BVB-Spiel gegen Prag wird für die Polizei zum Risikospiel

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Das Champions-League-Spiel am Dienstag zwischen Borussia Dortmund und Slavia Prag ist für die Polizei ein sogenanntes „Rotspiel“. Sie bereitet sich auf die Gästefans vor.

Dortmund

, 09.12.2019, 18:05 Uhr / Lesedauer: 1 min

Kategorisiert nach den Farben einer Ampel steht der Begriff „Rotspiel“ für ein Spiel mit erhöhtem Sicherheitsrisiko. Durch diese Einstufung sind am Dienstag (10.12.) mehr Polizisten rund um das BVB-Spiel gegen Slavia Prag im Einsatz als an normalen Tagen.

„Von den Rotspielen gibt es im Jahr mehrere“, sagt Polizeisprecher Gunnar Wortmann. Unter anderem falle auch das Bundesliga-Spiel gegen den 1. FC Köln Ende Januar in diese Kategorie.

Wobei: „Das Derby ist für uns dunkelrot“, erklärt Wortmann: Das Spiel gegen Schalke stelle eine eigene Kategorie für sich dar.

Zwar sei die Polizei am Dienstag gegen Prag mit mehr Kräften im Einsatz, für BVB-Fans seien aber keine besonderen Einschränkungen zu erwarten. „Nicht mehr als zu normalen Spielen auch“, sagt Wortmann. Beim Derby werden zum Beispiel Anreisewege gesperrt, damit sich die Fangruppen nicht treffen.

Polizei will auf Nummer sicher gehen

Drei verschiedene Choreografien zeigten die Fans von Slavia Prag während des Hinspiels Anfang Oktober. Beim tschechischen Pokalfinale im Mai wurden mehr als 20 Bengalische Fackeln im Slavia-Block gezündet. Eine aktive Fanszene wird in Dortmund erwartet, mit der Risiko-Bewertung will die Polizei auf Nummer sicher gehen.

Wie viele Tschechen erwartet werden und ob sie einen Fanmarsch zum Stadion planen, wie ihn rund 1000 Fans von Inter Mailand gemacht hatten, war der Polizei-Pressestelle am Montagabend nicht bekannt. Den BVB-Fans war so ein Marsch in Prag aus Sicherheitsgründen von der dortigen Polizei strengstens verboten worden.

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