Bundespolizei verhindert Massenschlägerei unter Fußballfans

Nach BVB-Spiel

Nach dem BVB-Auswärtsspiel in Leverkusen am Samstag musste die Bundespolizei im Bahnhof Wattenscheid eine Massenschlägerei verhindern. BVB-Fans und ihre Gegner waren vermummt.

Dortmund

, 01.10.2018, 16:10 Uhr / Lesedauer: 1 min

Mit Pfefferspray und Schlagstöcken hat die Bundespolizei am Samstag (29.9.) eine Massenschlägerei zwischen „Problemfans“ von Borussia Dortmund und einem derzeit unbekannten Verein verhindert. Tatort war der Bahnhof Bochum-Wattenscheid. Die Bundespolizei geht von einer „verabredeten“ Massenschlägerei aus und sucht Zeugen. Ein Zeuge berichtete, dass Fans von Borussia Mönchengladbach auf der Rückfahrt von Wolfsburg die Gegner gewesen seien.

500 BVB-Fans im Regionalexpress

Etwa 500 BVB-Fans waren nach dem Spiel zwischen Bayer Leverkusen und Borussia Dortmund in der 1. Fußball-Bundesliga mit einem Regionalexpress auf dem Weg zurück nach Dortmund, als Bundespolizisten vor dem Stopp in Wattenscheid erkannten, dass sich Problemfans in einem Zugabteil sammelten.

Als der Zug hielt, seien etwa 80 vermummte Personen aus den Waggons gestürmt. Zeitgleich hätten etwa 100 ebenfalls vermummte Personen auf dem Bahnsteig gewartet. Sie sollen gegen Fenster und Türen des Zugs getreten haben. Einer der Kontrahenten habe Dortmunder Fans mehrfach als „Juden“ bezeichnet und provozieren wollen.

100 Personen zurückgedrängt

Mit Pfefferspray und Schlagstöcken seien die 100 Personen zurück in den Zug Minden - Köln gedrängt worden. Laut Bericht der Bundespolizei seien die Polizisten von Unbekannten mit Glasflaschen beworfen worden. „Ob unbeteiligte Reisende durch den Vorfall verletzt wurden, wurde bislang nicht bekannt“, berichtete die Bundespolizei.

Fans verhindern Festnahme

Nach der Abfahrt der etwa 100 Personen stiegen auch die Dortmunder Fans wieder in den Regionalexpress ein. Im Dortmunder Hauptbahnhof konnten sie einen Festnahme-Versuch der Polizei verhindern. Ermittlungen zielen auf Sachbeschädigung, gefährliche Körperverletzung und Landfriedensbruch ab.

Hinweise an die Bundespolizei unter Tel. 0800 6 888 000.
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