Baustellen-Chaos zum Weihnachtsmarkt-Start: So kommt man trotzdem schnell in die City

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Der Ärger des City-Handels über die kurzfristigen Baustellen am Wallring ist groß. Wir haben Tipps, wie man zum Weihnachtseinkauf in die City kommt - und wo man gut parken kann.

Dortmund

, 22.11.2019, 16:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Eine Art Runder Tisch für Fragen rund um die City ist die City-Runde des Oberbürgermeisters, die viermal im Jahr mit vielen Akteuren von Stadt, Verbänden und verschiedenen Organisationen im Rathaus stattfindet. Normalerweise gibt es dabei viel Lob für die gute Zusammenarbeit. An diesem Freitag allerdings dominierte die Kritik.

Thomas Schäfer, Geschäftsführer des Handelsverbandes Westfalen-Münsterland, und Dirk Rutenhofer vom City-Ring der Innenstadt-Kaufleute machten ihrem Unmut über die kurzfristigen Baustellen am Wallring ausgerechnet zum Beginn des Weihnachtsgeschäfts Luft.

Arbeiten dauern länger

Für die Suche nach möglichen Blindgängern aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs gibt es seit einer Woche Engpässe an der Hansastraße und am Hiltropwall, der Hohe Wall ist in Höhe Westentor in Fahrtrichtung Süden sogar komplett gesperrt.

Anfangs hatte die Stadt angekündigt, die Arbeiten bis zu diesem Wochenende abschließen zu wollen. Doch diese Hoffnung hat sich zerschlagen. Die Arbeiten am Hohen Wall dauern bis mindestens 30. November, die Engpässe an Hansastraße in Höhe Stadtgarten und Hiltropwall vor dem Opernhaus voraussichtlich sogar bis Mitte Dezember - also bis zur Hälfte der Weihnachtsmarkt-Zeit.

Man wolle aber jede Möglichkeit nutzen, spontan Sperrungen aufzuheben, wenn die Lage dies ermöglicht, versprechen die Verantwortlichen der Stadt.

Kritik an Kommunikation der Stadt

Für die Einzelhändler ist das nur ein schwacher Trost. „Für den Handel ist das Ganze eine ziemlich missliche Situatiion“, stellte Thomas Schäfer nach der City-Runde fest.

Und sie kommt zu einem besonders ungünstigen Zeitpunkt, weil die Vorweihnachtszeit die umsatzstärkste Zeit für den Handel ist, in der besonders viele Auswärtige in die City kommen. Vor diesem Hintergrund sei vor allem die Kommunikation der Stadt angesichts der Kurzfristigkeit der Maßnahmen schlecht gelaufen, kritisiert Schäfer.

Die Kritik sei bei den Verantwortlichen in der Verwaltung angekommen, gab der City-Ring-Vorsitzende Dirk Rutenhofer seinen Eindruck aus der City-Runde wieder. Dennoch:, „Jetzt müssen wir mit der Situation irgendwie fertig werden.“

Tipps zum Samstagsverkehr

Zur Nagelprobe kommt es schon an diesem Samstag (23.11.). Es ist das erste Weihnachtsmarkt-Wochenende, und viele Einkaufsbummler und Weihnachtsmarktbesucher werden in der City erwartet. Ihnen könnten unsere Tipps helfen, wie man trotz Baustellen schnell in die City kommt:

  • Weil die Parkhäuser in der südlichen City insbesondere im Bereich Hansaplatz und Friedensplatz ohnehin schnell überlastet sind und zusätzlich die Zufahrt über die Hansastraße erschwert ist, sollte man vorzeitig auf Parkhäuser im Norden der City ausweichen - etwa an der Kuckelke und am Hauptbahnhof.
  • Vor allem auf dem Südwall könnte es zu Staus kommen. Dehalb gilt: Wer über die Ruhrallee oder die Märkische Straße in die City fährt, sollte an der Kreuzung Neutor über Ostwall- und Schwanenwall in Richtung Norden fahren. Aber Vorsicht: Hinter dem Westentor ist der Wall gesperrt.
  • Man sollte möglichst schon Parkhäuser außerhalb der City anfahren - etwa das Parkhaus des Klinikums an der Hohen Straße, das Parkhaus HDI/Südbad an der Saarlandstraße oder das Parkhaus am Dortmunder U an der Brinkhoffstraße. Von dort kommt man in wenigen Minuten zu Fuß in die City.
  • Noch besser ist es, auf öffentliche Verkehrsmittel, also in erster Linie die Stadtbahn auszuweichen. Sie fährt in der Vorweihnachtszeit auch in einem dichteren Takt und mit mehr Fahrzeugen.
  • Wer auf das Auto nicht ganz verzichten will, kann die P+R-Parkplätze etwa am Hauptfriedhof (B1), am Hafen oder Schulte Rödding oder die Parkplätze am Remydamm nutzen und dort in die Stadtbahn umsteigen.
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