Bombenblindgänger in Dortmunds Innenstadt ist entschärft

Live-Ticker

In Dortmunds südlicher Innenstadt musste erneut ein Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg entschärft werden. Das ist am Nachmittag gelungen. 1000 Anwohner waren von der Evakuierung betroffen.

Dortmund, Hörde

, 03.12.2020, 10:52 Uhr / Lesedauer: 3 min
An der Semerteichstraße wurde am Nachmittag eine Bombe entschärft.

An der Semerteichstraße wurde am Nachmittag eine Bombe entschärft. © Oliver Schaper

Bei Bauarbeiten an der Semerteichstraße/Ecke Rathenaustraße ist nach Angaben der Stadt am Mittwoch (2.12.) eine britische 250-Kilo-Bombe aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs entdeckt worden. Sie soll an Donnerstagnachmittag (3.12.) von Experten des Kampfmittelbeseitigungsdienstes der Bezirksregierung Arnsberg entschärft werden.

Unser Liveticker:

16.35 Uhr: Wir beenden damit unseren Liveticker. Bis zur nächsten Blindgänger-Entschärfung.

16.25 Uhr: Die Sperrungen werden nun aufgehoben, alle Anwohner können in ihre Wohnungen zurück. Sie können sich darüber freuen, dass die Evakuierung statt der avisierten fünf Stunden am Ende nur etwas mehr als drei Stunden dauerte.

16.20 Uhr: Entwarnung an der Semerteichstraße. Der Bombenblindgänger ist entschärft, teilt die Stadt soeben mit.

16.05 Uhr: 73 Anwohner sind in die Evakuierungsstelle in der Gesamtschule Gartenstadt gekommen, bilanziert die Stadt. Es gab 19 Krankentransporte. Das städtische Ordnungsamt ist mit 102, das Tiefbauamt mit 21, die Feuerwehr mit 22 und die Polizei mit acht Leuten im Einsatz. Zehn Johanniter betreuen die Anwohner in der Evakuierungsstelle.

15.45 Uhr: Die Entschärfung beginnt jetzt. In der Regel dauern Entschärfungen 30 bis 45 Minuten. Das spricht wohl dafür, dass der Plan der Stadt eingehalten werden kann. Im Vorhinein hatte man verkündet, dass die Bombe bis etwa 18 Uhr entschärft sei.

15.00 Uhr: Das Gebiet ist nahezu geräumt. Jetzt muss noch nachkontrolliert werden. Wenn diese Überprüfung auch positiv verläuft, kann die Entschärfung beginnen, teilt die Stadt via Twitter mit.

14.50 Uhr: Vereinzelt gibt es Kritik an der Informationspolitik der Stadt. Eine Anwohnerin kritisiert, dass die Handzettel, mit der die Evakuierung angekündigt wurden, am Mittwoch erst sehr spät am Tag an den Häusern angebracht worden seien. Teilweise hätten Betroffene sie so nicht rechtzeitig wahrnehmen können. Sie vermisste Durchsagen per Lautsprecherwagen.

Lautsprecherwagen hat das städtische Ordnungsamt nicht im Repertoire. Allerdings ist die Ankündigung einer Evakuierung am Vortag schon fast Luxus für die Betroffenen. Oft muss bei gefundenen Blindgängern schneller reagiert und noch am selben Tag entschärft werden. Dann bleiben nur wenige Stunden Vorlauf für die Evakuierung, die sich dann oft in die Abendstunden hineinzieht.

14.05 Uhr: Bislang haben sich 47 Personen in der Evakuierungsstelle eingefunden. 19 Krankentransporte wurden im Vorfeld angemeldet, teilt die Stadt Dortmund via Twitter mit.

13.50 Uhr: Aktuell laufen noch die Evakuierungen. Wie lange das insgesamt dauert, kann im Vorfeld schwer gesagt werden, meint Stadtsprecher Maximilian Löchter. „Das hängt von der Anzahl der Krankentransporte ab und davon, ob sich Menschen weigern, ihre Wohnung zu verlassen.“

13.30 Uhr: Viele Anwohner machen sich jetzt auf den Weg zu Freunden oder Verwandten - oder die Evakuierungsstelle, die von der Stadt in der Gesamtschule Gartenstadt eingerichtet wurde. Hier werden alle coronagerecht auf verschiedenen Räume verteilt.

Ein Pendelbus fährt von der Ecke Semerteichstraße/ Rathenaustraße zur Gesamtschule.

13.15 Uhr: Auch im öffentlichen Nahverkehr gibt es Einschränkungen auf den Buslinien 427, 436, 453 und 456.

DSW21 teilt mit: Die Buslinien 427, 436 und 453 müssen den Evakuierungsbereich umfahren, daher werden die Haltestellen Kipsburg und Rathenaustraße ausgespart. Für die Haltestelle Willem-van-Vloten-Straße wird eine Ersatzhaltestelle auf der Straße Lange Hecke eingerichtet. Auf der Buslinie 456 entfallen die Haltestellen Willem-van-Vloten-Straße, Rathenaustraße und Voßkuhle.

Bis der Linienverkehr wieder regulär fährt, kann es bis in die Abendstunden dauern.

13.10 Uhr: Wichtige Info für alle Autofahrer: Mit Beginn der Evakuierung kann man von der B1 nicht mehr auf die Semerteichstraße fahren.

13 Uhr:
Wie angekündigt, startet nun die Evakuierung der 1000 Anwohner. Das Ordnungsamt wird nun kontrollieren, ob auch alle Wohnungen leer sind.

Das Evakuierungsgebiet an der Semerteichstraße.

Das Evakuierungsgebiet an der Semerteichstraße. © Stadt Dortmund

Von der Evakuierung des Umfelds sind zudem mehrere Kleingartenanlagen und Gewerbebetriebe betroffen. Um 12 Uhr endete bereits der Unterricht an der Gesamtschule Gartenstadt, wo die offizielle Evakuierungsstelle eingerichtet wird.

Die Stadt Dortmund hatte die Betroffenen schon am Mittwoch mit Handzetteln über die bevorstehende Evakuierungsaktion informiert. Man solle sich darauf einrichten, seine Wohnung für etwa fünf Stunden verlassen zu müssen, so die Stadt - eine ungewöhnliche Information, da sich die Stadt normalerweise nicht zur Dauer der Maßnahmen äußert.

Trifft die Schätzung zu und läuft alles nach Plan, ist die Bombe also bis etwa 18 Uhr entschärft.

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