Zahl, haben eine treue Kundschaft. Viele warten bereits, wenn Fahrer Achim Gerstenberg an den Haltepunkten eintrifft. © Beushausen


Öffnet Fahrer Achim Gerstenberg den Verkaufsraum, sieht man berstend volle Regale. Rund 5000 Produkte, verteilt über acht Quadratmeter. Nektarinen liegen da, Kartoffeln und Eier, mehrere Sorten Brot und Schinken bis hin zu Salaten, Geflügel, Schweine- und Rindfleisch, vieles direkt vom Bauernhof. „Haben Sie noch Erdbeeren?“, fragt Kundin Eva-Maria Unsell, als der rollende Supermarkt Am Marxbach in Hörde Station macht. „Und einen Joghurt hätte ich auch gern noch, Pfirsich-Maracuja.“

Sie sieht ihre Einkäufe als Ergänzung, andere decken sich gleich für Tage mit frischen Waren ein. Vorbei die Zeiten, da die fahrenden Supermärkte nur kleine Dörfer ansteuerten. Längst haben sie die Randgebiete großer Städte erobert und die Wohnquartiere in den Vororten. Überall dort, wo älteren Menschen der Weg zum Geschäft für die ein oder andere Kleinigkeiten zu mühsam geworden ist. Die Kunden sind qualitätsbewusst, haken nach und achten peinlich genau auf die Verfallsdaten.

Kunden aus dem Umkreis sollen Umsatz bringen

Die Supermärkte auf Rädern sind kein vollwertiger Ersatz für den Großeinkauf im Lebensmittelladen. Aber sie tragen zumindest dazu bei, jene Lücken zu füllen, die entstehen, wenn Filialen dicht gemacht werden oder das Angebot nicht passt. Neulich habe er zwei Anrufe aus der Bittermark erhalten, schildert Betriebsleiter Pilger. Es seien zwei Seniorinnen gewesen, die sich unter Tränen beklagt hätten, dass der Wagen diesmal nicht gekommen sei. „Hier gibt es doch sonst nichts, und wir kommen hier auch nicht weg“, hätten die beiden Damen gesagt. Pilger: „Ich hab' kurzerhand einen Bulli vollgepackt und den Frauen vorbeigeschickt.“

Der lange Weg zum Supermarkt

Levent Aydin leitet den Mitte Mai eröffneten Supermarkt in Löttringhausen. Damit das Geschäft wirtschaftlich ist, müssen neben Kunden aus Löttringhausen auch Käufer aus Kirchhörde für Umsatz sorgen. © Beushausen

Rund 24.000 Artikel stehen in den Regalen des neu eröffneten Edeka-Marktes in Löttringhausen. Es ist der erste Laden, den der 33-jährige Kaufmann Levent Aydin von Beginn an in eigener Regie betreibt. Mit knapp 1400 Quadratmetern ist der Laden, der Kunden ein volles Sortiment bietet, fast doppelt so groß wie der von Vorgänger Aldi. Das kleine Löttringhausen im Süden Dortmunds zählt knapp 1900 Einwohner.

„Das allein wird nicht reichen“, sagt Aydin. Er wird auch Kunden aus Kirchhörde brauchen. Der Edeka an der Hagener Straße weiter südlich liegt rund 1,9 Kilometer entfernt. Bis zum Rewe nach Brünninghausen in nördlicher Richtung sind es zwei Kilometer. Der Konkurrenzkampf ist eröffnet. Aydin meint, der Standort in Löttringhausen sei gut. Ob er sich auch langfristig durchsetzen wird? Das werde sich zeigen, antwortet Aydin. „Ich kann ja nicht Glaskugellesen.“

Nach Angaben der Stadt gibt es in Dortmund rund 200 Lebensmittelläden ab einer Größe von 400 Quadratmetern Verkaufsfläche. Daran gemessen, ist Rewe Dortmund mit 45 Läden der Marktführer. Dahinter rangieren Netto mit 33 Filialen, Aldi (28), Lidl (18) und Edeka (16). Der größte Supermarkt mit 2300 Quadratmetern steht an der Hartkortstraße in Hombruch. Den kleinsten Laden (der Kategorie ab 400 Quadratmeter) gibt es an der Wittener Straße in Dorstfeld mit 440 Quadratmetern. Alle Ansiedlungsvorhaben oder auch Erweiterungen werden vorab in einem Konsultationskreis abgestimmt, der dem Rat der Stadt eine Empfehlung gibt. In Konsultationskreis sitzen Vertreter der Stadt, der IHK, des Handelsverbandes und der Gewerkschaft Verdi. Die Leitschnur für pro und Contra gibt der „Masterplan Einzelhandel“ vor. Er wurde 2013 im Rat verabschiedet und soll in zwei bis drei Jahren fortgeschrieben werden. Dann sollen auch die Auswirkungen des Online-Handels betrachtet werden.
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