Corinna Müller hat in diesem Jahr ihr Abitur gemacht und ist 18 Jahre alt geworden. © Privat
Mein Corona-Jahr

„Das Kleid für den Abiball hängt bis heute im Schrank“

Schwierige Prüfungsbedingungen zum Abitur, kein Abiball und viel Durcheinander bei der Fahrschule: Dieses Jahr hatte sich die ehemalige Schülerin Corinna Müller sicher anders vorgestellt.

Wenn man seinen 18. Geburtstag feiert und sein Abitur macht, kann das eigentlich nur ein gutes Jahr sein. Aber Corona machte für Corinna Müller vieles komplizierter.

Was war das Beste in diesem Jahr?

Das Beste war, als ich dann doch Abiturzeugnis und Führerschein in der Hand hielt, nachdem Corona die Vorbereitungszeit stark beeinträchtigt hatte. Im Sommer wurde ich volljährig. Zwar konnte ich nicht so groß feiern wie gedacht, aber es war trotzdem schön. Zudem konnte ich trotz Corona nach Frankreich fahren, um dort mein freiwilliges soziales Jahr zu starten.

Was war das Schlimmste in diesem Jahr?

Das Schlimmste waren sämtliche Prüfungssituationen. Ein ewiges Hin und Her, ob wir die Abiturprüfungen ablegen werden oder nicht. Als wieder Präsenzunterricht angeboten wurde, musste ich entscheiden, ob ich das Angebot annehme und eventuell meine Familie infiziere oder ablehne. Auch unser Abiball konnte nicht stattfinden, und die Kleider hängen bis heute im Schrank. Auch alle Fahrschulen waren auf einmal zu. Ich konnte acht Wochen lang nicht fahren. Anschließend musste ich zusätzliche Fahrstunden nehmen.

Was mache ich als Erstes, wenn Corona vorbei ist?

Nach Corona werde ich mehrere Freunde gleichzeitig treffen und wieder in Clubs, Bars und Kneipen gehen. Auch Urlaub mit Freunden, den wir dieses Jahr absagen mussten, wollen wir nachholen.

Über den Autor
Volontär
Gebürtiger Brandenburger. Hat Evangelische Theologie studiert. Wollte aber schon von klein auf Journalist werden, weil er stets neugierig war und nervige Fragen stellte. Arbeitet gern an verbrauchernahen Themen, damit die Leute da draußen besser informiert sind.
Zur Autorenseite
Maximilian Konrad
Lesen Sie jetzt