Betrüger bringen 88-jährige Dortmunderin um ihr Erspartes – Mit einem neuen Trick

Falsche Polizisten

Schon wieder ein Fall von „falschen Polizisten“ in Dortmund. Doch diesmal warten die Betrüger ihr Opfer nicht vor vermeintlichen Einbrecherbanden. Sie wandten einen neuen Trick an.

Dortmund

01.08.2019, 15:20 Uhr / Lesedauer: 1 min
Betrüger bringen 88-jährige Dortmunderin um ihr Erspartes – Mit einem neuen Trick

Immer wieder kommt es zu Fällen von falschen Polizisten. (Archiv) © picture alliance / Julian Strate

Unbekannte haben am Mittwochvormittag eine 88-jährige Dortmunderin um ihr Erspartes gebracht – getarnt als Polizeibeamte. Dabei haben sie eine fünfstellige Summe erbeutet.

Meist berichten Betrüger den Opfern in Fällen „falscher Polizisten“ am Telefon von festgenommenen Einbrechern, bei denen die Adresse der Betroffenen gefunden worden sei. Sie behaupten, die Betroffenen stünden im Visier von Einbrecherbanden und sollten ihre Wertsachen in die Obhut der Polizei geben.

Diesmal wich die Lüge von der üblichen Geschichte ab

Im aktuellen Fall der 88-Jährigen kam eine andere Lügen zum Einsatz. Denn diesmal standen ausgedachte Mitarbeiter eines Geldinstituts im Fokus der angeblichen polizeilichen Ermittlungen.

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Es gebe Unregelmäßigkeiten bei den Schließfächern und deswegen sei es sicherer, wenn die Kundin ihr Schließfach leere. Bei dem so erlangten Bargeld müsse die Polizei nun die Scheinnummern kontrollieren, gab der unbekannte Anrufer anschließend an. Dafür komme ein weiterer Beamter vorbei. Dieser erschien auch kurze Zeit später bei der Betroffenen zuhause und gab wiederum vor, einige Nummern genauer kontrollieren und daher das Geld mitnehmen zu müssen. Zurückgegeben wurde die fünfstellige Summe trotz Ankündigung nicht.

Immer wieder gibt es Berichte über solche Betrugsfälle und immer wieder fallen meist Senioren auf die Masche herein. Vor rund einem Monat kam es zu einem besonders schweren Fall: Trickbetrüger brachten eine Dortmunder Seniorin um Gegenstände im Wert von einer Million Euro.

Das rät die Polizei Dortmund:
  • Seien Sie misstrauisch, wenn Sie jemand am Telefon um Geld bittet! Die Polizei wird Sie nicht anrufen und nach Vermögenswerten oder nach Kontodaten fragen - geschweige denn, Sie bitten, den Beamten diese auszuhändigen!
  • Legen Sie einfach den Telefonhörer auf, sobald Ihr Gesprächspartner - zum Beispiel ein angeblicher Polizist - um Geld von Ihnen bittet!
  • Vergessen Sie niemals: Trickdiebe sind erfinderisch, wenn sie an Ihre Wertgegenstände kommen wollen! Informieren Sie Seniorinnen und Senioren in Ihrer Familie und sprechen Sie offen über die Maschen der Betrüger.
  • Sind Sie sich unsicher, ob „echte“ Polizeibeamte vor Ihnen stehen oder Sie anrufen, ziehen Sie Nachbarn, Familienangehörige oder direkt die Polizei (unter 110) hinzu.
  • Ein Anruf bei der zentralen Vermittlung der Polizei, ob dort zum Beispiel ein „Herr Weber“ arbeitet, reicht jedoch nicht aus.
  • Fragen Sie über den Notruf konkret nach einem Einsatz bzw. nach Ermittlungen an Ihrer Adresse.
  • Wichtiger Hinweis: Die Polizei wird Sie nie mit der Rufnummer „110“ anrufen!
  • Übergeben Sie Ihr Geld niemals an Ihnen unbekannte Personen!
  • Wenden Sie sich auf jeden Fall an die Polizei, wenn Sie einen verdächtigen Anruf erhalten haben - egal, ob Sie den Betrug erkannt und aufgelegt haben oder schlimmstenfalls sogar Opfer geworden sind. Und: Erstatten Sie Anzeige!
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