Corona in Grundschule: Warum gibt es keine flächendeckenden Tests?

dzGesundheitsamt

Nach zwei Corona-Fällen an der Libellen-Grundschule in der Dortmunder Nordstadt fordern Lehrer und Elternvertreter flächendeckende Tests. Die gibt es aber nicht. Warum?

Dortmund

, 18.06.2020, 14:30 Uhr / Lesedauer: 1 min

Aktualisierung: Die Libellen-Grundschule ist am Freitag nun doch geschlossen worden.

Der Ursprungstext von Donnerstag:

An der Libellen-Grundschule an der Burgholzstraße ist die Besorgnis groß: Eine Lehrerin und eine Mitarbeiterin der OGS sind an Covid-19 erkrankt. Trotzdem läuft der Schulbetrieb ganz normal weiter, auch werden keine flächendeckenden Corona-Tests gemacht.

Verantwortlich dafür, Einschränkungen im Betrieb und weitergehende Schutzmaßnahmen zu beschließen, ist das Gesundheitsamt. Doch dort sieht man keinerlei Veranlassung für solche Schritte.

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„Im Zusammenhang mit diesen beiden Infektionsfällen konnte das Gesundheitsamt nicht feststellen, dass eine Übertragungsgefahr in der Schule gegeben war“, schreibt die Stadt Dortmund am Donnerstagmittag auf Anfrage. „Daher wurden in diesem Zusammenhang keine weiteren Untersuchungen angeordnet.“

Aufgrund der Umgebungsuntersuchung habe nicht festgestellt werden können, „dass die betroffene Lehrerin innerhalb der Schule weitere Kontakte hatte, die sie angesteckt haben könnte.“ Und die OGS-Mitarbeiterin habe stets die Hygieneregeln eingehalten und keinen Kontakt zu Schülern gehabt. Drei ihrer Kolleginnen sind vorsorglich in Quarantäne.

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Trotzdem fordern neben Schulleiterin Christiane Mika auch Eltern- und Lehrervertreter flächendeckende Tests. „Unabhängig von den Vorgaben des Gesundheitsamtes muss der Arbeitgeber seiner Fürsorgepflicht gegenüber den Beschäftigten nachkommen“, heißt es etwa in einer Pressemitteilung der Lehrergewerkschaft GEW.

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