BVB-Karten im Internet: Fan wurde dreimal hintereinander betrogen

dzTicket-Handel

Ein BVB-Fan wollte unbedingt beim Heimspiel gegen Bayern München dabei sein. Auf Ebay-Kleinanzeigen suchte er Karten – und wurde dreimal betrogen. Es ist kein Einzelfall.

Dortmund

, 20.11.2018, 16:36 Uhr / Lesedauer: 9 min

Stephan K. (seinen kompletten Namen möchte er nicht im Internet lesen) ist um 360 Euro ärmer – und eine wichtige Erkenntnis reicher. Es ist, sagt der BVB-Fan, ziemlich einfach, Menschen im Internet zu betrügen. Vor allem dann, wenn sie etwas unbedingt wollen.

Stephan K. wollte unbedingt dabei sein, wenn der der BVB den FC Bayern München im Signal Iduna Park empfängt. Jetzt ermittelt die Polizei.

Was folgt, ist die Geschichte eines Betrugs – und die Geschichte des blühenden Schwarzmarkts mit begehrten Fußballkarten, in dem es viele Mitspieler gibt.

Die verzweifelte Suche nach Karten

Stephan K., 26 Jahre alt, Dortmunder, geht, so sagt er, seit 1999 ins Stadion. Seit gut zehn Jahren steht er auf der Warteliste für eine Dauerkarte. Sein Platz in dieser Warteliste ist noch immer so weit unten, dass er wohl noch weitere 20 Jahre wird warten müssen, bis er einen Stammplatz im Dortmunder Stadion bekommt.

Aber er ist Dortmunder und viele seiner Freunde sind auch BVB-Fans. Irgendwie, sagt er, komme er für so gut wie jedes BVB-Heimspiel an Karten. Nur dann, wenn alle Welt im Stadion sein möchte, wie bei eben jenem Spiel gegen die Bayern, dann wird‘s schwierig.

Als Anfang Oktober also der Vorverkauf für jenes Spitzenspiel beginnt, hängt er sich direkt an die Tickethotline, hat aber kein Glück. Seine Freunde können dieses Mal auch nicht weiterhelfen, da will jeder selbst dabei sein. Und manche Bekannte, sagt Stephan K., würden ihre Dauerkarten bei so einem Spiel ohnehin lieber für 600 Euro verkaufen, um sich das Geld für eine Dauerkarte mit nur einem Spiel wieder rauszuholen. Nichts zu machen also. Genauso wenig wie beim offiziellen Zweitmarkt von Borussia Dortmund.

Bei Facebook hält er deshalb in ein paar Gruppen nach Karten Ausschau, wird aber nicht fündig. Also entscheidet er sich, Karten bei Ebay-Kleinanzeigen zu kaufen. Da habe er schon ab und an mal Karten für den BVB gekauft und nur gute Erfahrungen gemacht, sagt er. „Ich hätte nie gedacht, dass ich einmal betrogen werde.“

Der erste Versuch

Er findet ein Angebot. Alexandra bietet zwei Karten an. Sie habe sich von ihrem Mann getrennt, schreibt sie, und könne deshalb nicht zum Spiel gehen. 250 Euro will sie haben für die Plätze auf der Nordtribüne. Stephan K. ist bereit, so viel Geld zu zahlen. „Weil ich unbedingt zu diesem Spiel wollte.“ Er zögert nicht lange, tauscht sich mit Alexandra aus. Sie bietet an, dass er die Karten abholen kann, aber sie wohnt zu weit weg. Stephan K. überweist ihr das Geld. Alexandra bestätigt vier Tage später, dass das Geld angekommen ist, sie wolle morgen zur Post gehen und einen Beleg senden.

Danach hört Stephan K. nie wieder etwas von Alexandra. Dafür aber von Ebay-Kleinanzeigen. Er bekommt eine Mail, dass das Konto der Nutzerin vorübergehend gesperrt worden ist. Die 250 Euro sind futsch, die Karten kommen nie an. Im Nachhinein sei ihm aufgefallen, dass Alexandra ihr Profil erst an dem Tag erstellt hat, als sie die Karten anbot, sagt Stephan K.

Er geht zur Polizei, zeigt den Betrug an. Die Ermittlungen laufen, das bestätigt Polizeipressesprecher Kim Ben Freigang. Die Polizisten auf der Wache in Asseln sagen Stephan K., dass sie solche Fälle öfter haben.

Der zweite Versuch

Aber der Wunsch, im Stadion dabei zu sein, ist größer als der Ärger über das verlorene Geld. Stephan K. hält weiter Ausschau nach Karten bei Ebay-Kleinanzeigen und findet ein Angebot von einem Finn, das sehr verlockend klingt. Zwei Karten für die Südtribüne, Block 84, für insgesamt 60 Euro.

Ein humaner Preis, Finn ist nett im Gespräch, er müsse zum 80. Geburtstag seiner Mutter und verkaufe die Karten deshalb. „Alles klang so positiv“, sagt Stephan K. Wieder überweist er das Geld, Finn verspricht, die Karten zu versenden und die Sendungsnummer zur Verfolgung zu schicken. Stephan K. bekommt eine Sendungsnummer, die nicht funktioniert. Finn meldet sich danach nicht mehr. In der Post sind keine Karten.

Stephan K. kann es nicht glauben, recherchiert, sieht, dass Finn öfter Namen und Standort geändert und das Angebot mehrfach zu unterschiedlichen Preisen eingestellt hat.

Bei Ebay-Kleinanzeigen müsse es schnell gehen, sagt er. Wenn man Karten haben wolle, dürfe man nicht lange zögern, sonst bekomme ein anderer den Zuschlag. Deshalb habe er die Profile immer erst hinterher überprüft.

Der dritte Versuch

Und auch nach zwei Betrugsversuchen gibt er nicht auf. Er findet noch ein Angebot, dieses Mal bittet er seinen Freund, mit dem er ins Stadion gehen will, es zu versuchen. Der findet Jan. Jan hat zwei Karten für 53 Euro für die Südtribüne im Angebot. Stephan K.s Freund überweist das Geld, Jan schickt, ungefragt, ein Foto von einem Personalausweis (ob es tatsächlich der Ausweis der Person hinter dem Computer war, weiß Stephan K. nicht) und versichert, die Karten zu versenden. Es ist das gleiche Spiel: Jan lässt danach nie wieder von sich hören. Die Karten kommen nie an.

„Es ist ein doofes Gefühl so oft auf Betrüger reinzufallen.“
BVB-Fan Stephan K.

Stephan K. hat am Ende Glück, ein Freund ist doch noch kurzfristig verhindert und überlässt ihm seine Karte für das Spiel. Der 26-Jährige ist dabei, als der BVB den FC Bayern 3:2 schlägt. Und doch ist er enttäuscht. Auch die anderen beiden Fälle sagt er, wolle er noch der Polizei melden. Noch liegen dieser aber keine weiteren Anzeigen vor. Darauf, dass er das Geld wiederbekommt, hat Stephan K. ohnehin keine große Hoffnung.

Als er bei Ebay-Kleinanzeigen eine Anzeige schaltet, in der er andere Fans vor den Betrügern warnen will, bekommt er innerhalb weniger Minuten etliche Nachrichten von Menschen, denen ähnliches passiert ist. Dann löscht Ebay-Kleinanzeigen seine Anzeige wieder, weil es in den Augen des Unternehmens kein richtiges Angebot ist. „Es ist ein doofes Gefühl so oft auf Betrüger reinzufallen“, sagt Stephan K.

Die Ticket-Geschäftsbedingungen von Borussia Dortmund

Die Weitergabe von Eintrittskarten für den Signal Iduna Park hat Borussia Dortmund in seinen Allgemeinen Ticket-Geschäftsbedingungen (ATGB) geregelt. Die Karten-Weitergabe ist demnach nur eingeschränkt möglich. Der BVB will verhindern, dass Karten zu völlig überhöhten Preisen weiterverkauft werden. Laut ATGB ist es verboten, Karten ohne Zustimmung des BVB gewerblich zu verkaufen.

Privat können Karten weitergegeben werden, wenn der Karteninhaber krank oder verhindert ist – mit Einschränkungen. Laut ATGB ist es untersagt, Karten öffentlich bei Auktionen (zum Beispiel bei Ebay) und Verkaufsplattformen wie Ebay-Kleinanzeigen, Viagogo und Stubhub zum Kauf anzubieten. Genauso ist es demnach untersagt, einen Preisaufschlag von mehr als 15 Prozent des bezahlten Preises zu verlangen.

In einer optimalen Welt würden sich alle Menschen an diese Bestimmungen halten. Aber die Welt ist nun mal alles andere als optimal. Das Internet ist voll von Ticket-Angeboten für die Spiele von Borussia Dortmund. Vor allem bei begehrten Spielen wie dem gegen den FC Bayern oder Schalke 04 blüht der Schwarzmarkt. Dann wird für eine Stehplatzkarte auf der Südtribüne, die sonst 17 Euro kostet, 600 Euro verlangt. Irgendwen, der‘s zahlt, gibt es immer.

Und je interessanter das Spiel, desto größer wird die Gier nach einer schnellen Mark. Dann wachsen nicht nur die Preise, sondern auch die Zahl der Betrüger, wie Stephan K. erfahren musste.

Die Sache mit Angebot und Nachfrage

Alles, was gegen seine ATGB verstößt, fällt für den BVB in die Kategorie Schwarzmarkt. Dass sie den Schwarzmarkt bedienen würden, will sich Ebay-Kleinanzeigen aber – genauso wenig wie Ebay – vorwerfen lassen.

Kleinanzeigen-Sprecher Pierre Du Bois spricht eher von einem Graumarkt. Es sei das gute Recht eines jeden, seine Karten für ein Konzert oder ein Fußballspiel weiterzugeben, wenn er es selbst nicht wahrnehmen könne. Es gebe in Deutschland kein gesetzliches Verbot dafür. Deshalb erlaubt Ebay-Kleinanzeigen die private Weitergabe von Karten.

Natürlich gebe es Menschen, die damit Gewinn machen wollten. Grundsätzlich schreite Ebay-Kleinanzeigen aber nur in Ausnahmefällen ein. Zum Beispiel, wenn das Unternehmen davon Kenntnis erhalte, dass Karten vom Verein ungültig gemacht worden sind.

Ganz ähnlich argumentiert die Presseabteilung von Ebay. Die Nutzer von Ebay, heißt es, schätzten die Möglichkeit, Tickets für bereits ausverkaufte Spiele kaufen zu können, sehr. „Jeder kann dabei frei entscheiden, wie viel Geld er bereit ist, für ein Ticket auszugeben. Angebot und Nachfrage sind es, die den Preis bestimmen.“

Was Ebay und Ebay-Kleinanzeigen gegen Betrüger unternehmen

Von Warenbetrug erfährt Ebay-Kleinanzeigen meist dann, wenn sich jemand meldet, der glaubt, betrogen worden zu sein oder misstrauisch ist. Solchen Hinweisen gehe man nach und schicke dann je nach Fall auch eine Warnmail an andere Nutzer heraus, die ebenfalls mit dem Verkäufer in Kontakt stehen, sagt Pierre Du Bois. Ebay versichert, dass jeder Hinweis auf betrügerische Aktivitäten geprüft werde. Sowohl Ebay als auch Ebay-Kleinanzeigen sagen, dass sie die Polizei bei Ermittlungen unterstützen.

Anders als bei Ebay-Kleinanzeigen gibt es bei Ebay auch größere Einschränkungen für neue Nutzer. Bei Ebay haben Käufer über sichere Bezahlungsmethoden einen Käuferschutz, bei Kleinanzeigen nicht. Seit 2015 betreibt Ebay zudem die Ticketbörse Stubhub. Auch hier finden Nutzer eine ganze Menge Karten für die Spiele von Borussia Dortmund, oft zu Preisen, die deutlich über dem regulären Kaufpreis liegen. Laut Ebay bekommen Käufer bei Stubhub allerdings ihr Geld erstattet, wenn sie ungültige Tickets erhalten.

Ein weiterer Fall: Abzocke bei Viagogo

Wie Stephan K. kennt auch Elke Froning das Gefühl, betrogen worden zu sein. Auch sie hat im Internet Karten für ein Spiel von Borussia Dortmund gekauft – und sich später über den Tisch gezogen gefühlt.

Die 74-jährige Dortmunderin und ihr Mann bekamen Ende Oktober Besuch von guten Freunden. Sie wollten sie mit Karten für das Pokalspiel des BVB gegen Union Berlin überraschen. Sie kaufe, sagt Elke Froning, häufig Karten im Internet, zum Beispiel für Konzerte. Eine Karte für Borussia Dortmund hat sie aber noch nie versucht zu bekommen. Sie googelte also einfach nach BVB-Karten und kam ein paar Klicks später auf die Seite des Anbieters Viagogo.

Elke Froning glaubt, sie sei auf einer offiziellen Ticketplattform des BVB. Die Seite sei schließlich sehr professionell aufgemacht, der Sitzplan des Stadions wird ihr sofort angezeigt. Sie sucht vier Karten für den Block 63 im Signal Iduna Park aus. 35 Euro soll jeweils eine Karte kosten.

Die Fronings finden den Preis in Ordnung und kaufen die Karten. Vom Konto werden aber nicht 140 Euro abgebucht, sondern 202,19 Euro. Auf die Zusatzkosten seien sie nirgends hingewiesen worden, sagt Elke Froning.

Sie wundert sich darüber, akzeptiert aber die Gebühren. Ein Test unserer Zeitung ergibt: Viagogo weist beim Kaufvorgang zwar auf Gebühren hin, aber zunächst nicht darauf, wie hoch diese sind.

„Das was Viagogo da macht, ist doch Abzocke.“
Elke Froning

Als die Karten ankommen aber traut Elke Froning ihren Augen kaum. Vier Stehplatzkarten, die regulär je 17,40 Euro gekostet hätten, hält sie in den Händen. Froning wird stutzig, ruft beim BVB an und fragt nach. Als die Mitarbeiter das Wort Viagogo gehört haben, hätten sie nur laut aufgeschrien. Helfen können sie Elke Froning nicht, aber sie weisen sie darauf hin, dass die Karten gefälscht oder ungültig sein könnten. Die Polizei ist ebenfalls machtlos, die Beamten verlangen einen schriftlichen Vertrag, den Elke Froning nicht hat. Die Dortmunderin kontaktiert auch die Verbraucherzentrale und ihre Bank. Doch das zu viel gezahlte Geld können die ihr auch nicht wiederbesorgen.

Mit ungutem Gefühl gehen Familie und Freunde ins Stadion. Die Karten sind zum Glück gültig. Aber betrogen fühlt sich Elke Froning trotzdem. „Das ist doch Abzocke“, sagt sie. In ihrem Fall umso ärgerlicher: Für das Pokalspiel gegen Union Berlin gab es noch viele Karten im offiziellen Verkauf, das Spiel war nicht ausverkauft.

Anbieter Viagogo ließ eine Anfrage unserer Redaktion unbeantwortet. In einem früheren Gespräch mit unserer Zeitung argumentierte das Unternehmen aber ganz ähnlich wie Ebay. Der Markt werde über Angebot und Nachfrage reguliert, jeder Verkäufer werde geprüft und Schwarzhandel sei das, was vor den Stadien passiere. Ganz ähnlich wie bei Ebay und Ebay-Kleinanzeigen sind es hier auch Dritte, die die Karten anbieten. Viagogo bietet nur die Plattform – allerdings fallen bei Viagogo, wie im Fall von Elke Froning, noch Zusatzkosten an, die für die Nutzer kaum zu durchschauen sind.

Wie der BVB gegen den Schwarzmarkt vorgeht

„Der BVB“, heißt es vom Klub, „geht seit Jahren gegen den nicht autorisierten Tickethandel konsequent vor.“ Gerade bei Spitzenspielen in der Bundesliga, das bestätigt der BVB, nehme der Schwarzmarkthandel erfahrungsgemäß zu.

So lässt der BVB zum Beispiel immer wieder Tickets sperren, die im Internet angeboten werden. In Zusammenarbeit mit dem Ordnungsamt der Stadt Dortmund werde auch gegen den Schwarzhandel vor dem Stadion vorgegangen. Bei gefälschten Karten „erstattet der BVB dann Strafanzeige“, heißt es aus der Presseabteilung.

Zahlen, etwa wie viele Karten der BVB im Schnitt vor einem Spiel sperren lässt, „können wir nicht nennen“, teilt der Klub mit.

Der offizielle Zweitmarkt

Anfang 2017 hat der BVB eine offizielle Ticket-Zweitmarkt-Plattform gestartet, „mit dem Ziel einer fairen Ticketvergabe zu fairen Preisen“. Fans, die eine Dauer- oder Tageskarte haben, aber nicht selbst zu einem Spiel gehen können, können über den Zweitmarkt ihre Karten legal weitergeben. Die Abwicklung läuft über den offiziellen BVB-Online-Ticketshop. Der Karteninhaber muss seine Karte nicht abgeben, die Tickets werden elektronisch gesperrt und anschließend neu freigegeben.

Der Zweitmarkt steht für alle ausverkauften Heimspiele zur Verfügung. Dauerkarteninhaber bekommen den anteiligen Dauerkartenpreis für ein Spiel erstattet. Bei einer Einzelkarte wird der Tageskartenpreis erstattet. Wer eine Karte über den Zweitmarkt kauft, zahlt diesen Tageskartenpreis plus zehn Prozent Servicegebühr.

Der Zweitmarkt, sagte Hans-Joachim Watzke damals bei der Einführung, „ist ein wertvoller und wichtiger Schritt im Kampf gegen den Schwarzmarkt und illegale Ticketverkäufe.“ Auf Anfrage unserer Zeitung bestätigt der BVB nun einen positiven Effekt. „Der Zweitmarkt wird gut angenommen.“

Immer mal wieder gibt es auch abseits des Zweitmarkts die Möglichkeit, ganz legal an Karten für den Signal Iduna Park zu kommen. Zuletzt hatte es immer wieder Spiele gegeben, die nicht ausverkauft waren. Das liegt dann meistens daran, dass der Gästeverein kurzfristig Karten zurückgibt. „Sofern der Gastverein einen kompletten Sitzplatzblock kurzfristig freigibt, sind die Tickets in der Regel im freien Verkauf über den BVB-Online-Ticketshop verfügbar“, sagt der BVB.

Wenn nur Restkarten vom Gästeverein zurückgesendet werden, werden diese am Spieltag an der Gästekasse angeboten – dann stehen sie aber nur Gästefans zur Verfügung.

Wie Fans sich schützen können

Der BVB weist daraufhin, dass alle Karten über offizielle Bestellwege (BVB-Callcenter, BVB-Ticketshop, BVB-Vorverkaufsstellen) bedenkenlos gekauft werden können. „Von allen anderen Ticketangeboten, insbesondere auf Internetportalen, sollte Abstand genommen werden.“

Auch die Polizei warnt vor dem Online-Kartenhandel und mahnt zu Vorsicht. „Das Risiko, betrogen zu werden, ist hoch“, sagt Kim Ben Freigang, Sprecher der Dortmunder Polizei. Die Polizei habe Mittel und Wege, den Betrügern nachzugehen und „oft genug haben wir Erfolg“, sagt Freigang. Deswegen rät er jedem, dem so etwas passiert, eine Anzeige zu erstatten. Der Polizei helfe es, wenn man Screenshots, zum Beispiel von einem Chatverlauf, habe und eventuell eine IP-Adresse.

Dennoch sei Prävention das beste Mittel: Internetnutzer sollten stets skeptisch sein, verlässliche Quellen nutzen und die Karten besser persönlich abholen. Freigang sagt: „Man sollte immer bei Angeboten misstrauisch sein, die so gut sind, dass sie kaum wahr sein können.“

Pierre Du Bois von Ebay-Kleinanzeigen sagt: „Wir bedienen einen lokalen Markt. Grundsätzlich geht es bei uns um Abholung.“ Er rät deshalb davon ab, bei Ebay-Kleinanzeigen angebotene Waren verschicken zu lassen. Das sei nicht die Idee der Plattform.

Falls doch, sollte man unbedingt Vorkasse vermeiden. Zudem gebe es viele Betrüger, die durch bestimmte Angaben Sicherheiten vorgaukeln, zum Beispiel, in dem sie versichern, eine Sendungsnummer zu schicken, wie im Fall von Stephan K. „Bei Ebay-Kleinanzeigen“, sagt der 26-Jährige, „kaufe ich nie wieder Karten.“

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