Das „Klangvokal“-Festival wird in diesem Jahr besonders emotional

Musik-Festival

Außergewöhnliche Konzerte mit außergewöhnlichen Künstlern - das ist das Erfolgsrezept des Festivals „Klangvokal“. Das bietet vom 17. Mai bis 14. Juni wieder die ganze Welt der Vokalmusik.

Dortmund

, 07.02.2020, 06:50 Uhr / Lesedauer: 2 min
Das „Klangvokal“-Festival wird in diesem Jahr besonders emotional

Das Fest der Chöre auf den Plätzen der City ist wieder ein Höhepunkt des „Klangvokal“-Festivals. © Oliver Schaper (Archiv)

Außergewöhnlich ist in diesem Jahr auch der Auftakt zum vierwöchigen Vokalmusik-Festival „Klangvokal“, das unter dem Titel „Gefühlswelten“ emotionale Erlebnisse verspricht. Am 17. Mai wird es um 11.30 Uhr mit einem Musik-Gottesdienst in der Reinoldikirche mit dem Dortmunder Bachchor eröffnet - bei freiem Eintritt.

Das „Klangvokal“-Festival wird in diesem Jahr besonders emotional

Der Bachchor eröffnet am 17. Mai das „Klangvokal“-Festival in der Reinoldikirche. © Stephan Schütze

Am selben Nachmittag gibt es dann gleich einen der Höhepunkte des diesjährigen Programms. Bei der konzertanten Aufführung von Vincenzo Bellinis Oper „Il Pirata“ mit dem WDR Funkhausorchester und dem WDR Rundfunkchor stehen Weltstars des Belcanto wie Marina Rebeka, Lawrence Brownlee und Franco Vasallo auf der Bühne des Konzerthauses.

Deutsche Erstaufführung

„Spannende Neuentdeckungen“, verspricht Festival-Direktor Torsten Mosgraber. Dazu gehört sogar eine Barockoper. Am 30. Mai erlebt im Orchesterzentrum NRW an der Brückstraße die Oper „Gismondo Re di Polonia“ von Leonardo Vinci in konzertanter Form seine deutsche Erstaufführung. In der Titelpartie ist der Countertenor Max Emanuel Cencic zu hören. Mosgraber freut sich auf eine „spektakuläre Aufführung“, die sogar Besucher aus den USA anziehe.

Die Welt des Barock bringt auch das neueste Projekt der Dirigentin Christina Pluhar mit ihrem Ensemble L‘Arpeggiata unter dem Titel „Himmelsmusik“ am 6. Juni ins Konzerthaus.

Was beim Vokalmusik-Festival natürlich nicht fehlen darf, sind die Chöre. Der Londoner Tenebrae Choir führt am 19. Mai in der Marienkirche englische Musik des 14. und 15. Jahrhunderts auf. Musik der Renaissance aus Frankreich verbunden mit Landschaftsprojektionen bietet am 22. Mai das Huelgas Ensemble im Reinoldihaus, das am 14. Februar als Vokalmusik-Zentrum eröffnet wird.

Gäste aus Norwegen

Musik des 17. Jahrhunderts erklingt am 24. Mai mit der Cappella Mediterranea im Orchesterzentrum NRW. Eine ungewöhnliche Mischung aus der Musik von Johann Sebastian Bach, Poulenc und Saariaho bietet der schon 2016 bei „Klangvokal“ gefeierte norwegische Chor „Det Norske Solistkor“ am 31. Mai in der Nicolai-Kirche.

Das Oratorium „The Kingdom“ von Edward Elgar führen am 7. Juni der Philharmonische Chor des Dortmunder Musikvereins, Mitglieder des Philharmonic Chorus Leeds und die Dortmunder Philharmoniker unter der Leitung von Granville Walker in der Reinoldikirche auf.

Ein Höhepunkt des „Klangvokal“-Programms ist natürlich wieder das Fest der Chöre am 13. Juni in der gesamten City, zu dem wieder gut 150 Chöre aus der gesamten Region erwartet werden.

Jazz- und Weltmusik

Emotionale Abende versprechen auch die Jazz- und Weltmusik-Konzerte. Musik aus drei Kontinenten kündigt Torsten Mosgraber an. Den Anfang macht am 28. Mai im Domicil Awa Ly, Französin mit senegalesischen Wurzeln, in deren Konzerten auch die Musikstile verschmelzen. Als „König des Balkan-Blues“ gilt Damir Imamovic, der mit dem Programm „Singer of tales“ am 29. Mai im Reinodihaus gastiert.

Die Lebensfreude Südamerikas bringt am 5. Juni das Ensemble Canalon de Timbiqui ins Domicil, am 10. Juni folgt Lisa Simone mit Soul, Karibik-Sound und Jazz. Als führende Sängerin Afrikas gilt Angelique Kidjo aus Benin, am 11. Juni ist die frisch mit dem Grammy ausgezeichnete Künstlerin mit der Neuen Philharmonie Westfalen im Konzerthaus zu erleben.

Chormusik zum Abschluss

Zum Finale gibt es dann am 14. Juni noch einmal Chormusik. Der Kammerchor der TU Dortmund und das Ensemble l‘arte del mondo beschließen das 12. Klangvokal-Festival in der Großen Kirche Aplerbeck mit Meistern der Dresdner Kirchenmusik.

Der Vorverkauf startet ab sofort unter anderem im Service-Center der Ruhr Nachrichten an der Silberstraße. Informationen rund um das Programm gibt es im Internet unter www.klangvokal.de

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