Arnold Schwarzenegger besucht Dortmund – aber nur, wenn die Kasse stimmt

Hollywood-Star

Besuch aus Hollywood: Muskelpaket Arnold Schwarzenegger wird nach Dortmund kommen. Wer zu ihm vordringen will, muss tief in die Tasche greifen. Und es gibt ein großes „ABER“.

Dortmund

, 30.07.2019 / Lesedauer: 3 min
Arnold Schwarzenegger besucht Dortmund – aber nur, wenn die Kasse stimmt

© dpa

Arnold Schwarzenegger – der Name steht für Action, Muskeln, Roboter-Mensch-Hybriden und zerstörte Filmsets. Der Österreicher, der übrigens am Dienstag, 30. Juli Geburtstag hat (72, Glückwunsch!), hat einen Besuch in Dortmund angekündigt.

Wenn man es genau nimmt, wurde er angekündigt – von den Machern der Filmbörse, die am 6. Oktober in den Westfalenhallen stattfindet (10-16 Uhr, Eintritt 8-10 Euro): „Wir konnten Arnold Schwarzenegger in den letzten Tagen davon überzeugen, uns die Chance zu geben, ihn erstmals zu einem unserer Film- und Popkultur-Events nach Deutschland einzuladen, genauer: zur Filmbörse Dortmund.“

Wer dem Muskel-Star nahe kommen möchte, muss tief in die Tasche greifen. Folgende Preise für ein Autogramm von oder ein Foto mit Arnie rufen die Organisatoren auf:

  • Autogramm: 300,00 EUR
  • Photo Shoot (1 Person): 400,00 EUR
  • Photo Shoot (2 Personen): 580,00 EUR
  • Diamond Pass (1 Foto für 1 Person, 1 Autogramm, 1 Lanyard inkl. Pass, Fast Lane bei Foto- und Autogrammschlange): 700,00 EUR

Der Vorverkauf läuft. Bis zum 8. August werde man beobachten, wie er laufe, so die Filmbörse-Veranstalter: „Kommt die für die Finanzierung festgelegte Summe zusammen, geht der Vorverkauf weiter und Arnold wird fest für die Filmbörse eingeplant.“ Sollte die Summe nicht erreicht werden, werde Schwarzenegger „leider nicht an dem Event teilnehmen“. Dann würden alle Buchungen erstattet.

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Die Preispolitik ruft bei Facebook Widerstand hervor. Selbst eingefleischten Schwarzenegger-Fans ist das zu teuer. Unter anderem sind folgende Kommentare unter dem Posting zu lesen, mit dem die Filmbörse für den geplanten Arnie-Auftritt wirbt (Hinweis der Redaktion: Die Fehler befinden sich in den Originalkommentaren auf Facebook, es wurden im Sinne der Authentizität keine Korrekturen vorgenommen):

  • „ist schon nen bissel teuer. Das überlege ich mir sehr gründlich. Und wenn ja, wird auf alle Fälle bei den Conventions ordentlich eingespart. Wenn nicht sogar ganz gestrichen. Bei 200€ für nen Foto hätte ich sofort ja gesagt.“
  • „Wäre ein Traum, aber 400€ bin ich auch raus.“

Auch einen wirtschaftsmathematischen Ansatz zur Güte gibt es. So schreibt ein User: „Würde denn nicht viel mehr zusammen kommen wenn ein Foto Ticket und ein autogramm Ticket je 100 Euro kostet? Denn dann würden mit Sicherheit das 40 fache an Leuten kommen. Und die Summe was er kostet wäre abgedeckt“.

Die Betreiber des Filmbörse-Accounts haben zu den Vorwürfen inzwischen ebenfalls auf Facebook Stellung genommen: „Es tut uns wirklich leid, wenn es nicht jedem von euch möglich ist, sich ein Autogramm, ein Foto oder gar beides zu den genannten Preisen zu leisten“, schreiben sie. Und: „Selbstverständlich haben wir diese Preise im Vorfeld gut kalkuliert.“ Nur mit diesen Preisen und einer bestimmten Menge an Verkäufen sei eine Finanzierung „überhaupt nur ansatzweise möglich“.

Gleichzeitig gehen die die Fans deutlich an - offenbar hatten sich etliche in den Kommentaren unter dem Facebook-Posting im Ton vergriffen: „Erst einmal möchten wir uns herzlich für euer Feedback bedanken, auch wenn wir wirklich schockiert sind, wie viele Leute scheinbar eine extrem miserable Kinderstube genießen durften und aggressiv, pöbelnd, beleidigend und anmaßend reagiert haben“, heißt es in der Stellungnahme. Kritik und auch Frust seien „völlig ok und absolut nachvollziehbar. Dies gibt dennoch NIEMANDEM das Recht, teilweise derart ausfallend und unsachlich zu werden.“

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