Darum war der B236-Tunnel Wambel zwei Mal in wenigen Tagen gesperrt

dzFeueralarm

Zwei Mal innerhalb von vier Tagen wurde der B236-Tunnel in Wambel wegen Feueralarm kurzfristig gesperrt – ohne, dass es brannte. Lange Staus waren die Folge. Gibt es ein technisches Problem?

Dortmund

, 02.10.2019, 15:39 Uhr / Lesedauer: 2 min

Eines steht fest: Die Sicherheitssysteme am Tunnel Wambel funktionieren. Gleich zwei Mal innerhalb weniger Tage – am Samstag (28.9.) und am Dienstag (1.10.) gingen hier die Schranken für die Tunneleinfahrten herunter, weil Feueralarm ausgelöst wurde. Damit war der 1,4 Kilometer lange Tunnel im Verlauf der B236 in beiden Richtungen kurzzeitig gesperrt. Gebrannt hat es allerdings nicht.

Handelt es sich um einen technischen Effekt? Nein, sagt ein Experte vom Landesbetrieb Straßen.NRW, in dessen Obhut der Tunnel liegt. Dass es zwei Tunnelsperrungen innerhalb weniger Tage gab, sei Zufall.

Am Samstag hatte ein ausländischer LKW-Fahrer wegen einer Panne im Tunnel gestoppt und fälschlicherweise den Feuermelder betätigt, erklärte der Sprecher von Straßen.NRW auf Anfrage.

Damit setzte der LKW-Fahrer einen Automatismus in Gang, der bei Bränden im Tunnel greift: Die Schranken vor den Tunneleinfahrten schließen sich, um die weitere Zufahrt zu verhindern, Feuerwehr und Tunnelleitzentrale werden alarmiert. Die Experten rücken dann aus und prüfen vor Ort, was Grund für den Alarm war.

Rauchmelder löste Alarm aus

Am Dienstagabend lösten die Rauchmelder im Tunnel den Alarmprozess aus. Allerdings auch nicht, weil es brannte. Vermutlich habe Staub von Bauschutt auf einem Lkw die Sicht im Tunnel eingetrübt, erklärt der Experten von Straßen.NRW.

Pech für die Autofahrer vor dem Tunnel: Sie sitzen, wenn sie die letzte Abfahrt vor der Tunneleinfahrt verpasst haben, in der Falle und müssen warten, bis die Feuerwehr vor Ort Entwarnung gibt. Das dauerte am Dienstagabend gut eine Stunde. Um 18.39 Uhr wurde der Alarm ausgelöst, um 19.48 Uhr wurde der Verkehr wieder freigegeben.

Regelmäßige Sicherheitstests

Die letzte Abfahrt vor dem Tunnel aus Richtung Süden ist unmittelbar vor dem Tunnel der Abzweig auf die B1, aus Richtung Norden liegt die letzte Abfahrt weiter entfernt am Kreuz mit der Brackeler Straße mit den Abfahrten nach Scharnhorst, Brackel und in Richtung Borsigplatz.

Der Tunnel Wambel ist genau 25 Jahre alt. Seine Sicherheitseinrichtungen wurden aber erst vor wenigen Jahren gründlich überholt und entsprechen modernsten Standards. Regelmäßig finden Sicherheitsüberprüfungen statt, für die dann der Tunnel - meist nachts und am Wochenende - ebenfalls gesperrt wird.

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