Das ist die neue Citywache von Dortmunder Polizei und Ordnungsamt

dzPolizei und Ordnungsamt

Die neue Citywache ist eröffnet: Nach langen Jahren der Partnerschaft wurde es am alten Standort zu eng. Auch die Optik der Wache soll künftig für mehr Sicherheit in Dortmund sorgen.

von Paula Protzen

Dortmund

, 08.11.2019, 17:03 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die neue Citywache am Brüderweg ist eröffnet. Das gemeinsame Angebot von Polizei und Ordnungsamt gibt es seit 1998. Eine einzigartige Kooperation: So etwas gab es damals in ganz Deutschland nicht. Auch heute noch hat das Dortmunder Modell Vorbildcharakter.

Die Kooperation läuft so erfolgreich, dass die alten Räumlichkeiten der City-Wache in der Reinoldistraße 17-19 nach 15 Jahren schlicht zu klein wurden. Ein neuer Standort musste her.

Sicherheit und Sichtbarkeit gehen Hand in Hand

Weit ist sie nicht umgezogen: Nur 350 Meter liegen zwischen dem alten und dem neuen Standort. Die Sichtbarkeit der Wache zu erhöhen war den Verantwortlichen dabei wichtig. Außerdem ist im neuen Zuhause mehr Platz für Anliegen der Bürger: 411 Quadratmeter stehen im Brüderweg 6-8 zur Verfügung.

Der Empfang ist mit je einem Mitarbeiter der Polizei und des Ordnungsamtes besetzt; zwölf Arbeitsplätze gibt es insgesamt. Durch einen Wartebereich und abschließbare Büros ist man auch in puncto Datenschutz besser aufgestellt: In den alten Räumen gab es keinen Ort, um im Vertraulichen sensible Daten aufzunehmen, wie sie beispielsweise bei einer Anzeige benötigt werden. Zudem ist die neue Wache barrierefrei.

„Sicherheit, aber auch Sauberkeit ist das, was Bürger interessiert“, so Polizeipräsident Gregor Lange. Deshalb sei es so wichtig, diese Anliegen in einer Anlaufstelle zu bündeln. Er betont, dass in den vergangenen Jahren die Kriminalität in der Innenstadt kontinuierlich zurückgegangen ist. Das sei auch auf die Präsenz der Behörden zurückzuführen.

Objektiv gesehen steigt die Sicherheit – das muss subjektiv spürbar werden

Präsenz zeigt man auch über die Fassade, die mit ihrem blauen Glasmosaik Schwimmbad-Assoziationen weckt. Hinweisen soll das Blau allerdings nicht auf ein Bad, sondern schon aus der Ferne auf die Polizei, verrät Immobilien-Eigentümer Reinhard Menne.

Das ist die neue Citywache von Dortmunder Polizei und Ordnungsamt

Die blaue Fassade fällt von Weitem direkt in den Blick. Mit Absicht. © Paula Protzen

„Wir müssen dafür sorgen, dass die City nicht nur objektiv sicher ist, sondern das auch subjektiv so empfunden wird“, sagte Oberbürgermeister Ulrich Sierau in seiner Ansprache zur Eröffnung. Die subjektive Sicherheit stärken: Dieses Anliegen betonten auch Polizeipräsident Lange und der Polizeibeauftragte des Landes NRW, Thorsten Hoffmann, eindrücklich. In den Statistiken sei die Kriminalität rückläufig. Jetzt gelte es, dieses Gefühl auf die Bürger zu übertragen.

Kameras sollen die erlebte Sicherheit verbessern

Dabei soll auch die Videoüberwachung der Brückstraße helfen. Man ist zufrieden über diese Entwicklung. Pläne, das Projekt auszuweiten, gibt es auch schon: in die Nordstadt, auch Dorstfeld soll folgen.

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Dass das Angebot in der Innenstadt von den Bürgern geschätzt wird, zeigen die Zahlen: 2007 hätten 1900 Bürgerinnen und Bürger die Wache persönlich aufgesucht. 2015 seien es 2300 gewesen.

Rückzugsmöglichkeit für Polizisten

Die Wache ist nicht nur eine Anlaufstelle für Bürger. Durch ihre zentrale Lage fungiert sie auch als Rückzugsort für die Streifen von Polizei und Ordnungsamt. Neben Besprechungsräumen gibt es auch Toiletten und Duschen für die Einsatzkräfte. Auch dafür war im alten Gebäude zu wenig Platz. Gerade in Zeiten von viel „Fremdverkehr“, beispielsweise bei Fußballspielen oder während des Weihnachtsmarkts, hätten die Kapazitäten nicht ausgereicht.

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Seit mehr als 20 Jahren kooperieren Polizei und Ordnungsamt nun in Form der Citywache. Mit gemeinsamen Streifengängen und einer ersten Wache am Platz von Leeds wollte man damals die offene Drogenszene im Brückstraßenviertel bekämpfen. Mit der daraus entstandenen Zusammenarbeit sind alle Beteiligten sehr zufrieden. Bei der Eröffnung ist man sich einig: eine Partnerschaft, die Zukunft hat.

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