Club-Besucher verliert Gaderoben-Marke - und kassiert danach gleich drei Strafanzeigen

Polizei

Eigentlich wollte ein 27-Jähriger nur seine Jacke an der Club-Gaderobe abholen. Doch statt nach der Party den Heimweg anzutreten, legte er sich gleich mehrfach mit diversen Polizisten an.

von Ines Maria Eckermann

Dortmund

, 07.10.2019, 17:43 Uhr / Lesedauer: 2 min

Als ein 27-jähriger nach einer durchfeierten Nacht am Sonntagmorgen (6. Oktober) seine Jacke abholen wollte, griff er auf der Suche nach seiner Gaderobenmarke ins Leere. Als man ihm daraufhin seine Jacke nicht einfach aushändigen wollte, wusste er sich nicht anders zu helfen, als sich in seiner Verzweiflung an die Bundespolizei am Hauptbahnhof zu wenden.

Skurriles Rechtsverständnis

Den Beamten erklärte er, dass eine Strafanzeige wegen Diebstahls stellen wolle, schließlich weigere sich die Club-Mitarbeiter, ihm sein Eigentum auszuhändigen. Die Polizisten versuchten ihm, die Rechtslage begreiflich zu machen und rieten ihm, die Angelegenheit mit dem Clubbetreiber zu klären. Der junge Mann schien jedoch nicht in der Stimmung für rationale Argumente.

Offenbar war der Mann enttäuscht, dass seine Forderung abgelehnt wurde. Deshalb wählte er die Worte des Berliner Hiphop-Künstlers Fler, die seinerseits dabei gefilmt wurde, wie er einen Polizisten als „Fanboy“ bezeichnete. Damit wollte der Hiphoper dem Beamten unterstellen, seine Musik zu hören.

Der junge Partygänger entschied sich jedoch dafür, noch einen draufzulegen und die Beamten zusätzlich als „Punks“ zu titulieren. Damit kassierte der Hiphop-Fan Strafanzeige Nummer 1.

Juristisches Eigentor

Einer der Bundespolizisten hielt die verbalen Entgleisungen un das aggressive Verhalten des jungen Mannes mit seiner Bodycam fest. Daraufhin legten die Beamten ihm nahe, die Wache zu verlassen. Doch der junge Mann war noch nicht fertig.

Er weigerte sich verhement, woraufhin die Beamten ihn aus der Wache schoben. Seine Lösung, um seinem Standpunkt mehr Nachdruck zu verleihen: Er klammerte sich an den Türrahmen. Dafür erhielt er Strafanzeige Nummer 2: wegen Widerstands gegen die Vollstreckungsbeamten.

Von Polizeiwache zur Polizeiwache

Doch auch damit hatte er noch nicht genug: Nachdem die Bundespolizisten den jungen Mann endgültig vor die Tür setzen konnten, schaute dieser bei den Kollegen der Polizeiwache in Hörde vorbei - diesmal, um den Diebstahl der Gardrobenmarke anzuzeigen. Schließlich zog er, trotz empfindlicher Herbsttemperaturen, immernoch ohne seine Jacke umher.

Dafür gab es Strafanzeige Nummer 3 in Form eines Verfahren wegen Vortäuschung einer Straftat.

Schlechte Bilanz einer Partynacht

So endete für den Hiphop-Fan die Partynacht mit einer ernüchternden Bilanz: Ohne Jacke oder Gardrobenmarke, dafür aber mit gleich drei Anzeigen in der Tasche.

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt
Hellweger Anzeiger Spuck-Attacke und Genital-Tritte

Haftbefehl für Somalier mit 5 Identitäten - Bekommt der Randalierer fünffach Sozialleistungen?

Hellweger Anzeiger BMV, Audi, Mercesdes und VW

Gebrauchtwagen-Käufer abgezockt – Betrüger sollen über ein Online-Portal verkauft haben

Hellweger Anzeiger Sprengstoff-Verdacht

Alarm in der Dortmunder Gartenstadt: Verdächtiges Paket auf Terrasse gefunden

Meistgelesen