Das ging schnell, der Fußball-Oberligist ASC 09 Dortmund präsentiert seinen neuen Trainer

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Erst am Montag hat Tim Schwarz seinen Rückzug als Trainer des ASC 09 Dortmund bekanntgegeben. Am Freitag schon zaubert der Sportliche Leiter Samir Habibovic den Nachfolger aus dem Hut.

Dortmund

, 20.12.2019, 07:42 Uhr / Lesedauer: 3 min

Zaubern ist da wohl das falsche Wort. Habibovic war vorbereitet auf das Szenario, dass es mit Tim Schwarz im Jahr 2020 nicht mehr weitergehe. Er hatte schon am Montag gesagt, dass Tim Schwarz darüber Bescheid gewusst habe, dass er im Hintergrund mit anderen Trainern spreche.

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Es war Habibovic´ Pflicht. Zu schwach trat der ASC unter Schwarz auf. Sieben Partien stand er verantwortlich an der Linie, fünf Zähler standen am Ende auf der Habenseite. Das 1:2 zum Jahresabschluss gegen den SC Paderborn II war dann der Negativ-Höhepunkt. Das Ergebnis hört sich besser an als die Leistung es war. Es war eine geschmeichelte knappe Niederlage.

Zwei Trainer schmeißen beim ASc 09 Dortmund freiwillig hin

Schwarz und das Team fanden zwar menschlich schnell zusammen, aber sportlich nicht. Schwarz hier als alleinigen Schuldigen für die Misere auszumachen, wäre falsch. Die Mannschaft hat jetzt zwei Trainer in dieser Spielzeit verschlissen. Auch Schwarz´ Vorgänger Daniel Sekic war freiwillig gegangen.

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„Jetzt stehen die Spieler eindeutig in der Pflicht“, sagt Habibovic. Er aber auch. Mit seiner eigenen Kaderplanung war Habibovic nicht zufrieden, klagte sich selbst an. Und mit Tim Schwarz aus der eigenen zweiten Mannschaft präsentierte er auch keine zukunftsträchtige Lösung.

Samir Habibovic nimmt die Spieler in die Pflicht

„Ich nehme mich da in die Pflicht. Aber auf Tim lasse ich gar nichts kommen. Absolut nichts. Tim ist ein toller Junge und hat für uns alles gegeben. Ich weiß nicht, ob das auch alle Spieler bisher von sich sagen können“, sagt Habibovic. Mit mickrigen 20 Punkten rangiert der als Mitfavorit auf den Titel gestartete ASC gerade mal auf Platz 14. Das ist viel zu wenig, für die spielerische Klasse, die in dem Team wohnt. Aber deren Können ist in der Hinserie wohl in den Keller gezogen.

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Und jetzt präsentiert Habibovic den dritten Coach der Saison: den 46-jährigen Antonios Kotziampassis. Der hatte am vergangenen Wochenende noch mit seinem Team TuS 05 Sinsen in der Westfalenliga 1:1 gegen Westfalia Wickede gespielt. Bei einer Analyse am Sonntagabend erklärte der 46-Jährige der Sinsener Sportlichen Leitung, dass er seinen am Saisonende auslaufenden Vertrag nicht verlängern werde. Daraufhin folgte folgte die Trennung schon zum 31. Dezember.

Antonios Kotziampassis hat die A-Lizenz

Und jetzt ist er schon beim Oberligisten ASC 09 Dortmund unter Vertrag. Die Trainer-Vita von Kotziampassis liest sich, als wäre er wie für den ASC 09 gemacht. Er war vor allem im Junioren-Bereich als Trainer unterwegs. Da aber auf höchstem Niveau. Auf Bundesliga-Niveau. Er trainierte sowohl die U17 als auch die U19 von Rot-Weiss Essen. Auch für die U19 der SG Wattenscheid war er schon verantwortlich.

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Er war also in dem Bereich unterwegs, in dem sich Samir Habibovic am liebsten bedient. Denn vor der Spielzeit hat der Sportliche Leiter gleich zehn U19-Spieler geholt. Das ist die Philosophie des Klubs. Talentierte Akteure weiterzuentwickeln und sie auf das Oberliga-Niveau zu hieven, was seit Jahren klappt. Und Kotziampassis weiß aus einer Zeit als Junioren-Trainer ganz genau, wie diese Jungs ticken und wie man sie packt.

Der Coach hat schon 49-mal in der Regionalliga gespielt

Der A-Lizenz-Inhaber wird auch keine Probleme haben, die Routiniers im Team überzeugen zu können, denn keiner seiner Spieler beim ASC kann wie er 49 Regionalliga-Partien als Akteur vorweisen. Kapitän Kevin Brümmer ist der Spieler im ASC-Team, der ihm am nächsten kommt (46 Spiele). Aber auch Jan Held (1 Spiel), Daniel Schaffer (14 Spiele) und Jasper Stojan (8 Spiele) haben schon in der Regionalliga gespielt.

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Der Grieche Kotziampassis hat sowohl für die Spielvereinigung Erkenschwick als auch für Nordhorn in der Regionalliga gespielt. Der damalige Stürmer kam auf insgesamt neun Regionalliga Treffer. Zusätzlich spielte er auch noch 47-mal in der Oberliga und traf dabei elfmal.

Eine Ehe mit Potenzial?

Die Ehe Kotziampassis/ASC 09 klingt nach heißen Spielen und einer langen Beziehung. Das klappt aber nur, wenn Trainer und die Spieler zusammen an einem Strang ziehen.

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