Betrügerinnen geben sich als Apothekenmitarbeiterinnen aus

Neue Masche

Gleich in mehreren Fällen sind ältere Menschen in Dortmund auf Trickbetrüger hereingefallen. Sie gaben sich als Medikamentenlieferanten aus und verschafften sich so Zutritt zu den Wohnungen.

Dortmund

23.07.2020, 16:07 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Polizei Dortmund berichtet über eine aktuelle Masche von Trickdieben. Gleich drei Taten seien der Polizei am Mittwoch (22.7.) im Wachbereich Hombruch innerhalb kurzer Zeit gemeldet worden. Die Betrügerinnen gaben sich als Lieferantinnen einer Apotheke aus und verschafften sich so Zugang zu den Wohnungen älterer Menschen, heißt es.

Die erste Tat habe sich um 10.30 Uhr in Dortmund-Kruckel in einem Mehrfamilienhaus an der Kruckeler Straße zwischen Bunte Bank und Rüdinghauser Straße ereignet. Dort haben zwei Frauen an der Tür einer Seniorin geklingelt und behauptet, sie müssten Medikamente an Nachbarn ausliefern, die nicht zu Hause seien.

Deshalb wolle man die Telefonnummer der Nachbarn erfragen. Die Seniorin ließ die Frauen in die Wohnung, um die Nummer aufzuschreiben, heißt es. Während eine der Frauen bei der Seniorin geblieben sei, habe die Dortmunderin die andere nicht mehr wahrgenommen. Als die Frauen kurze Zeit später das Haus verließen, sei der Bewohnerin aufgefallen, dass ihr Schmuck gestohlen worden war.

Mehrmals die selbe Masche

Gegen 12 Uhr sei dann ein Senior in einem Mehrfamilienhaus an der Marienbader Straße 7 bei seiner Rückkehr nach Hause auf zwei unbekannte Frauen getroffen. Auch diese haben angegeben, Medikamente beim Nachbarn abgeben zu wollen, woraufhin sie der Senior ins Haus gelassen habe.

Doch auch hier standen sie laut Polizei kurze Zeit später vor der Tür des Dortmunders und behaupteten, die Nachbarn seien nicht zu Hause. Sie haben um Stift und Zettel gebeten, um eine Nachricht hinterlassen zu können. Doch als der Dortmunder die Frauen in die Wohnung ließ, hätten diese ihn bedrängt, woraufhin er sie schließlich herausschickte, heißt es. Ob etwas gestohlen worden sei, sei unklar.

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Exakt dieselbe Maschen wendeten Betrügerinnen gegen 13.30 Uhr bei einer Seniorin in Barop in einem Mehrfamilienhaus an der Straße Am Beilstück (zwischen Am Kohlrücken und Vereinsstraße) an. Auch hier baten die Frauen laut Polizei um Stift und Papier, weil beim Nachbarn niemand zu Hause gewesen sei, um die Medikamente entgegennehmen zu können.

Schmuck und Handys gestohlen

Auch in diesem Fall habe die Seniorin die Frauen in die Wohnung gelassen. Nach energischer Aufforderung haben diese die Wohnung wieder verlassen. Doch die Dortmunderin habe anschließend feststellen müssen, dass Schmuck und Mobiltelefone fehlten. Die Frauen haben sich in Richtung Norden entfernt.

In allen drei Fällen sei von einer jüngeren Frau im Alter von 25 bis 30 Jahren und einer älteren Frau von rund 45 bis 50 Jahren die Rede gewesen, beide hätten vermutlich dunkelblondes bis braunes Haar getragen. Die jüngere sei schlank und ca. 1,70 Meter groß gewesen.

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Die ältere Frau sei korpulent und zwischen 1,70 Meter und 1,80 Meter groß gewesen. Die Beschreibung zur Bekleidung variierte laut Polizei allerdings. In mindestens einem Fall (Barop) habe die jüngere Frau eine braune Medikamententasche bei sich getragen.

Ob es sich um dieselben Frauen handelt, sei laut Polizei Gegenstand der Ermittlungen. Die Polizei bittet Zeugen, die im Umfeld der Tatorte etwas beobachten konnten, sich unter der 0231-132-7441 zu melden.

Tipps der Polizei

Laut Polizei seien häufig ältere Menschen von Trickdiebstahl in Wohnungen betroffen. Sie bittet, ältere Verwandte, Bekannte und Nachbarn über solche Maschen aufzuklären. Häufig würden die Betrüger zum Beispiel Notsituationen und offizielle Funktionen vortäuschen, die Bewohner gezielt ablenken, damit eine weitere Person unbeobachtet die Wohnung durchsuchen kann, so die Polizei.

Fremde sollte man laut Polizei nicht in die Wohnung lassen. Zettel und Stift könne man beispielsweise bei vorgelegtem Sperrriegel herausgeben.

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