Auto nicht wintertauglich – Diese Bußgelder drohen

Polizei Dortmund warnt

Sommerreifen bei Glätte sind nicht die einzige mögliche Autofahrer-Sünde im Winter. Für bestimmte Winterreifen zum Beispiel gilt ein Verfallsdatum. Diese Bußgelder drohen bei Verstößen.

Dortmund

05.12.2019, 10:54 Uhr / Lesedauer: 2 min
Auto nicht wintertauglich – Diese Bußgelder drohen

Wer das Auto nicht für den Winter fit macht, muss Bußgelder erwarten. © dpa

Schnee und Glätte führen im Straßenverkehr zu Unfallrisiken, wenn Fahrzeuge nicht auf die kalte Jahreszeit umgerüstet werden. Wer bei eisiger Kälte oder Glätte mit Sommerreifen fährt, die Scheiben nicht freikratzt oder das Dach nicht von Schnee oder Eisplatten befreit, geht nicht nur Unfallgefahren ein. Denn Verstöße gegen die Straßenverkehrsordnung gehen auch schnell ins Geld. Darauf weist die Dortmunder Polizei hin.

Bei Glätte müssen auf allen zugelassenen Fahrzeugen Winterreifen aufgezogen sein. Alle Fahrer sind verpflichtet, Schnee und Eis von Fahrzeugen (auch Anhängern) zu entfernen, da sich diese bei der Fahrt lösen und auf die Fahrbahn oder folgende Fahrzeuge aufschlagen können.

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Freie Sicht gilt nicht nur für Front-, Heck- und Seitenscheiben, sondern auch für den Blick auf das Kfz-Kennzeichen, das nicht von Schnee bedeckt sein darf und erkennbar sein muss.

Ein Auszug aus dem Bußgeldkatalog:

  • Mangelhafte Scheibenwischer: 5 Euro.
  • Schlecht lesbare Kennzeichen: 5 Euro.
  • Beeinträchtigte Sicht: 10 Euro.
  • Warmlaufenlassen des Motors: 10 Euro.
  • Bei Glätte mit Sommerreifen unterwegs: 60 Euro plus ein Punkt. Bei einem Unfall sind 120 Euro fällig (zusätzlich ein Punkt).
  • Eisplatten auf dem Dach: 25 Euro. Platten fallen während der Fahrt herunter: 80 Euro. Kommt es zu einem Unfall: 120 Euro.

Wer bei schlechten Sicht- und Wetterverhältnissen mit nicht angepasstem Tempo unterwegs ist, zahlt 100 Euro. Bei einer Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer oder einem Unfall wird es noch einmal teurer (120 bzw. 145 Euro).

Weitere Tipps der Polizei Dortmund:

Achten Sie beim Wechsel von Sommer- auf Winterreifen auf das seit dem 1. Januar 2018 vorgeschriebene Alpin-Symbol (Eiskristall in einer skizzierten Bergkulisse). Vor dem 1.1.2018 hergestellte Winterreifen dürfen nur noch bis zum 30.9.2024 gefahren werden.

  • Hersteller empfehlen eine Mindestprofiltiefe von 4 Millimetern für Winterreifen. Laut Gesetz müssen mindestens 1,6 mm vorhanden sein.
  • Die Winterreifen-Vorgabe „Von Oktober bis Ostern“ ist überholt. Die neuen Vorschriften gehen auf den aktuellen Straßenzustand ein.
  • Bei einer Reifenpanne dürfen Fahrer kurzzeitig auch Sommerreifen nutzen. Das gilt nur für die direkte Fahrt zu einer Werkstatt oder nach Hause.

Im Sommer wie im Winter gilt übrigens Paragraf 1 der Straßenverkehrsordnung: Jeder Verkehrsteilnehmer muss sich so verhalten, dass kein anderer gefährdet oder geschädigt wird.

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