Das Hafenamt zerbröselt - Was wird aus dem Dortmunder Wahrzeichen?

Dortmunder Hafen

120 Jahre steht das Alte Hafenamt bereits in Dortmund. Die Zeit hat Spuren hinterlassen, die Fassade zerbröselt. Das ist nicht ganz ungefährlich.

Dortmund

, 07.07.2019, 12:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Das Hafenamt zerbröselt - Was wird aus dem Dortmunder Wahrzeichen?

Das Alten Hafenamt am Sunderweg in Dortmund steht bereits seit 120 Jahren. Nun müssen Schäden beseitigt werden. © Foto: Peter Bandermann

Es ist eines des Wahrzeichens der Stadt und damit beliebtes Foto- und Postkartenmotiv: das Alte Hafenamt. Von weithin sichtbar und abends stimmungsvoll beleuchtet wirkt das denkmalgeschützte Gebäude wie aus einer andern Zeit.

Tatsächlich hat es in diesem Sommer 120 Jahre auf dem Buckel, und das hat Spuren hinterlassen. An der Rückseite des Gebäudes hat die Dortmunder Hafen AG Fassadenschäden festgestellt. „Einzelne Stücke des Mauerwerks haben sich gelöst und sind zu Boden gefallen“, heißt es in einer Mitteilung von Dortmund Hafen 21. Diese könnten Passanten treffen.

Rückseite muss gesperrt werden

Damit dies nicht geschieht und um Gefahren auszuschließen, hat die Dortmunder Hafen AG nun damit begonnen, die betroffene Rückseite abzusperren. Auch erfolgten gerade Arbeiten, um die Fassade zu sichern, heißt es weiter.

„In enger Abstimmung mit der Unteren Denkmalbehörde der Stadt Dortmund werden wir nun die Sanierung einleiten“, erläutert Uwe Büscher, Vorstand der Dortmunder Hafen AG. Die damit verbundenen Kosten können gegenwärtig noch nicht beziffert werden.

Das ist das Alte Hafenamt

  • Das Alte Hafenamt wurde 1899 von Kaiser Wilhelm II. eingeweiht und 1986 unter Denkmalschutz gestellt. Es ist Eigentum der Dortmunder Hafen AG.
  • Bis 1962 war das Alte Hafenamt Sitz der Hafenverwaltung. Heute sind dort Räume von der Wasserschutzpolizei und einer Werbeagentur angemietet.
  • Das so genannte Kaiserzimmer wird regelmäßig für Trauungen genutzt. Außerdem ist im Alten Hafenamt das Smart City Management Büro der Stadt Dortmund untergebracht.
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