Circus Flic-Flac in Dortmund: Ein fliegender Wahnsinniger und rasende Höllenfahrer

dzPremiere

Die neue X-Mas-Show des Circus Flic-Flac an den Westfalenhallen ist beeindruckend - auch, wenn bei der Premiere noch nicht alles perfekt war.

Dortmund

, 20.12.2019, 14:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Innovativ, rasant, wagemutig und kraftvoll anmutig: So ist die X-Mas-Show des Circus´ Flic Flac, der bis zum 12. Januar auf dem Parkplatz an der Victor-Toyka-Straße gastiert, bis auf Heiligabend (nur 14 Uhr) und Silvester (nur 20 Uhr) pro Tag zwei Vorstellungen (16 und 20 Uhr) bietet.

Innovativ fahren Yoka Konurbayeva und Nazerke Merekekyzy voran. Als „Duo Segway“ bieten sie Ballettspitzen- und Kopfstand der Ober- auf dem Kopf der Unterfrau, während letztere auf dem neuartigen Transportmittel flott ihre Runden dreht. Sie bieten Equilibristik vom Feinsten.

Wie Guzalnur Uqkun. Ihre Verbiegungen sind anmutige Drehungen und Windungen, bei denen der Körper mal in Zeitlupe und mal sehr schnell in unglaubliche Positionen gedreht wird. Mit sechs Leuchtern mit echt brennenden Kerzen windet sie sich, als wäre diese Form der Akrobatik ein Klacks.

Scheinbar spielerisch leicht

Ebenso spielerisch leicht bewegt sich Sebastian Stamm an der Pole-Stange. Mühelos scheint er in die Vertikale zu gehen und sich dann in der Horizontalen hinzulegen. Und dann wieder fällt er plötzlich kopfüber hinunter, um sich kurz vor dem Boden abzufangen.

FOTOSTRECKE
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Premiere des Zirkus Flic-Flac 2019

Flic Flac Eröffnung 2019
20.12.2019
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Am Donnerstagabend feierte der Zirkus Flic-Flac seine Premiere an den Westfalenhallen. Hier das Duo Silver Stones.© Stephan Schuetze
Der X-Clan zeigte Kunststücke auf dem BMX und Trial. Am Donnerstagabend feierte der Zirkus Flic-Flac seine Premiere an den Westfalenhallen.© Stephan Schuetze
Der X-Clan zeigte Kunststücke auf dem BMX und Trial. Am Donnerstagabend feierte der Zirkus Flic-Flac seine Premiere an den Westfalenhallen.© Stephan Schuetze
Die Zola Troupe zeigte Akrobatik mit dem Doppelseil. Am Donnerstagabend feierte der Zirkus Flic-Flac seine Premiere an den Westfalenhallen.© Stephan Schuetze
Die Zola Troupe zeigte Akrobatik mit dem Doppelseil. Am Donnerstagabend feierte der Zirkus Flic-Flac seine Premiere an den Westfalenhallen.© Stephan Schuetze
Am Donnerstagabend feierte der Zirkus Flic-Flac seine Premiere an den Westfalenhallen.© Stephan Schuetze
Am Donnerstagabend feierte der Zirkus Flic-Flac seine Premiere an den Westfalenhallen. Hier das Duo Silver Stones.© Stephan Schuetze
Am Donnerstagabend feierte der Zirkus Flic-Flac seine Premiere an den Westfalenhallen. Hier das Duo Silver Stones.© Stephan Schuetze
Guzalnur Uqkun verbog ihren Körper in unglaubliche Posen.© Stephan Schuetze
Das Duo Fabulous bieten temporeiche Akrobatik.© Stephan Schuetze
Das Duo Lugo mit einer Laser Show.© Stephan Schuetze
Das Duo Lugo mit einer Laser Show.© Stephan Schuetze
Die Flying Vertex zeigten ihr Können auf dem Trapez.© Stephan Schuetze
Sebastian Stamm mit atemberaubenden Kunststücken auf der Pole.© Stephan Schuetze
Sebastian Stamm mit atemberaubenden Kunststücken auf der Pole.© Stephan Schuetze
Andreas Wessels bewies seine Künste in der Jonglage.© Stephan Schuetze
Andreas Wessels bewies seine Künste in der Jonglage.© Stephan Schuetze
Das Duo Segway zeigte Equilibristik auf dem Hoverboard.© Stephan Schuetze
Das Duo Segway zeigte Equilibristik auf dem Hoverboard.© Stephan Schuetze
Erasmus Stein brachte mit seinem Comedy-Programm die Menge zum Lachen.© Stephan Schuetze
Die Gruppe White Gothic zeigte mit Kraft und Verbiegungen ihr Können.© Stephan Schuetze
Die Gruppe White Gothic zeigte mit Kraft und Verbiegungen ihr Können.© Stephan Schuetze
Die Gruppe White Gothic zeigte mit Kraft und Verbiegungen ihr Können.© Stephan Schuetze
Die Gruppe Zola Troupe ließ ihre Künstler fliegen© Stephan Schuetze
Immer wieder ein Highlight: Die Pinillo Motors, wie sie mit ihren Motorrädern durch die Kugel rasen.© Stephan Schuetze

Leichter, als es in Wirklichkeit ist, scheint auch die kraftvoll anmutige Performance von „White Gothic“ zu sein: Nur mit ihren Händen, enormer Körperspannung und starken Posen bieten die Ukrainer einen in Hüfthöhe gehaltenen Spagat, während der vierte Mann auf den Schultern seines Spagat-Kollegen einen Handstand vollführt. Dafür gibt es kräftigen Applaus, zustimmende Pfiffe und lautes Gejohle, wie bei den anderen Höhepunkten.

Zu denen gehört „Ghost Jumpers“. Auf dem Russischen Barren, einer fünf Meter langen, 15 Zentimeter breiten und fünf Zentimeter hohen, elastischen Stange, präsentiert sich Volodymyr Boychuk als selbst ernannter „fliegender Wahnsinniger“. Vierfach-Salto und ein Salto mit Handstand auf den Händen eines seiner Geräte-Träger beeindrucken.

Salti, Schleudern und Schrauben

Salti, Schleudern und Schrauben gehören zum Repertoire des „Duo Fabulous“. Mikhail Shashkin und Dmitro Taratutenko bieten als liegender Untermann und fliegender „Ikarus“ temporeiche Akrobatik, ganz im Zeichen des berühmten Moskauer Zirkus, dem beide entstammen.

Aus der Mongolei kommt mit „Zola Troupe“ gleich ein Dutzend Körperjongleure, die mit Doppelseilspringen in der Gruppe sowie mit Sprüngen von gleich drei Personen übereinander für die vom jonglierenden Moderator Andreas Wessels versprochene „Artistik am Rande des Nervenzusammenbruchs“ sorgen. Mit bloßen Händen katapultieren sie eine Artistin auf einen drei Mann hohen Turm in den Stand.

Das alles ist großer Zirkus - wie auch die rasanten Nummern auf Zweirändern in der dafür doch recht engen Flic-Flac-Manege. Den waghalsigen Sprüngen des Trios „X-Clan“ auf ihren BMX-Fahrrädern zu Beginn folgen nach über zwei Stunden bester Unterhaltung die „Helldrivers“. Die neun Höllen-Motorradfahrer rasen in der Stahlkugel mit 6,50 Meter Durchmesser bei Tempo 70 kreuz und quer, rauf und runter - ohne sich zu berühren.

Risiko wird nicht immer belohnt

Welches Risiko die Künstler dabei eingehen, zeigen die „Flying Trapez Vertex“. Bei vier der fünf Mehrfach-Salti-Versuche greifen sie daneben, ist das Sicherheitsnetz Endstation. Demgegenüber landet ein weiterer Artist, der sich kopfüber vom höchsten Punkt des Zeltes ins Netz fallen lässt, planmäßig dort.

Beifall belohnt den Mut des russischen Sextetts, das seine Höchstschwierigkeit bei den weiteren Vorstellungen sicher perfekt darbieten wird. Dass sie es drauf haben, deuteten sie an.

Karten gibt es ab 24 Euro (ermäßigt ab 19 Euro) unter der kostenfreien Telefonnummer 0800 / 06060611, an der Tageskasse (14 bis 19 Uhr, Heiligabend von 11 bis 13 Uhr und Neujahr von 16 bis 19 Uhr) und im Internet unter www.flic-flac.de

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