Von 10 bis 180 Euro: Diese Bußgelder drohen Dortmunder E-Scooter-Sündern

dzE-Scooter

Nicht nur das beliebte Zu-zweit-Fahren ist verboten: E-Scooter bergen Möglichkeiten für eine ganze Reihe neuer Vergehen – zum Teil kuriose. Welche Summen für welche Regelbrüche fällig werden.

Dortmund

, 28.08.2019, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Sogar die Prominenz macht vor, wie es nicht geht: Melanie Akanji, Frau von BVB-Star Manuel Akanji, und Influencerin Marlen Valderrama-Alvarez (rund 144.000 Follower auf Instagram) haben auf einem Instagram-Video sichtlich Spaß, als sie am Freitagnachmittag (23. August) mit dem E-Scooter am Phoenix-See in Dortmund-Hörde entlangrollen – zu zweit auf einem Gefährt.

Das ist eindeutig verboten. Immer mal wieder sind riskante Manöver von E-Scooter-Fahrern zu beobachten.

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Fürs Zu-zweit-Fahren drohen gemäß dem aktuellen, bundesweiten Bußgeldkatalog für E-Scooter-Vergehen 10 Euro Bußgeld.

Seit dem 15. Juni, der Zulassung der E-Scooter auf Deutschlands Straßen, wurden 51 neue Tatbestände bezüglich Elektrokleinstfahrzeugen, wie die E-Scooter im Behördensprech heißen, zur Straßenverkehrsordnung ergänzt und umformuliert.

Für welches Vergehen welches Bußgeld droht:

Das Fahren zu zweit auf einem Roller reiht sich demnach preislich in ein Abbiegen ohne Handzeichen (auf einem E-Roller kaum möglich) und das Freihändigfahren (auf einem E-Roller unmöglich) ein.


Die teuerste Ordnungswidrigkeit kostet den sündigen E-Scooter-Fahrer 180 Euro. Diese Summe wird fällig, wenn eine Ampel-Rotphase, die bereits länger als eine Sekunde dauert, missachtet wird und es in der Folge zu einem Unfall kommt.

Darüber hinaus wird hier ein Punkt in Flensburg und für Fahranfänger ein Aufbauseminar fällig.

Erster Unfall „mit Fremdeinfluss“

Den ersten E-Scooter-Unfall „mit Fremdeinfluss“, wie es die Polizei formuliert, hat es jetzt am Wochenende gegeben. Der Fahrer oder die Fahrerin eines abbiegenden Autos hatte am Samstag (24.8.) eine 26-jährige E-Scooter-Fahrerin im Kreuzviertel übersehen – diese war auf dem Radweg unterwegs.

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Strengere Vorschriften für E-Scooter

Unabhängig davon sollen die Vorschriften für E-Scooter jetzt ohnehin strenger werden, wie in einer neuen Vereinbarung (26.8.) zwischen Deutschem Städtetag, dem Deutschen Städte- und Gemeindebund und vier großen Anbietern zu lesen ist.

Vor allem spannend ist der Punkt, wie vollgeparkte Bürgersteige verhindert werden sollen: durch das Hochladen eines Fotos des Abstellortes in der Anbieter-App oder ein Belohnungssystem für korrekt parkende Kunden. Für die Entfernung von schlecht abgestellten Scootern sollen den Anbietern zudem Fristen gesetzt werden. Außerdem sollen diese mehr Möglichkeiten für Beschwerden einrichten.

In dieser Absichtserklärung geht es vor allem um einen Handlungsleitfaden und Vorschläge – wie die vereinbarten Ziele genau umgesetzt werden, ist dann jeweils Kommunen- beziehungsweise Anbietersache.

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