Coronavirus: Erstmals brasilianische Variante in Dortmund nachgewiesen

Sie gilt als besonders gefährlich, weil möglicherweise auch Impfungen nicht helfen: Jetzt ist die brasilianische Variante des Corona-Virus erstmals in Dortmund aufgetaucht.
In Kamen sind am Mittwoch sechs positive Coronatests bekannt geworden. (Symbolbild). © picture alliance/dpa

Die britische Variante des Coronavirus B 1.1.7. hat schon vor Wochen die Vorherrschaft bei den Neuinfektionen in Dortmund gewonnen. Aktuell wurde sie bislang 1975 Mal bei Dortmunder Infizierten nachgewiesen. Dazu kommen bislang acht Fälle mit der südafrikanische Variante B.1.351.

Doch jetzt auch eine der brasilianischen Mutationen in Dortmund angekommen. Die Stadt Dortmund meldete am Montag (12.4.) den ersten Fall mit der Virusvariante B.1.1.28.1 – P.1. Nähere Informationen zu den Hintergründen liegen nach Angaben der Stadt noch nicht vor. Erst müsse der Fall weiter ermittelt werden.

Die Variante P.1, die der südafrikanischen Mutation ähneln soll, trat erstmals im November 2020 in der brasilianischen Stadt Manaus auf und hat sich nach und nach auch in anderen Ländern verbreitet. Am 22. Januar wurde in Hessen der erste Fall in Deutschland gemeldet.

Experten bereitet die neue Variante Sorgen, weil sie wie der britische Typus als ansteckender gilt. „Eine erhöhte Übertragbarkeit wird als denkbar erachtet“, lautet dazu die vorläufige Einschätzung des Robert-Koch-Instituts (RKI). Unklar ist, ob und wie Impfstoffe gegen die Variante P1 wirken. „Experimentelle Daten deuten für diese Variante auf eine reduzierte Wirksamkeit neutralisierender Antikörper bei Genesenen beziehungsweise Geimpften hin“, erklärt das RKI dazu.