Biergarten-Idylle in der Innenstadt lässt die benachbarte Hauptstraße vergessen

dzBiergarten-Check

Ein Biergarten, einen Steinwurf von der City entfernt. Direkt neben einer viel befahrenen Straße. Doch in diesem Biergarten taucht man in seine eigene idyllische Welt ein.

Dortmund

, 21.08.2019, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Feierabend an einem heißen Sommertag. Kaum ein Lüftchen geht – höchstens der Fahrtwind vorbeirauschender Autos und Fahrradfahrer auf dem Weg zu diesem Biergarten. Das erlösende Kaltgetränk, goldgelb mit feiner Schaumkrone, ist nur noch ein paar Schritte entfernt.

Der Gang durch den Torbogen, der zum Biergarten am Restaurant Stadewäldchen an der Saarlandstraße führt – und dann der erste Dämpfer: An diesem Mittwochabend ist der Biergarten komplett voll. Zwei freie Tische gibt es. Auf diesen stehen jedoch kleine Schilder – „reserviert“. Der Kellner jagt uns aber nicht weg. Wir müssten kurz warten, bis etwas frei wird. Es dauert vielleicht fünf Minuten, und der Kellner winkt uns heran.

Die Erreichbarkeit:

Der Biergarten am Stadewäldchen ist fußläufig von der Innenstadt erreichbar. Von der Kampstraße bemisst Google Maps den Fußweg auf 1,4 Kilometer. Von der U-Bahn-Haltstelle Stadthaus sind es lediglich 300 Meter.

Das Restaurant

Stadewäldchen

  • Adresse: Saarlandstraße 4, 44139 Dortmund
  • Öffnungszeiten: 11.30-23 Uhr, montags Ruhetag
  • Tel.: (0231) 95097086

Es gibt zwar reihenweise kostenlose Parkplätze an der Straße in näherer Umgebung – an einem Abend muss man sich hier trotzdem auf eine längere Suche einstellen. Über einen eigenen Parkplatz verfügt der Biergarten nicht. Tipp: Den Weg mit der Bahn bewältigen, dann lässt sich das Bier ohnehin sorgenfreier genießen.

Das Angebot:

Das Speisen-Angebot ist eindeutig das eines Restaurants: Verschiedenste Fleischgerichte, vom Schnitzel bis zum Steak. Aber auch vom Fisch bis zum Nudelgericht.

Biergarten-Idylle in der Innenstadt lässt die benachbarte Hauptstraße vergessen

Das Putenschnitzel schmeckte - war aber etwas trostlos angerichtet. © Püschner

Das Entscheidende für diesen Check ist jedoch die Getränkekarte. Die verfügbaren Biersorten sind schnell aufgezählt: Brinkhoff’s Pils, Schlösser Alt (auch als Krefelder, also Alt mit Cola), Hövels, Jever Fun, Schöfferhofer Grapefruit und Schöfferhofer Weizen – mit und ohne Alkohol. Dafür gibt es aber auch reihenweise Hochprozentiges. Vom Whisky bis zum Longdrink.

Das kleine Pils 0,3l kostet 2,90 Euro. Das große 0,4l schlägt mit 3,80 Euro zu Buche.

Die Location:

Die Location ist besonders: Die eingangs erwähnte Hauptstraße, die Märkische Straße, verschwindet wie von Geisterhand nahezu komplett beim Gang durch den Torbogen. Und das hat nichts mit dem alkoholischen Geist aus der Flasche zu tun. Kaum betritt man den Biergarten mit den zwei Ebenen, sitzt man in einer Idylle. Rundgeschnittene Büsche, große Bäume und ein dezenter Springbrunnen auf einer Art Terrasse. Direkt nebenan die Parkanlage Stadewäldchen.

Beim genauen Hinhören und dem Blick von der erhöhten Terrasse kann man die Märkische Straße noch bemerken. Stören tut sie jedoch nicht – sie gerät in Vergessenheit.

Auffällig ist auch: So, wie das Restaurant von innen wirkt, mit seinen Marmortreppen und den modernen Deckenstrahlern, so wirken auch die Klientel des Biergartens: gehobener.

Der Service:

Die Kellner sind allesamt sehr schick angezogen und sehr höflich. Etikette wird hier groß geschrieben. Angesprochen wird man hier stets mit „der Herr“ und „die Dame“. Doch auch auf Scherze lässt sich das Personal ein.

Und obwohl der Biergarten aus allen Nähten platzt: Der Service funktioniert. Hier muss man sich keine Sorgen machen, lange durstig zu bleiben. Von der Bestellung bis zum erfrischenden Schluck aus dem Glas dauert es nicht lange.

Biergarten-Idylle in der Innenstadt lässt die benachbarte Hauptstraße vergessen

Die Kellner sind schick gekleidet. Auch das Publikum ist gehoben. © Schaper

Das bestellte Essen kommt ebenso schnell, auch wenn das Putenschnitzel „Wiener Art“ etwas trostlos angerichtet ist. Der Blick auf andere Tische verrät jedoch, die Küche kann’s auch schöner.

Das sagt das Netz:

Google-Bewertungen: 4,2 von 5 Sternen bei 330 Bewertungen. Die Rezensionen gehen von „schöner Biergarten“, „bezaubernder Biergarten“ und „freundliches Personal“ zu „Kellner war genervt“ und „Das personal war super unfreundlich“ (Rechtschreibfehler in den Originalrezensionen, Anmerkung d. Red.).

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