Blindgänger am Schwanenwall

Bombenfund: Noch mehr Anwohner betroffen – endgültiger Radius steht

Heute muss erneut ein Bomben-Blindgänger am Wall entschärft werden – samt Evakuierung. Jetzt ist der Evakuierungs-Radius endgültig - es sind mehr Anwohner betroffen, als ursprünglich gedacht.
In Dortmund ist eine Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden worden. © picture alliance/dpa

Ein Blindgängerfund am Schwanenwall am Mittwochabend (8.9.) hat Folgen für den Donnerstag. Ab Mittag soll hier entschärft werden.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Auf der Höhe vom Schwanenwall 35 ist am Mittwochabend ein 250-Kilogramm-Blindgänger gefunden worden
  • Entschärft werden soll am Donnerstag (9.9.) – die Evakuierung soll um 12 Uhr starten
  • Betroffen sind rund 2000 Anwohner, einige Geschäfte und mehrere Stadtbahnlinien
  • Zeitgleich zum Evakuierungsstart soll auch eine Demo über den Wall ziehen – ein Verkehrschaos droht

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Update, 9.9., 10.20 Uhr: Endgültiger Radius steht
Nachdem ein vorläufiger Radius am Mittwochabend bereits mitgeteilt wurde, steht der finale Radius in einem Umkreis von 250 Metern nun fest. Demnach sind von der Entschärfung ca. 2000 Anwohner – ursprünglich war die Rede von circa 1500. Außerdem sind einzelne Geschäfte entlang des Ostenhellwegs und Brüderstraße, der Verkehr auf dem Wall, der ÖPNV, und die angrenzenden Berufskollegs betroffen.

Die Evakuierung startet um 12 Uhr. „Ab diesem Moment kommt es zu massiven Einschränkungen für den Verkehr am Wall. Wir bitten das Gebiet großräumig zu umfahren“, teilt die Stadt mit.

Auch beim öffentlichen Nahverkehr kommt es zu Einschränkungen.
Mit Beginn der Entschärfung werden die vier betroffenen Stadtbahnlinien abgeschnitten:

Bei Bauarbeiten auf dem Schwanenwall in Höhe der Geschwister-Scholl-Straße ist am Mittwoch (8.9.) spontan ein Bomben-Blindgänger freigelegt worden, der am Donnerstag entschärft werden soll. Ordnungsamt und Polizei sondierten am Mittwochabend - das Foto ist zwischen 20.20 und 21 Uhr entstanden - die Lage. Über Nacht wurde die Fundstelle über Nacht entsprechend bewacht.
Das sit der finale Radius © Stadt Dortmund © Stadt Dortmund
  • Die U42 fährt zwischen Brügmannplatz – Grevel und Stadtgarten – Hombruch
  • Die U43 fährt zwischen Ostentor/Lippestraße und Wickede S
  • Die U44 fährt zwischen Dorstfeld Betriebshof – Kampstraße (der Bereich – Borsigplatz ist über die Linien 455 und 456 erreichbar)
  • Die U46 fährt zwischen Westfalenhallen – Stadtgarten

Mit Beginn der Evakuierung fahren die vier Stadtbahnlinien an der Haltestelle „Reinoldikirche“ ohne Halt durch, ein Aus- oder Einstieg ist nicht möglich, teilt DSW21 mit.

Donnerstag, 9.40 Uhr: Verkehrschaos droht – Demo will über Wall ziehen

Zeitgleich zum Start der Evakuierung um 12 Uhr zieht auch ein Demozug durch die Innenstadt, unter anderem über den Hohen Wall, Hiltropwall und Kampstraße. Verdi hat zum landesweiten Streiktag nach Dortmund eingeladen – über 1000 Streikende werden erwartet.

Die Polizei sperrt die entsprechenden Straßen abschnittsweise – neben den Sperrungen für die Evakuierungen wird das für weitere Verkehrsbehinderungen sorgen.

Update, Donnerstag, 8.30 Uhr: Lagebesprechung läuft
Um 12 Uhr soll heute die Evakuierung rund um den Schwanenwall, wo am Mittwoch ein Bomben-Blindgänger gefunden wurde, starten. Genauere Informationen zum Ablauf und den weiteren Auswirkungen, wie Straßensperrungen und Umleitungen im öffentlichen Nahverkehr, liegen aktuell noch nicht vor.

Momentan laufe die Lagebesprechung, um die Details zu klären, so Maximilian Löchter am Donnerstagmorgen. Der Fundort sei ein „sensibler Bereich“ – unter anderem mit Einzelhandel, öffentlichem Nahverkehr, den großen Kreuzungen Schwanenwall-Bornstraße und -Brüderweg. Sobald alle Fragen zur Organisation geklärt seien, werde man weitere Einzelheiten veröffentlichen.

Bei Bauarbeiten auf dem Schwanenwall in Höhe der Geschwister-Scholl-Straße ist am Mittwoch (8.9.) spontan ein Bomben-Blindgänger freigelegt worden, der am Donnerstag entschärft werden soll. Ordnungsamt und Polizei sondierten am Mittwochabend - das Foto ist zwischen 20.20 und 21 Uhr entstanden - die Lage. Über Nacht wurde die Fundstelle über Nacht entsprechend bewacht.
Bei Bauarbeiten auf dem Schwanenwall in Höhe der Geschwister-Scholl-Straße ist am Mittwoch (8.9.) spontan ein Bomben-Blindgänger freigelegt worden, der am Donnerstag entschärft werden soll. Ordnungsamt und Polizei sondierten am Mittwochabend – das Foto ist zwischen 20.20 und 21 Uhr entstanden – die Lage. Über Nacht wurde die Fundstelle über Nacht entsprechend bewacht. © Markus Wüllner © Markus Wüllner

Ursprungsmeldung, Mittwoch, 21.20 Uhr:

Eigentlich sollte der Blindgänger, der am Mittwoch (8.9.) bei Bauarbeiten auf dem Schwanenwall in Höhe der Geschwister-Scholl-Straße spontan freigelegt wurde, noch am selben Tag entschärft werden. Doch dann entschied der Kampfmittelräumdienst, die 250-Kilo-Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg aufgrund der positiven Gesamtsituation erst am Donnerstag (9.9.) zu entschärfen.

Am Donnerstag muss auch wieder evakuiert werden. Der genaue Radius steht noch nicht zu 100 Prozent fest, wie die Stadt am späten Donnerstagabend mitteilte. Der hier abgebildete Radius ist vorläufig. Die geplante Evakuierung im Vorfeld der Entschärfung startet am Donnerstag, 12 Uhr.

Massive Einschränkungen beim Verkehr

Ab diesem Moment wird es zu massiven Einschränkungen für den Verkehr am Wall, den anliegenden Einzelhandel und die – Stand Mittwochabend – ca. 1500 Anwohner kommen. Der Blindgänger wird über Nacht entsprechend bewacht.

Bei Bauarbeiten auf dem Schwanenwall in Höhe der Geschwister-Scholl-Straße ist am Mittwoch (8.9.) spontan ein Bomben-Blindgänger freigelegt worden, der am Donnerstag entschärft werden soll. Ordnungsamt und Polizei sondierten am Mittwochabend - das Foto ist zwischen 20.20 und 21 Uhr entstanden - die Lage. Über Nacht wurde die Fundstelle über Nacht entsprechend bewacht.
Das sit der finale Radius © Stadt Dortmund © Stadt Dortmund

Das Max-Planck-Gymnasium wird als Evakuierungsstelle eingerichtet. Deshalb findet dort am Donnerstag, 9. September, kein Unterricht statt. Eine Notbetreuung für die Kinder kann telefonisch unter 0231 50-24360 organisiert werden.

Die Stadt will am Donnerstagmorgen weitere Details mitteilen.

Es handelt sich um den bereits 37. Bombenfund in Dortmund in diesem Jahr. Blindgänger 36 – ebenfalls am Schwanenwall – musste am 15. August spektakulär gesprengt werden, weil er nicht anders zu entschärfen war.

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