Ausbildung zur Altenpflegerin in Dortmund gibt Sabrina (37) „positive Energie“

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Sabrina Stief war Tierarzthelferin, bis ihre Praxis geschlossen wurde. Jetzt absolviert die 37-Jährige eine Ausbildung zur Altenpflegerin im Minna-Sattler-Seniorenzentrum der AWO.

von Oliver Wilmer

Dortmund

, 03.08.2019, 11:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Sabrina Stief kam als Quereinsteigerin zur Altenpflege. Jetzt kann sich die 37-Jährige kaum etwas Anderes vorstellen. Nachdem die zweifache Mutter ihren Hauptschulabschuss in der Tasche hatte, machte sie eine Ausbildung zur Tierarzthelferin. Als die Praxis, in der sie nach ihrer Ausbildung auch gearbeitet hatte, geschlossen wurde, disponierte sie um. „Erst absolvierte ich ein Praktikum. Weil meine praktischen Erfahrungen und das Team super waren, wollte ich mich mit dieser Ausbildung neu aufstellen“, erinnert sie sich. Seit Oktober 2017 ist sie in der Lehre im Minna-Sattler-Seniorenzentrum der AWO in Dortmund.

Fakten zum Beruf:

Der Ausbildungsberuf der Altenpflegerin ist in Deutschland unterbesetzt. Die formalen Voraussetzungen sind entweder ein Realschulabschluss oder ein Hauptschulabschluss mit anschließender zweijähriger Berufsausbildung. Einrichtungen des öffentlichen Dienstes zahlen nach Tarif. Während der Ausbildung erhält die Auszubildende zwischen 1.100€ im ersten und 1.300€ im dritten Lehrjahr. Ausgelernte Altenpfleger erhalten, je nach Alter, um die 2.700€ Brutto.

Das sagt Sabrina über ihre Berufswahl:

Ausbildung zur Altenpflegerin in Dortmund gibt Sabrina (37) „positive Energie“

Sabrina bekommt von den Patienten viel positive Energie zurück. Ihr gefällt das Komplettpaket. © Oliver Wilmer


Was gefällt dir an deinem Beruf?

Sabrina:
„Es ist das Komplettpaket, was mich begeistert. Kein Tag ist wie der andere. Ich weiß nie, was auf mich wartet, obwohl der Ablauf eigentlich immer derselbe ist. Den Menschen ein angenehmes Leben ermöglicht zu haben ist auch der Grund dafür, dass mir der Umgang mit dem Tod relativ leicht fällt. Das positive Gefühl überwiegt deutlich. Es ist überhaupt nicht wichtig, ob ich den Klienten „nur“ helfe zu essen. Die Menschen geben immer positive Energie zurück. Besonders schön ist es natürlich, wenn Fortschritte erkennbar sind – zum Beispiel bei Gehübungen.“


Was gefällt dir nicht an deinem Beruf?

Sabrina: „Da muss ich erstmal nachdenken. Wenn es etwas gibt, dann unvorhersehbare, überfordernde Situationen. Wenn beispielsweise ein Mensch kollabiert, dann ist das erstmal ein Schock. Es passiert zwar nicht oft, aber wenn, dann aus dem Nichts. Ansonsten sind es übliche Dinge, wie wenn Absprachen nicht funktionieren oder ich Spätschicht habe. Das passiert jedoch nur alle vier Wochen. Die Arbeitszeiten könnten aber etwas familienfreundlicher sein.“

Wo hättest du in der Schule besser aufpassen sollen?

Sabrina: „Da muss ich gestehen, dass ich stinkfaul war. Ich hätte grundsätzlich deutlich fleißiger sein können in Englisch und in Mathe. Wenn ich die Kalorien für die Patienten zusammenstelle, dann dauert es meist etwas länger. Ich will schließlich keinen Fehler machen. Aber besser es dauert länger, damit ich keinen Fehler mache. Aber das war es auch schon.“

Hier gibt es Ausbildungsplätze:

Laut Agentur für Arbeit suchen in Dortmund unter anderem noch folgende Unternehmen Auszubildende:

Jobangebote und Infos

Die ausführlichen Ausbildungsstellenangebote sowie weitere Infos zu Ausbildungsplätzen in Dortmund finden Sie auf der Jobbörse der Agentur für Arbeit www.jobboerse.arbeitsagentur.de sowie vor Ort im Dortmunder Jugendberufshaus, Steinstraße 39, www.jugendberufhshaus-dortmund.de

MOSAIQ Interkulturelle Pflege GmbH, Kontakt für Bewerber: Herr Christian Braun, Schützenstr. 183, 44147 Dortmund, info@mosaiq-pflege.de

MKTD Mobiles Krankenpflegeteam Dortmund e.V., Kontakt für Bewerber: Frau Manuela Steinicke, Gabelsbergerstr. 26, 44141 Dortmund, info@mktd.de

Anforderungen bei beiden Stellen sind der erweiterte Hauptschulabschluss und Führerschein Klasse B

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