„Ein Synonym für Awo“ – Besondere Ehre für verstorbene Vorsitzende Gerda Kieninger

dzPlötzlicher Tod

Große Bestürzung hat der plötzliche Tod der Dortmunder Awo-Vorsitzenden Gerda Kieninger ausgelöst, die am Mittwoch (22.1.) überraschend gestorben ist. Die Awo ehrt sie auf besondere Weise.

Dortmund

, 24.01.2020, 08:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

„Gerda Kieninger war in der Stadt ein Synonym für Awo“, sagt Awo-Geschäftsführer Andreas Gora. Entsprechend groß ist bei der Arbeiterwohlfahrt (Awo) die Bestürzung und Trauer über den plötzlichen Tod der Unterbezirksvorsitzenden. Sie starb am Mittwochnachmittag (22.1.) völlig unerwartet im Alter von nur 68 Jahren.

Die frühere SPD-Landtagsabgeordnete stand 17 Jahre an der Spitze des Awo-Unterbezirks. „Sie war eine Streiterin für die Werte des Verbandes, sowohl mit Worten wie mit Taten“, heißt es im Nachruf des Awo-Unterbezirks.

Einsatz für Frauenförderung

„Ihr größtes Anliegen war in all der Zeit die Frauenförderung“, erklärt Geschäftsführer Andreas Gora, der mit Gerda Kieninger 17 Jahre zusammenarbeitete. „Sie setzte sich dafür ein, Frauen in Führungspositionen zu bringen, und da hat sie bei uns viel erreicht. Es ist auch ihr Verdienst, dass die Awo heute eine andere Betriebskultur lebt.“

Gerda Kieninger habe die Awo „immer gut informiert und stets präsent nach innen und außen geprägt. Auch über Dortmund hinaus“, heißt es im Nachruf. „Als stellvertretende Vorsitzende im Bezirksvorstand Westliches Westfalen war sie im Bilde, was zwischen Münster und dem Sauerland, zwischen Unna und Recklinghausen den Verband bewegte.

Der Ausbau der Offenen Ganztagsbetreuung an den Grundschulen und der Bau und die Übernahme von weiteren Kindertagesstätten waren für Gerda Kieninger genauso Herzensprojekte wie das Thema Inklusion und die Integration von Flüchtlingen.

Expertin für Sozialpolitik

Gerda Kieninger habe ihr Amt als Vorsitzende als Vollzeitjob verstanden, hebt der Unterbezirk hervor. Sie sei oft in Ortsvereinen zu Gast gewesen, habe an Tagungen und Konferenzen teilgenommen und als kompetente Gesprächspartnerin in Talk-Runden gesessen. „Wir werden sie vermissen, in jeder Sitzung, bei jeder Veranstaltung, bei jeder Feier“, stellt Andreas Gora fest.

Bestürzt über den Tod von Gerda Kieninger zeigt sich auch Oberbürgermeister Ullrich Sierau. „Gerda Kieninger war eine Expertin auf dem Gebiet der Sozialpolitik und eine engagierte Streiterin für die Gleichstellung“, erklärt Sierau. „In zahlreichen Funktionen hat sie viel für die Stadt Dortmund und die hier lebenden Menschen geleistet. Ihr Tod ist für uns ein schmerzlicher Verlust. Sie hinterlässt eine große Lücke.“

Kondolenzbuch ausgelegt

„Ihr“ Verband, die Awo, ehrt Gerda Kieninger auf besondere Weise: In den Räumen des Awo-Unterbezirks an der Klosterstraße 8-10 ist ein Kondolenzbuch ausgelegt, in das sowohl die Mitglieder und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einen letzten Gruß schreiben können - „wie auch alle Menschen der Stadt, die das Bedürfnis haben, sich von Gerda Kieninger zu verabschieden“. Am Samstag (25.1.) ist die Geschäftsstelle von 10 bis 15 Uhr geöffnet.

Trauerfeier in St. Barbara

Die Trauerfeier für Gerda Kieninger findet am Donnerstag (30.1.) um 11 Uhr in der St. Barbara-Kirche an der Bergstraße in Eving statt.
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