Welche Folgen die Briefwahlpanne zur Kommunalwahl hatte, wird zurzeit noch amtlich geprüft. © Dieter Menne (A)
Kommunalwahl 2020

Briefwahl: Rekord bleibt in Dortmund unter den Erwartungen

Einen Briefwahl-Rekord wird es zur Kommunalwahl am 13. September in Dortmund geben. Doch die aktuellen Zahlen sind wenige Tage vor dem Wahltag nicht so hoch wie zunächst erwartet.

Im städtischen Wahlbüro hatte man sich gut vorbereitet. Nicht zuletzt wegen der Unsicherheiten zum Verlauf der Corona-Pandemie haben die Wahlorganisatoren mit bis zu 150.000 Briefwählern zur Kommunalwahl gerechnet. Deshalb wurde sogar die Zahl der Wahlvorstands-Teams, die am Sonntagabend die Briefwahl-Stimmen in der Messe der Westfalenhallen auszählen, von 156 auf 282 erhöht.

Ganz so viele Briefwahlstimmen werden es am Ende aber wohl doch nicht sein, auch wenn ein neuer Rekord feststeht. Bis Freitagmorgen hatten insgesamt 104.634 Dortmunder Briefwahl-Unterlagen beantragt. „Das ist ein absoluter Höchststand“, stellt Wahlleiter Norbert Dahmen fest.

Plus von 63 Prozent

Zum Vergleich: Am Freitag vor der Kommunalwahl 2014 waren es 64.154 ausgestellte Briefwahlunterlagen. Bei der Kommunalwahl 2009 gab es rund 55.000 Briefwähler.

Das ist allein im Vergleich zur letzten Kommunalwahl ein Plus von 63,1 Prozent. Ob das am Ende auch für eine höhere Wahlbeteiligung spricht, wird sich aber erst am Abend des Wahltags zeigen. Experten gehen eher von einer Wahlbeteiligung von erneut weniger als 50 Prozent aus.

Über den Autor
Redaktion Dortmund
Oliver Volmerich, Jahrgang 1966, Ur-Dortmunder, Bergmannssohn, Diplom-Journalist, Buchautor und seit 1994 Redakteur in der Stadtredaktion Dortmund der Ruhr Nachrichten. Hier kümmert er sich vor allem um Kommunalpolitik, Stadtplanung, Stadtgeschichte und vieles andere, was die Stadt bewegt.
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Oliver Volmerich
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