Wildpinkeln im Signal-Iduna-Park: Strafe wesentlich höher als überall sonst in Dortmund

Borussia Dortmund

Viele Fans werden es nicht wissen, wenn sie sich abseits der Toiletten erleichtern: Einfach irgendwo hinpinkeln im Stadion ist erheblich teurer als im Rest der Stadt.

Dortmund

, 19.07.2019, 08:30 Uhr / Lesedauer: 1 min
Wildpinkeln im Signal-Iduna-Park: Strafe wesentlich höher als überall sonst in Dortmund

Es gibt rund 1200 Toiletten und Urinale im Signal Iduna Park, doch das hält Fans nicht davon ab, sich andernorts im und am Stadion zu erleichtern. © Dieter Menne Dortmund

Wenn die Blase drückt, erleichtern sich Fußball-Fans nicht nur rund um den Signal-Iduna-Park, sondern lassen ihrem Bedürfnis auch im Stadion abseits der Toiletten freien Lauf. Doch Borussia Dortmund wehrt sich gegen die Wildpinkler innerhalb der Stadionmauern und in den -anlagen – mit einer Vertragsstrafe. Und die ist doppelt so teuer wie das Verwarngeld der Stadt.

Während das Ordnungsamt auf frischer Tat gestellte Wildpinkler mit 25 Euro zur Kasse bittet, fordert der BVB 50 Euro „Vertragsstrafe“. Sie wird laut Stadionordnung fällig, wenn man außerhalb der Toiletten seine Notdurft verrichtet oder das Stadion in anderer Weise, „insbesondere durch das Wegwerfen von Sachen“ verunreinigt. Die 50 Euro sind eine „pauschale Reinigungsgebühr“.

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„Wildpinkeln erachten wir als eine Frage der guten Kinderstube“, teilt Borussia Dortmund auf Anfrage dieser Redaktion mit. Und weiter: „Auch uns ist die Problematik im und außerhalb des Stadions, vermehrt in den Halbzeitpausen am Zaun hinter der Südtribüne, bekannt. Deshalb haben wir im Rahmen der räumlichen Möglichkeiten die Toilettenanzahl erhöht.“ Leider sei es aber auch im Stadion immer noch so, „dass selbst eine Vertragsstrafe – und erhöhte Toilettenkapazitäten – manche Personen nicht davon abhält, Zäune und Botanik zu bevorzugen.“

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