Das fordern die Demonstranten aus Aserbaidschan vor der Thier-Galerie

dzMenschenansammlung in der City

Vor der Thier-Galerie hat sich am Freitagmittag eine Gruppe von Demonstranten versammelt. Sie zeigten die aserbaidschanische Fahne und wollten auf ein bestimmtes Problem aufmerksam machen.

Dortmund

, 28.06.2019 / Lesedauer: 2 min

Nach und nach kamen immer mehr Menschen. Die Demonstranten hatten Plakate und Flaggen dabei: einen Halbmond mit einem Stern auf den Farben Blau, Rot und Grün. Öffentlichkeitswirksam hatten sie sich am Freitagmittag vor die Thier-Galerie gestellt. Ihr Anliegen: Mehr Freiheit in Aserbaidschan.

Ein Demonstrant gibt sich als Sprecher der Gruppe zu erkennen: Hüseynov Agil berichtet von 110 politischen Gefangenen, die in dem Land, aus dem er geflohen ist, inhaftiert sein sollen. Viele hätten Familien dort, die verfolgt würden. „Viele reden davon, dass Demokratie in Aserbaidschan herrscht. Doch das ist nicht so“, sagt er.

50 Anhänger in Dortmund versammelt

Die Demonstration initiiert hat die Organisation DAS („Wähle das demokratische Aserbaidschan“). Über 50 ihrer Anhänger haben sich in Dortmund versammelt. Sie kommen aus ganz Deutschland, viele Menschen leben aber in Nordrhein-Westfalen. Weitere Demonstrationen sind in Düsseldorf geplant, auch in Berlin haben sich die Aktivisten bereits versammelt.

Niemand der Demonstranten, berichtet Dieter Emmerich, der als deutschsprachiger Unterstützer der Gruppe fungiert, könne in das Land zurückkehren, ohne sofort inhaftiert zu werden. „Die Menschen sind froh, dass sie hier in Deutschland ein gutes und freies Leben haben“, sagt Emmerich. Ihre Menschen zuhause wollen sie aber nicht im Stich lassen.

Das ist Aserbaidschan

Aserbaidschan ist ein Staat in Vorderasien. Er grenzt an Europa und an Russland. Das Land war für Teil der Sojetunion und wurde 1991 unabhängig. Es gilt als autoritär regiert.
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