Ausgehen mal anders: 9 echte Tipps für Studierende und andere Nachtschwärmer

dzAusgehen in Dortmund

Neu in Dortmund? Oder Lust, mal etwas Neues zu entdecken? Hier sind 9 ultimative Tipps für Studierende und andere Nachteulen, die Dortmund einmal abseits der alten Pfade entdecken wollen.

Dortmund

, 12.10.2019, 17:05 Uhr / Lesedauer: 3 min

1. Der Rekorder: „Familienanschluss“ garantiert

Wer als Student und junger Mensch neu in Dortmund ist, der ist im Rekorder ziemlich gut aufgehoben. Konzerte, Lesungen, Partys und andere gemeinschaftliche Events finden dort in familiärer Atmosphäre statt. Im Hafenquartier ist man schnell Teil einer kreativen Gemeinschaft. Seit sechs Jahren begreift sich der Rekorder als Zentrum für Subkultur. Im Hafenviertel findet man auch den Rekorder 2 – einen Raum, der von Kulturakteuren zur eigenen Kunstproduktion oder für kreative Konzeptarbeit temporär selbst genutzt werden kann.

Adresse: Gneisenaustraße 55

Weitere Infos: https://rekorder.org/

Ausgehen mal anders: 9 echte Tipps für Studierende und andere Nachtschwärmer

Im Recorder lernt man ziemlich schnell Gleichgesinnte kennen. © BARZ fotografie service | Rüdig


2. Missin‘ Link: Gratis-Nackenmassage zum Cocktail

Auf dem Weg zwischen Campus und City liegt das gemütliche „Missin‘ Link“ in Sichtweite der S-Bahn-Haltestelle Dortmund-West – perfekt auch für einen Stopp, wenn man mit dem Fahrrad unterwegs ist. Der Laden bildet mit seinem schönen Eckhaus einen Grenzpunkt des aufstrebenden Unionviertels.

Bei schönem Wetter kann man draußen sitzen, drinnen gibt es gemütliche Sofas, man kann Billard spielen und kickern. Beim Kneipen-Quiz wird es häufig sehr voll, außerdem gibt es eine etwas kuriose Attraktion: Einmal im Monat gibt eine Physiotherapeutin Gratis-Nackenmassagen zu jedem Cocktail.

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Sandra Liesen (links) und Kim Nguyen hatten die Idee zu dem ungewöhnlichen Cocktail-Angebot. © Didi Stahlschmidt


3. Das Kraftstoff: Der Punk unter den Kneipen

Das Kraftstoff ist eine Legende des Dortmunder Nachtlebens. Ganze Studenten-Generationen haben sich hier am Kickertisch ausgetobt, die älteren Semester vermissen schmerzlich die Comic-Tapete über den Pissoirs im abgeranzten Herren-Klo, die vor einiger Zeit teilweise entfernt wurde. Immerhin grüßt „Klaubruder Klaus“ noch vom unechten Fahndungsaufruf an der Toilettentür.

  • Adresse: Augustastraße 2 (gegenüber vom U)

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Kultig ist auch der „Kraftstoff“-Biergarten auf dem Gelände der alten Tankstelle im Unionviertel. © Oliver Schaper



4. Herr Walter: Tanzen auf dem Schiff

Ein Schiff mitten im Dortmunder Hafen, mit Beach und Ruhrgebietsflair: Das ist das „Herr Walter“. Besonders im Sommer ein toller Ort für die, die auch in Dortmund mal ein bisschen Urlaubsfeeling haben wollen und den Tag im Sonnenuntergang am Strand ausklingen lassen wollen. Aber auch an Deck steigen regelmäßig fetzige Partys. Im Sommer hat das Lokal bei gutem Wetter täglich geöffnet, im Winter und bei schlechtem Wetter stehen die Öffnungszeiten aktuell auf der Internetseite.

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Natürlich der totale Knaller im Sommersemester – aber auch im Winter hat Herr Walter ab und zu geöffnet.

5. Café Banane: Trashpop und Wochenend-Punks

Wessen Herz für Punkrock und Trash-Pop schlägt und wer klassischem Rock genauso zugetan ist wie dem schrillen Sound der 70er-Disco-Ära, der kommt um einen Besuch des Café Banane an der Rheinischen Straße 14 nicht vorbei. Das kultige Rock-Café mit dem unnachahmlichen Indie-Kneipen-Charme ist seit Jahren einer der Hotspots für Dortmunds alternative Szene. Hier fühlen sich Kuttenträger genauso wohl wie Wochenend-Punks mit Melodycore-Faible. Und ab und an gibt’s sogar Live-Musik in der guten Stube.

6. Großmarktschänke: Tanzen auf dem Teppich

Wem der Sinn nach Tanzen auf Mutters gutem Teppich steht, sollte nicht über Los gehen, nicht 4000 Euro einziehen – und sich direkt in die Großmarktschänke am Heiliger Weg 60g begeben! Der legendäre Danceclub im außergewöhnlichen Vintage-Design präsentiert sich optisch so, als wenn er direkt aus den 70ern heraus in unsere Zeit gefallen wäre. Auf die Ohren gibt’s hier alles, was die Lauscher glücklich macht. Von Techno bis Alternative kommt hier jeder auf seine Kosten. Einen Haken hat die Sache allerdings: Unter 21 Jahren kommt hier niemand rein.

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In der Großmarktschänke wird auf dem Teppich getanzt. © Eva-Marlene Etzel



7. Oma Doris: Ein Tanzcafé wie aus dem Roman

Seit 40 Jahren tanzen bei Oma Doris Dortmunds Nachtschwärmer unter der berühmten Spiegeldecke. Der Charme dieses Etablissements ist ein ganz eigener. Regelmäßig legt DJ Ante Perry hier auf. Das Tanzcafé, geboren in den 70-ern - lebt vom Charme der Vergangenheit. Schwere Messingleuchten mit roten Troddeln, eine dicke Holztheke und eben die Spiegeldecke - hier muss man einfach mal gewesen sein.

Adresse: Reinoldistr 2-4

Weitere Infos: www.facebook.com/tanzcafedoris/


FOTOSTRECKE
Bildergalerie

So sieht es im Tanzcafé Oma Doris aus

28.07.2018
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Die schweren Messingleuchten tauchen die Tische in warmes Licht.© Tanzcafé Oma Doris
Die Lampen hängen auch an der Theke. Sie sind alle nummeriert.© Tanzcafé Oma Doris
Der Blick auf die Theke im Oma Doris.© Dieter Menne
Die Velours-Tapete hinter dem DJ-Pult ist eines von vielen Besonderheiten im Tanzcafé.© Tanzcafé Oma Doris
Ein Foto vom Tanzcafé aus alten Tagen. Es hat sich seitdem optisch wenig geändert.© Tanzcafé Oma Doris
Das Tanzcafé hat sich stets den Charme der Vergangenheit bewahrt.© Tobias Koop
City-Tanzcafe steht über den Fenstern des Oma Doris.© Jana Klüh
Das Werbeschild des Tanzcafés an der Seite des Gebäudes.© Jana Klüh
Unter der Spiegeldecke tanzen seit mehr als 40 Jahren Dortmunds Nachtschwärmer.© Nils Foltynowicz
2015 war das Dortmunder Tatort-Team und Jörg Hartmann und Anna Schudt zum Dreh im Oma Doris.
In der Folge „Kollaps“ ging es um Drogengeschäfte. Aus dem Oma Doris wurde ein türkisches Café.
Beim City Cypher wird einmal im Monat im Tanzcafé gebreakdanced.© Oliver Schaper
Die Wand hinter dem DJ-Pult ist mit einer besonders schönen goldenen Velours-Tapete verziert. Oma Doris hat sie damals ausgesucht.© Nils Foltynowicz
Im Oma Doris gibt‘s immer wieder auch nicht-musikalische Formate wie einen Flohmarkt.© Oliver Schaper

8. Der Grüne Salon: Lecker essen, sonntags frühstücken und mehr

Der Salon ist eigentlich ein grüner Bungalow mitten auf dem Nordmarkt. Hier kann man sich prima stärken - Küche gibt es bis 22 Uhr - und sich auf den Abend vorbereiten. Oder sich bei bei Nachos, Ednüssen & Co einfach verquatschen. Oder Kuchen essen am Nachmittag. Oder sonntags frühstücken. Oder, oder, oder...

9. Die klassische Kneipentour durch das Kreuzviertel

Das Kreuzviertel ist nicht nur ein beliebtes (wenn auch nicht ganz billiges) Wohn-, sondern auch ein Ausgehviertel. Hier kann man jeden Abend starten. Klassische Kreuzviertel-Kneipenkultur gibt es entlang der Kreuzstraße – angefangen vom B-Trieb, einer kleinen Eckkneipe an der Ecke zur Großen-Heim-Straße über „Kumpel Erich“ an der Ecke zur Lindemannstraße. Dann geht es weiter zur „Viertelliebe“ und zu „Uncle Tom’s“ an der Ecke zur Arneckestraße.

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Viertelliebe an der Kreuzstrasse. © Schaper

Und dann kann es wieder von vorne losgehen...

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